HSV-Profis ins Training zurückgekehrt

Hamburg (dpa) – Die zuletzt angeschlagenen Profis Bobby Wood, Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos sind ins Teamtraining des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zurückgekehrt, gab der HSV bekannt.

HSV-Profis ins Training zurückgekehrt
Trainer Markus Gisdol (M) beim Training mit den HSV-Profis. Foto: Foto: Axel Heimken

Hamburg (dpa) – Die zuletzt angeschlagenen Profis Bobby Wood, Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos sind ins Teamtraining des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zurückgekehrt, gab der HSV bekannt.

US-Stürmer Wood hatte wegen Rückenbeschwerden auf seine Reise zur Nationalmannschaft verzichtet, Mavraj fehlte wegen eines Sehnenanrisses im Knie. Papadopoulos hatte nach einem Trainingszusammenstoß wegen Verletzungen im Gesicht pausiert. Allein Mittelfeldspieler Aaron Hunt verpasste wegen einer Kapselverletzung im Knie aus gesundheitlichen Gründen noch die Einheit der Hanseaten, die am Samstag im Volksparkstadion den 1. FC Köln empfangen.

Djourou kritisiert Gisdol wegen Absetzung als HSV-Kapitän

Hamburg (dpa) – Innenverteidiger Johan Djourou vom Hamburger SV hat seinen Trainer Markus Gisdol kritisiert.

Djourou kritisiert Gisdol wegen Absetzung als HSV-Kapitän
Johan Djourou übt Kritik an seinem Trainer Markus Gisdol. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Innenverteidiger Johan Djourou vom Hamburger SV hat seinen Trainer Markus Gisdol kritisiert.

Der Trainer habe ihn als Kapitän abgesetzt, weil er sich über die von Gisdol geprobte Dreierkette in der Abwehr geäußert habe. Das sei ihm als Kritik am Trainer ausgelegt worden, sagte der Schweizer Profi der «Aargauer Zeitung». «Es war in einer Zeit, in der die Debatten begannen, ob der Trainer weg muss. Es machte den Eindruck, dass der Trainer das Problem an einen anderen Ort zu verschieben versuchte», sagte Djourou.

Der Profi mit ivorischer Herkunft äußerte Unverständnis, dass er kaum eingesetzt werde. «Der Verein hat zwei Innenverteidiger verpflichtet. Deshalb wollte ich im Januar weg. Ich hatte Angebote. Sie sagten dann aber: „Nein, wir brauchen dich. Du bist so wichtig!“ Und dann spiele ich trotzdem nicht», erklärte Djourou.

Auf die Frage, ob er mit dem HSV abgeschlossen habe, meinte der 30-Jährige: «Mal schauen.» Es sei aber etwas Besonderes, für den HSV zu spielen. «Der Druck ist viel höher als anderswo. Es ist meine vierte Saison hier. Ich hatte acht Trainer und drei Sportchefs. Das sagt doch einiges aus, oder?» Djourous Vertrag läuft im Sommer aus.

HSV gewinnt Videobeweis-Testspiel

Hamburg (dpa) – Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat ein Testspiel gegen den den Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst mit 5:0 (2:0) gewonnen. Die Tore im Volksparkstadion erzielten Pierre-Michel Lasogga, Nicolai Müller, Bakerey Jatta, Finn Porath und Luca Waldschmidt.

HSV gewinnt Videobeweis-Testspiel
Schiedsrichter Tobias Stieler leitete das Testspiel zwischen dem HSV und Barmbek-Uhlenhorst. Foto: Marius Becker

Hamburg (dpa) – Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat ein Testspiel gegen den den Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst mit 5:0 (2:0) gewonnen. Die Tore im Volksparkstadion erzielten Pierre-Michel Lasogga, Nicolai Müller, Bakerey Jatta, Finn Porath und Luca Waldschmidt.

