Eintracht-Profi Hasebe fällt bis Saisonende aus

Frankfurt/Main (dpa) – Eintracht-Profi Makoto Hasebe ist am Mittwoch in Tokio am rechten Kniegelenk operiert worden und wird dem Fußball-Bundesligisten bis zum Saisonende fehlen.

Eintracht-Profi Hasebe fällt bis Saisonende aus
Makoto Hasebe wird der Eintracht für den Rest der Saison fehlen. Foto: Andreas Gebert

Frankfurt/Main (dpa) – Eintracht-Profi Makoto Hasebe ist am Mittwoch in Tokio am rechten Kniegelenk operiert worden und wird dem Fußball-Bundesligisten bis zum Saisonende fehlen.

Bei dem Eingriff wurde die arthroskopische Entfernung eines freien Gelenkkörpers und eine Knorpelglättung vorgenommen, teilte Eintracht Frankfurt mit.

Notwendig wurde die Operation aufgrund aufgetretener Kniebeschwerden nach der Partie beim FC Bayern München. Der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft zeigte sich nach der Operation bereits wieder optimistisch und sagte: «Ich drücke meinen Mannschaftskollegen bei Eintracht Frankfurt die Daumen für einen weiterhin erfolgreichen Saisonverlauf und gehe fest davon aus, dass ich in der Vorbereitung für die neue Saison wieder dabei sein werde».

Löw zu Schweinsteiger-Wechsel: «Eine gute Entscheidung»

Dortmund (dpa) – Bundestrainer Joachim Löw hat Verständnis für den Wechsel von Bastian Schweinsteiger in die USA geäußert.

Löw zu Schweinsteiger-Wechsel: «Eine gute Entscheidung»
Bundestrainer Joachim Löw umarmt Bastian Schweinsteiger 2016 bei dessen Abschiedsspiel. Foto: Ina Fassbender

Dortmund (dpa) – Bundestrainer Joachim Löw hat Verständnis für den Wechsel von Bastian Schweinsteiger in die USA geäußert.

«Es ist sicherlich für ihn selbst auch eine gute Entscheidung», sagte Löw in Dortmund auf der Pressekonferenz zum Länderspiel gegen England. «Bastian fühlt sich ja auch wohl in einer großen Stadt, wo er auch untertauchen kann, wo er andere Dinge sehen kann.»

Löw hatte nach eigenen Worten am Morgen erfahren, dass der Kapitän der Weltmeisterschaft-Mannschaft 2014 von Manchester United zu Chicago Fire wechselt. Er habe vor einigen Wochen Kontakt mit dem 32-Jährigen gehabt, berichtete der Bundestrainer und äußerte Bedauern darüber, dass Schweinsteiger beim englischen Rekordmeister unter Trainer José Mourinho seit dem vorigen Sommer nicht mehr zum Zug kam.

Schweinsteiger habe noch einmal alles versucht und gut trainiert. «Schade, dass es für ihn so geendet hat, er hat alles versucht. Ich bin schon der Meinung, dass er der Mannschaft hätte helfen können, aber die Entscheidung des Trainers war anders», sagte Löw.

Lukas Podolski hat vorab nichts vom bevorstehenden Wechsel seines Kumpels in die MLS erfahren. «So eine Entscheidung muss er allein treffen mit seinen Leuten», sagte Podolski, der bei der Partie gegen England an diesem Mittwoch aus der DFB-Auswahl verabschiedet wird. Der 31-Jährige meinte, er habe keine Angst, dass Schweinsteiger ihm mit der Bekanntgabe des Wechsels möglicherweise die Show stehle. Er sei nicht der Typ, der im Vordergrund stehen müsse, betonte Podolski. Schweinsteiger hatte sein DFB-Abschiedsspiel im vorigen August.

Nagelsmann: Realist in einer Scheinwelt

Julian Nagelsmann ist nach nur einem Jahr als Bundesliga-Chefcoach von Hoffenheim mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs» vom DFB ausgezeichnet worden. Trotz des rasanten Aufstiegs bleibt er auf dem Teppich. Er weiß, dass auch schlechte Zeiten kommen werden.

