Anzeige gegen Jäggi abgeschmettert

Anzeige gegen Jäggi abgeschmettert
Anzeige gegen Jäggi abgeschmettert
Rene C. Jäggi bei einer Pressekonferenz.

Kaiserslautern (dpa) – Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken wird kein Ermittlungsverfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden René C. Jäggi vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern wegen des Verdachts der Untreue einleiten.

Robert Wieschemann, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des FCK, hatte eine entsprechende Anzeige erstattet, ist damit aber bei der Behörde abgeblitzt.

«Es ist kein Anfangsverdacht erkennbar», sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Eberhard Bayer. Wieschemann habe nun die Möglichkeit, gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Beschwerde einzulegen. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende hatte in seiner Anzeige Jäggi vorgeworfen, ohne Not Steuerforderungen des Finanzamtes Kaiserslautern an den Club in Millionenhöhe verbindlich anerkannt zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat Jäggi dagegen eine zu Recht bestehende Steuerschuld im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat gebilligt.

Bei dieser Steuerschuld handelt es sich nach Ansicht der Finanzbehörden um verdeckte Gehaltszahlungen an Spieler – darunter auch an den Nigerianer Taribo West, der in Kaiserslautern ein kurzes Gastspiel gab und dafür Millionen kassiert hat. Gegen Wieschemann sowie die beiden ehemaligen Vorstandsmitglieder Jürgen Friedrich und Gerhard Herzog läuft in diesem Zusammenhang vor dem Landgericht Kaiserslautern ein Strafverfahren wegen Untreue und Steuerhinterziehung.

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