Das Testspiel verlief unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Grund war ein Testlauf für die Einführung des Videobeweises in der kommenden Saison. Die Partie wurde von acht Kameras übertragen. Videoassistent Wolfgang Stark in der Beobachtungszentrale in Köln hatte kurz vor Schluss eine Entscheidung von Referee Tobias Stieler korrigiert. Beide waren über Funkkontakt in ständiger Verbindung. Stieler hatte beim vermeintlichen 6:0 durch Lasogga ein Schubsen von Müller nicht gesehen. Nach dem Hinweis aus Köln annullierte der Schiedsrichter das Tor.

«Die Szene war ein perfektes Beispiel dafür, dass der Videobeweis uns Schiedsrichtern helfen kann. Darüber hinaus gab es einzelne Situationen, bei denen ich Rücksprache gehalten habe, aber richtig lag und die somit nicht zu Unterbrechungen geführt haben», sagte Stieler.

Hamburger SV verlängert mit Trainer Gisdol

Der HSV und Trainer Gisdol haben sich auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt. Der Labbadia-Nachfolger soll die Norddeutschen auf Dauer von den Abstiegsrängen führen.

Hamburger SV verlängert mit Trainer Gisdol
Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Trainer Markus Gisdol verlängert. Foto: Christian Charisius

Hamburg (dpa) – Nun ging es doch schneller als erwartet: Der Hamburger SV einigte sich mit Trainer Markus Gisdol auf eine Vertragsverlängerung. Wie der Bundesligist mitteilte, soll der 47 Jahre alte Fußballlehrer bis 2019 die Verantwortung bei den Hanseaten tragen.

Bei seinem Amtsantritt im September vergangenen Jahres hatte Gisdol beim aktuellen Tabellen-16. nur bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben. Der neue Vertrag gilt sowohl für die Bundesliga als auch für die 2. Liga.

«Ich wünsche mir für den HSV Ruhe und Kontinuität und freue mich daher sehr über die Vertragsverlängerung von Markus Gisdol und seinem Team», sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. «Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in der jetzigen bewährten Trainerkonstellation vertrauensvoll weiterarbeiten werden. Wir sind fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg in den nächsten Jahren gemeinsam fortzusetzen», wird Sportdirektor Jens Todt zitiert, der die Verhandlungen führte.

Gisdol betonte: «Es gilt in der aktuellen Lage nach wie vor, fokussiert zu bleiben und alles dem sportlichen Erfolg unterzuordnen – wir haben ein großes Ziel vor Augen. Gleichwohl freue ich mich, dass der Verein auf mich zugekommen ist, auf Stabilität und Kontinuität setzen möchte und dass wir unsere Zusammenarbeit nun auch über diese Saison hinaus fortsetzen werden.»

Er hatte die Mannschaft von Bruno Labbadia übernommen, der nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München am 25. September entlassen worden war. In den ersten sieben Spielen unter dem neuen Coach blieben die Hamburger sieglos, ehe am 13. Spieltag mit dem 2:0 beim SV Darmstadt 98 der erste Saisonerfolg gelang. Gisdol hatte sich zunächst das Teamgefüge angeguckt und dann einiges verändert: So nahm er Johan Djourou die Kapitänsbinde weg und machte Gotoku Sakai zum Spielführer. Zur Trennung kam es mit Innenverteidiger Emir Spahic.

Mit Ausnahme des 0:8-Debakels am 25. Februar bei Bayern München zeigte der HSV fortan bessere Leistungen, kam in der Tabelle aber nicht über einen zwischenzeitlichen 15. Platz hinaus. Derzeit steht das Gisdol-Team auf dem Relegationsrang, hat aber mit 27 Punkten acht Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz (FC Ingolstadt/19) und nur zwei Punkte Rückstand auf Mainz 05 auf Platz 12.

Auch die Verträge mit den Co-Trainern Frank Fröhling und Frank Kaspari, Torwarttrainer Stefan Wächter sowie Athletiktrainer Daniel Müssig wurden um den gleichen Zeitraum verlängert.