Nagelsmann: Realist in einer Scheinwelt
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann bleibt trotz des rasanten Aufstiegs auf dem Teppich. Foto: Uwe Anspach

Neu-Isenburg (dpa) – Trotz des phänomenalen Aufstieg als Bundesligatrainer vergisst Julian Nagelsmann die Gesetze des Fußballgeschäfts nicht.

«Es wird mich am Tag X nicht überraschen, wenn ich meine Sachen packen muss. Das Schöne ist, es ist berechenbar», sagte der 29-jährige Chefcoach von 1899 Hoffenheim, der am Montagabend vom DFB mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016» ausgezeichnet wurde. Er hatte die Kraichgauer als jüngster Trainer der Liga-Geschichte 2015/2016 vor dem Abstieg gerettet und kann nun als Tabellenvierter von der Champions League träumen.

Der Senkrechtstart vom Absolventen der Fußball-Lehrer-Ausbildung des DFB vor einem Jahr zum geehrten und verehrten Cheftrainer hat er nicht erwartet. «Man hat es sich erträumt, dass es so läuft, wie es momentan läuft», sagte Nagelsmann. «Dass auch schlechte Zeiten kommen, weiss ich auch.»

Keine Gefahr sieht er, nach den Lobenhymnen abzuheben. «Es hilft gut, wenn man abends zur Familie zurückkommt und man sich bewusst ist, dass das Ganze nur eine Scheinwelt ist, ein Monopoly mit Regeln», sagte Nagelsmann. «Ich lese auch nicht so viel über mich.»

Bei der Trainerpreis-Verleihung hörte er aber viele Lobpreisungen. «Er ist einfach ein Typ. Er lebt Fußball», sagte DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch. «Ich würde ihn nicht als Konzepttrainer bezeichnen, sondern er ist ein Mensch, der mit Menschen arbeiten und seine Ideen umsetzen will.» Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp würde Nagelsmann zwar gerne lebenslänglich als Coach behalten, wäre aber auch schon froh, den bis Juni 2019 laufenden Vertrag noch einmal verlängern zu können: «Es sind viele Erfahrungen, die er braucht, wenn er als großer Trainer einmal bei einem ganz großen Verein tätig sein will.»

Auf Spekulationen, renommierte Clubs wären schon an ihm dran und ein vorzeitiger Ausstieg möglich, reagierte er ausweichend. «Ich habe meinen Vertrag und wir halten es wie bei allen Spielern: Wir kommentieren keine Gerüchte», erklärte er abgeklärt.

Dass er jedoch noch viele ehrgeizige Ziele hat, verhehlt er dagegen nicht. «Mein Ziel ist, irgendwann in ein europäisches Finale zu kommen», sagte Nagelsmann. «Wenn es mir mit Hoffenheim gelingt, gelingt es mir mit Hoffenheim, ansonsten vielleicht mit einem anderen Club.» Ein Wechsel ins Ausland sei für ihn kein zwingender Wunsch.

Welchen Weg das Trainer-Talent auch wählen wird. Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist Nagelsmann für die «höheren Herausforderungen» an Trainer – wie den vor zehn, zwanzig Jahren noch undenkbaren Medienhype – gewappnet. «Zu diesen zusätzlichen Aufgaben, die ein Trainer hat, passt Julian Nagelsmann. Deshalb hat er den Preis auch verdient.»

Ausgeschlossen ist es nicht, dass Grindel oder einer seiner Nachfolger den Mann der Zukunft einmal als Bundestrainer einstellen wird. «Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die tägliche Arbeit macht mir sehr viel Spaß», meinte Nagelsmann. «Vielleicht kann es in der Zukunft mal sein, dass ich mir das überlege.»

