Belgier Raman auf Schalke «angekommen»

Belgier Raman auf Schalke «angekommen»
Bildhinweis: Fühlt sich wohl beim FC Schalke 04: Benito Raman. Foto: Marius Becker/dpa

Gelsenkirchen (dpa) – Es läuft derzeit bei Benito Raman. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten und zwischenzeitlichen Verletzungsproblemen kommt der 25 Jahre alte Fußball-Profi beim FC Schalke 04 immer besser in Schwung.

In den zurückliegenden vier Pflichtspielen gelangen dem Belgier drei Treffer und zwei Torvorlagen. «Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt auf Schalke angekommen bin», sagte der im Sommer von Fortuna Düsseldorf ins Revier gewechselte Angreifer vor dem Spiel am Freitag gegen Aufsteiger Union Berlin (20.30 Uhr/DAZN).

In Form kam Raman erst in den vergangenen Wochen, nachdem er seine Sprunggelenkprobleme überwunden hat. Zudem habe er sich nach seinem Wechsel selbst «zu sehr unter Druck gesetzt», räumte er ein. Auch seine Reise zur belgischen Nationalelf zuletzt entpuppte sich als falscher Ehrgeiz, weil er da schon Schmerzen im Fuß hatte. «Ich war lange Zeit angeschlagen und es war nicht einfach, ins Schalke-Team zurückzukehren, denn die Mannschaft hat sehr gut gespielt.»

Nun ist er gesund, angriffslustig und blüht im laufintensiven System von Trainer David Wagner auf. «Jetzt bin ich auf einem guten Weg. In den letzten vier Spielen bin ich mit meinen Leistungen zufrieden. In Düsseldorf haben wir sehr stark auf Konter gespielt, hier haben wir vermehrt den Ball», sagte Raman. Beim 2:1 in Bremen bereitete er das Führungstor von Amine Harit vor und erzielte das 2:0 selbst.

Auch gegen Union wird Raman sicher von Beginn an stürmen, zumal Mark Uth wegen Adduktorenproblemen ausfällt. «Ich bin zuversichtlich, dass er nächste Woche wieder mitwirken kann. Von den Angeschlagenen kehrt noch niemand zurück», sagte Wagner am Donnerstag in Gelsenkirchen. Zudem zollte er dem Gegner großes Lob. «Union hat zuletzt mit am besten gepunktet. Es erwartet uns viel Wucht. Wir haben den notwendigen Respekt, aber freuen uns wahnsinnig auf das Spiel», sagte der Coach.

Auch der Coach registrierte, dass Raman die neue Spielweise mit extremen Pressing inzwischen verinnerlichte. Als er in Bremen Werder-Abwehrspieler Sebastian Langkamp an der Außenlinie den Ball stahl und anschließend Torhüter Jiri Pavlenka tunnelte, schwärmte Wagner: «Ein super Tor. Das hat er richtig gut gemacht.»

Wenn es für Raman weiter so gut läuft und ihm noch das ein oder andere Tor gelingt, hofft er auf die EM-Teilnahme im nächsten Jahr mit Belgien. Obwohl er weiß, dass die Konkurrenz gerade beim Weltranglisten-Ersten mit Stars wie Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku oder den Hazard-Brüdern riesig ist. «Die EM ist mein Ziel. Es wird schwierig, aber ich werde alles dafür tun.» Reingeschnuppert hat er bei den Roten Teufeln schon: Am 9. September debütierte er beim EM-Qualifikationsspiel in Schottland (4:0), wurde in der 90. Minute eingewechselt. Es soll nicht beim Kurzeinsatz bleiben.

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