Sportdirektor Todt sieht den HSV auf dem richtigen Weg

Hamburg (dpa) – Jens Todt sieht den Hamburger SV auf Kurs Richtung Klassenerhalt: «Es fühlt sich an wie der Weg zur Rettung», sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten.

Sportdirektor Todt sieht den HSV auf dem richtigen Weg
Jens Todt sieht den HSV auf einem guten Weg. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Jens Todt sieht den Hamburger SV auf Kurs Richtung Klassenerhalt: «Es fühlt sich an wie der Weg zur Rettung», sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten.

Allerdings merkte Todt auch an: «Wir sind Fünfter der Rückrundentabelle, aber das spiegelt sich in der großen Tabelle nicht wider.» Mit 27 Punkten stehen die Hanseaten auf Relegationsrang 16 und haben acht Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Der Rückstand auf den Tabellenzwölften Mainz 05 beträgt nur zwei Punkte.

Die Länderspielpause will der Traditionsclub nutzen, um «Kräfte für den Endspurt zu sammeln», formulierte Todt. Ob in der spielfreien Zeit auch die angestrebte Vertragsverlängerung mit Trainer Markus Gisdol unter Dach und Fach gebracht wird, sagte der Sportdirektor nicht. «Wir sind seit geraumer Zeit in Gesprächen, aber wir geben keine Wasserstandsmeldungen ab.» Beide Seiten seien sich einig, den am Saisonende auslaufenden Kontrakt verlängern zu wollen. Todt meinte: «Es gibt dabei aber immer sehr viele Details zu klären.»

HSV-Regisseur Hunt zieht sich Knieverletzung zu

Hamburg (dpa) – Neben Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist auch Aaron Hunt verletzt. Der Mittelfeldspieler zog sich wie sein Teamkollege beim 0:0 bei Eintracht Frankfurt eine Kapselverletzung im Knie zu und befindet sich in medizinischer Behandlung.

HSV-Regisseur Hunt zieht sich Knieverletzung zu
Aaron Hunt hat Probleme mit dem Knie. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Neben Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist auch Aaron Hunt verletzt. Der Mittelfeldspieler zog sich wie sein Teamkollege beim 0:0 bei Eintracht Frankfurt eine Kapselverletzung im Knie zu und befindet sich in medizinischer Behandlung.

Wood leidet an akuten Schmerzen im Bereich des unteren Rückens und wird ebenfalls von der medizinischen Abteilung intensiv behandelt. Der Nationalspieler musste deshalb auch die Länderspielreise mit dem US-Team absagen. Bei ihm wird nun von Tag zu Tag geschaut, wann und in welchem Umfang er wieder ins Training einsteigen kann.

HSV will mit Trainer Gisdol verlängern

Hamburg (dpa) – Fußball-Bundesligist Hamburger SV steht kurz vor der Vertragsverlängerung mit Trainer Markus Gisdol.

HSV will mit Trainer Gisdol verlängern
Markus Gisdol soll Trainer beim Hamburger SV bleiben. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Fußball-Bundesligist Hamburger SV steht kurz vor der Vertragsverlängerung mit Trainer Markus Gisdol.

Nach Informationen des «Hamburger Abendblatts» haben sich beide Parteien nach mehreren Gesprächen grundsätzlich geeinigt, nun soll Gisdols Anwalt lediglich noch Detailfragen prüfen. Damit könnte der im Sommer auslaufende Vertrag noch in der Länderspiel-Pause bis zum 30. Juni 2019 verlängert werden.

Vorstandschef Heribert Bruchhagen bestätigte, dass beide Seiten «ligaunabhängig» weiter zusammenarbeiten wollen. Auch Gisdol hatte betont, sein Engagement beim Bundesliga-16. fortsetzen zu wollen. Der 47-Jährige, der Bruno Labbadia Ende September abgelöst hatte, weilt derzeit bei der Trainertagung der Liga in Mainz.