Überhaupt schließt er nichts aus. «Ich bin offen für alles Mögliche, wenn intelligente Leute Lösungen oder Ideen für mich haben, wie mein Karriereweg aussehen kann», sagte Nagelsmann. «Das Gesetz, dass der Fußball sehr schnelllebig ist, werde ich nicht außer Kraft setzen.»

Gindel zu Podolski: «Weltmeister auf und neben dem Platz»

Neu-Isenburg (dpa) – DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Lukas Podolski vor seinem Abschiedsspiel mit der Nationalmannschaft in Dortmund gegen England gewürdigt.

Gindel zu Podolski: «Weltmeister auf und neben dem Platz»
Lukas Podolski (l) wurde von DFB-Präsident Grindel als «Weltmeister auf und neben dem Platz» gewürdigt. Foto: Marcus Brandt

Neu-Isenburg (dpa) – DFB-Präsident Reinhard Grindel hat Lukas Podolski vor seinem Abschiedsspiel mit der Nationalmannschaft in Dortmund gegen England gewürdigt.

«Lukas Podolski ist Weltmeister auf dem Platz, aber auch Weltmeister neben dem Platz», sagte er am späten Montagabend bei der Verleihung der Trainerpreise des Deutschen Fußball-Bundes in Neu-Isenburg. «Er hat auch neben dem Platz ungeheure soziale Kompetenz bewiesen.»

Nicht nur auf der Bank habe er die Nationalmannschaft unterstützt, sondern auch in den Trainingslagern sich um Spieler gekümmert, «die vielleicht nicht so einfröhliches Herz in manchen Situation hatten wie er», meinte Grindel vor der 130. und letzten Partie des Stürmers im A-Team des DFB. «Deshalb ist er beliebt in Deutschland, in Polen, in der Türkei und sicher auch bald in Japan.» Podolski wechselt im Sommer von Galatasaray Istanbul in die J-League zu Vissel Kobe.

Nagelsmann erhält «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016»

Julian Nagelsmann ist der Senkrechtstarter unter den Bundesliga-Chefcoaches. Der DFB ehrte ihn mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016». Mit dem Preis für das «Lebenswerk» wurde der frühere Potsdamer Frauentrainer Bernd Schröder ausgezeichnet.

Nagelsmann erhält «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016»
Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann ist vom DFB ausgezeichnet worden. Foto: Thomas Frey

Neu-Isenburg (dpa) – Julian Nagelsmann ist mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016» ausgezeichnet worden. Der Chefcoach des Bundesligisten 1899 Hoffenheim ist der achte Trainer, der diese Auszeichnung vom Deutschen Fußball-Bund bei einem Festakt in Neu-Isenburg erhalten hat.

Nagelsmann ist seit Februar 2016 Trainer der Hoffenheimer. Zu dem Zeitpunkt war er 28 Jahre alt und damit der jüngste hauptamtliche Cheftrainer der Bundesligageschichte. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski. Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen eines Trainers in der Nachwuchsarbeit.

Mit dem Preis für das Lebenswerk zeichnete der DFB als ersten Frauenfußball-Trainer Bernd Schröder aus, der mit Turbine Potsdam in mehr als vier Jahrzehnten große Erfolge feierte. 2016 hatte Ottmar Hitzfeld den Ehrenpreis verliehen bekommen.

«Diese Auszeichnung kommt für mich sehr überraschend und ist eine große Ehre für mich», sagte Nagelsmann. Es gebe so viele Kollegen, die seit Jahren auf höchstem Niveau einen grandiosen Job machten und die eine solche Wertschätzung ebenso verdient hätten. «Dass mir als Rookie nun eine solche Ehre zuteil wird, macht mich fast sprachlos, und das bin ich selten.»

In einer Videobotschaft beglückwünschte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp seinen jungen Trainer zur Auszeichnung und wünschte sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf unbestimmte Zeit. «Ich würde gern, wenn er lebenslang in Hoffenheim bleiben würde», sagte Hopp. Zugleich relativierte er diesen Wunsch: «Ich kann mit aber auch vorstellen, dass er eines Tages ein großer Trainer eines großen Vereins wird.»

Der 74-Jährige Schröder hatte mit dem Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam Geschichte im Frauenfußball geschrieben. Sechsmal wurde er mit dem Club deutscher Meister. Höhepunkt seines rund 45 Jahre langen Schaffens bei Turbine war 2010 der Triumph in der Champions League sowie die Gewinne des UEFA-Cups 2005 und 2010. «Ich habe 23 Auszeichnungen für mein ehrenamtliche Tätigkeit bekommen, doch der Trainerpreis ist eine ganz besonderer», sagte Schröder.

Frankfurt hakt Europacup erstmal ab

Für Fußball-Ästheten war das 0:0 zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV nichts. Schönspielerei schert die Clubs zurzeit ohnehin nicht. Die Punkteteilung half aber keinem: Frankfurt rutschte vom Europacuprang, der HSV entfernte sich von der Nicht-Abstiegszone .

Frankfurt hakt Europacup erstmal ab
Eintracht-Trainer Niko Kovac ist froh, die Niederlagen-Serie beendet zu haben. Foto: Hasan Bratic

Frankfurt/Main (dpa) – Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac zeigte einmal mehr, dass er ein ehrlicher Kerl ist. «Niko hat den zweiten Fairness-Preis verdient», meinte Kollege Markus Gisdol vom Hamburger SV nach dem 0:0 im Samstag-Abendspiel der Fußball-Bundesliga anerkennend.

Kovac, wenige Tage zuvor mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports ausgezeichnet, hatte zugegeben, dass dem HSV zu Unrecht in der 61. Minute ein Elfmeter verweigert wurde.

Frankfurts David Abraham foulte Filip Kostic, doch Referee Benjamin Cortus ließ weiterspielen. «David hat den Ball nicht berührt. Wenn der Schiedsrichter gepfiffen hätte, wäre das ein Elfmeter», gab Kovac zu. Da die Gastgeber drei Großchancen durch Branimir Hrgota (29.), Ante Rebic (51.) und Michael Hector (73.) vergaben, konnte sich niemand über das Remis, das keinem der beiden Clubs half, beschweren.

Der Eintracht-Chefcoach war zumindest froh, die Niederlagenserie von zuvor fünf verlorenen Partien beendet zu haben. «Wir haben gewusst, jede Serie geht zu Ende. Der Punkt wird uns Selbstvertrauen geben», meinte Kovac. Nach der langen Durststrecke reichte das Remis nicht, um sich auf dem sechsten Europacupplatz zu halten.

«Ich bin ganz ehrlich: Das nach vorne Schauen interessiert mich nicht», sagte Kovac. «Wir müssen zusehen, die ominösen 40, 41 Punkte zu holen. Denn die Clubs von hinten schieben ganz schön.» Neun Zähler trennen die Hessen (36) nur noch vom Tabellen-16. aus der Hansestadt (27). Den Traum vom Europacup wollte Kovac aber nicht völlig zerstören: «Wenn der Klassenerhalt geschafft ist, werden wir in den letzten Spielen versuchen, in die andere Richtung zu sehen.»

Positiv nach vorne schauen kann Eintracht-Profi Marco Russ, der neun Monate nach seiner Krebserkrankung erstmals in der Startelf stand. «Für das erste Mal von Anfang an bin ich zufrieden. Das zeigt, dass man solche Krankheiten hinter sich lassen kann», sagte Russ. Von Coach Kovac erhielt er die Bestnote: «Ich würde ihm eine Eins geben.»

Ein gutes Zeugnis kann man zwar auch dem HSV nach dem starken Lauf mit 14 Punkten aus zuletzt sieben Spielen ausstellen. Nach vorne gebracht hat es ihn nicht: Denn der Abstand der Hamburger auf die Nicht-Abstiegszone vergrößerte sich auf zwei Punkte, weil auch die Konkurrenz aus Wolfsburg, Bremen und Augsburg punktete.

«Wir müssen damit leben, bis zum letzten Spiel eine große Anspannung zu haben», sagte der HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der bei der ersten Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, wo er in gleicher Funktion zwölf Jahre tätig war, ziemlich zitterte: «Ich habe 90 Minuten in Angst gelebt, dass noch etwas schief geht.»

Optimistisch, dem Abstieg zu entgehen, stimmt ihn das Restprogramm. «Wir haben mehr Heim- als Auswärtsspiele und spielen nicht mehr gegen Dortmund und Bayern», meinte Bruchhagen. Eher unwirsch reagierte HSV-Torwart René Adler auf die Frage, ob der Punktgewinn nicht zu wenig sei im Kampf um den Klassenverbleib. «Am 25., 26. oder 27. Spieltag habe ich noch keine Mannschaft gesehen, die abgestiegen ist», antwortete er. «Wir werden hinten heraus die Klasse erhalten.»

HSV-Chef Bruchhagen: Richtungsweisendes Spiel in Frankfurt

Der Hamburger SV gastiert bei Eintracht Frankfurt und will seine Punktausbeute erhöhen. Denn die erstarkte Mannschaft will so schnell wie möglich den Relegationsplatz verlassen.

HSV-Chef Bruchhagen: Richtungsweisendes Spiel in Frankfurt
Heribert Bruchhagen trifft mit dem HSV auf seinen Ex-Klub Eintracht Frankfurt. Foto: Axel Heimken

Hamburg (dpa/lno) – Der Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga ist eng wie nie. Der Hamburger SV will als Tabellen-16. am Samstag (18.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt punkten und hofft auf Ausrutscher der Konkurrenz.

Werder Bremen und der VfL Wolfsburg haben ebenso wie die Hamburger 26 Punkte auf dem Konto. Falls die Konkurrenten am Wochenende patzen, könnte der HSV mit mindestens einem Teilerfolg in Frankfurt den ungeliebten Relegationsplatz verlassen.

Die Hamburger haben in den vergangenen sechs Spielen 13 Punkte geholt und mit Ausnahme der 0:8-Klatsche beim FC Bayern München einen klaren Aufwärtstrend nachgewiesen. Dagegen verloren die Hessen ihre jüngsten fünf Partien. «Ich warne davor, Eintracht Frankfurt nur an den letzten Ergebnissen zu messen. Wenn es uns gelingt, dort etwas mitzunehmen, wäre es eine großartige Sache», sagte HSV-Trainer Markus Gisdol.

Der Coach kann wieder auf Mittelfeldspieler Nicolai Müller zurückgreifen. Der Top-Scorer des HSV hat seine Erkältung überwunden und trainierte in den vergangenen Tagen mit der Mannschaft. Ob er zur Startelf gehören wird, wollte Gisdol nicht verraten. Innenverteidiger Mergim Mavraj muss nach seiner Verletzung noch pausieren. Ihn wird vermutlich erneut Gideon Jung ersetzen.

An seine alte Wirkungsstätte zurück kehrt Heribert Bruchhagen. Der HSV-Vorstandschef war gut zwölf Jahre Vereinsboss in Frankfurt. Tipps über die Stärken der Eintracht müsse er Gisdol nicht geben, meinte er. Das habe der HSV-Coach schließlich schon selbst analysiert. «Auf jeden Fall ist es für beide ein richtungsweisendes Spiel», sagte er. Begleitet wird der HSV nach Frankfurt von rund 5000 Fans.

Eintracht-Trainer Kovac mit Fair-Play-Preis geehrt

Wiesbaden (dpa) – Niko Kovac ist mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports 2016 geehrt worden. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt erhielt die Auszeichnung im Rahmen eines Festakts des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Wiesbaden.

Eintracht-Trainer Kovac mit Fair-Play-Preis geehrt
Niko Kovac ist mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports 2016 geehrt worden. Foto: Andreas Gebert

Wiesbaden (dpa) – Niko Kovac ist mit dem Fair-Play-Preis des Deutschen Sports 2016 geehrt worden. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt erhielt die Auszeichnung im Rahmen eines Festakts des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Wiesbaden.

«Das ist ein schönes Gefühl. Es kommt nicht jeder in den Genuss, von so einer hohen Instanz geehrt zu werden. Aber diese Auszeichnung ist zugleich auch ein Ansporn und eine Verpflichtung: Man muss den Fair-Play-Charakter noch mehr mit Leben füllen», sagte Kovac.

Der 45-Jährige hatte nach dem Sieg der Frankfurter im Bundesliga-Relegationsrückspiel beim 1. FC Nürnberg im Mai 2016 zuerst die enttäuschten «Club»-Spieler getröstet. «Die ehrliche Empathie für den sportlichen Gegner gerade im Angesicht des eigenen, wichtigen Sieges, ist beispielhaft für faires Verhalten im Sport», begründete die Jury die Preisvergabe. «Diese an sich subtile Geste steht für eine grundlegende Haltung der Fairness, die im Sport durch Aktive und Trainer vermittelt werden sollte.»Spring Breakers (2013)

Darmstadt 98 muss 44 000 Euro Strafe zahlen

Frankfurt/Main (dpa) – Bundesligist SV Darmstadt 98 muss wegen Verfehlungen seiner Fans eine Geldstrafe von 44 000 Euro zahlen.

Darmstadt 98 muss 44 000 Euro Strafe zahlen
Fans von Darmstadt 98 brennen in Frankfurt Feuerwerk ab. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) – Bundesligist SV Darmstadt 98 muss wegen Verfehlungen seiner Fans eine Geldstrafe von 44 000 Euro zahlen.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ahndete mit dem Urteil Vorkommnisse bei den beiden zurückliegenden Partien des Tabellenletzten gegen den hessischen Rivalen Eintracht Frankfurt und drohte bei erneuten gravierenden Vorfällen einen Zuschauerteilausschluss an.

Sowohl im Heimspiel am 10. September 2016 als auch auswärts am 5. Februar hatten Darmstädter Anhänger Pyrotechnik gezündet und Gegenstände geworfen. Insbesondere sanktionierte der DFB das Abschießen von Leuchtraketen in Richtung des Frankfurter Gästeblocks rund um das Spiel im September. Die Ermittlungen zur Erfassung der Täter, die der Verein in Regress nehmen will, dauern noch an.

Hradecky erwägt Abschied von Eintracht Frankfurt

Frankfurt/Main (dpa) – Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss um die angestrebte Vertragsverlängerung mit seinem Torwart Lukas Hradecky bangen.

Hradecky erwägt Abschied von Eintracht Frankfurt
Frankfurts Torwart Lukas Hradecky wäre nicht abgeneigt zu wechseln. Foto: Thomas Eisenhuth

Frankfurt/Main (dpa) – Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss um die angestrebte Vertragsverlängerung mit seinem Torwart Lukas Hradecky bangen.

«Wenn ein richtig guter Club kommt, muss ich überlegen», sagte der finnische Nationalkeeper der «Bild»-Zeitung. «Eintracht ist ein Club, der auf einem guten Weg ist – aber ich weiß nicht, ob wir hier jedes Jahr um die europäischen Plätze spielen können.» Genau das ist aber sein Ziel. «Natürlich will ich europäisch spielen. Und es hat die Situation auch nicht einfacher gemacht, dass wir jetzt fünf Spiele verloren haben. Aber ich habe ja immer noch ein Jahr Vertrag», meinte der 27-Jährige.

Hradecky kam 2015 vom dänischen Club Bröndby IF nach Frankfurt. Sein Vertrag mit den Hessen ist noch bis 2018 gültig. Sportvorstand Fredi Bobic betonte am Donnerstag gegenüber mehreren Frankfurter Medien: «Wir haben schon im Frühherbst die ersten größeren Gespräche geführt und werden sie weiterführen. Es ist nichts auf Eis gelegt. Wir wollen mit ihm unbedingt verlängern, das ist doch ganz klar.»