Noch Geduld müssen dagegen Profis wie René Adler haben. Erst, wenn die Klassenzugehörigkeit geklärt ist, will Sportdirektor Jens Todt mit den Spielern sprechen. Die gut dotierten Arbeitspapiere des formstarken Torhüters sollen zu sparsameren Konditionen verlängert werden. Bruchhagen hatte versichert, nach der Sicherung des vorrangigen Zieles Klassenverbleib den Etat von mehr als 50 Millionen Euro in der kommenden Saison herunterfahren zu wollen.

Rücken: HSV-Stürmer Wood verzichtet auf USA-Länderspiele

Hamburg (dpa) – Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV verzichtet auf seine Länderspiel-Reise mit den USA.

Rücken: HSV-Stürmer Wood verzichtet auf USA-Länderspiele
Hamburgs Bobby Wood sagte für die Länderspiele der USA ab. Foto: Axel Heimken

Hamburg (dpa) – Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV verzichtet auf seine Länderspiel-Reise mit den USA.

Der amerikanische Nationalspieler klagte nach dem Punktspiel am Samstag bei Eintracht Frankfurt (0:0) über Rückenprobleme und sagte seine Teilnahme an den Länderspielen am Freitag gegen Honduras und am 28. März in Panama daher vorsichtshalber ab. Eine genaue Untersuchung stehe in den kommenden Tagen an, bestätigte der HSV am Sonntagabend.

HSV-Chef Bruchhagen: Erst Klassenverbleib, dann Finanzen

Hamburg (dpa) – Für Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat der Verbleib des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga Priorität, auf Sicht will er aber die wirtschaftliche Sanierung des Traditionsclubs vorantreiben.

HSV-Chef Bruchhagen: Erst Klassenverbleib, dann Finanzen
Heribert Bruchhagen, der Vorstandschef des Hamburger SV. Foto: Hasan Bratic

Hamburg (dpa) – Für Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat der Verbleib des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga Priorität, auf Sicht will er aber die wirtschaftliche Sanierung des Traditionsclubs vorantreiben.

«Wir sind im Lizenzspieleretat Siebter und tabellarisch 16., das ist Fakt. Das müssen wir in die Waage bringen», sagte der ehemalige Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) und heutige HSV-Clubchef in der Sport1-Sendung «Doppelpass». «Erst mal bin ich aber voll fokussiert auf den Klassenverbleib.»

Gelingt die sportliche Rettung, will er im Sommer damit beginnen, das Ungleichgewicht im Kader zwischen Kosten und Leistung in den Griff zu bekommen. «Es gibt zwei Möglichkeiten: Wir steigern die Einnahmen oder wir sparen und schauen auf die Gehaltsstruktur», betonte Bruchhagen. Er hatte am 14. Dezember 2016 Jahres seinen glücklosen Vorgänger Dietmar Beiersdorfer an der Spitze des Liga-Dinos abgelöst.

Dass der HSV mit Hilfe von Gönner und Anteilseigner Klaus-Michael Kühne im Winter noch teure Akteure wie den Brasilianer Walace (9 Millionen Euro Ablöse), Mergim Mavraj (1,8) und Kyriakos Papadopoulos (500 000 Euro Leihgebühr) geholt habe, verteidigte der 68-Jährige. Da der Kader im Defensivbereich schlecht aufgestellt gewesen sei, habe man nachgebessert. «Der Klassenverbleib steht turmhoch über allem.»

Dass er zu seiner Frankfurter Zeit Geldgeber von außen wie Kühne attackiert habe, relativierte Bruchhagen. «Ich habe immer gesagt, dass Herr Kühne eine Glücksfall für den HSV ist. Für einen Verein im Konkurrenzkampf wie Eintracht Frankfurt war das natürlich nicht so gut.»

Lienen kritisiert Trainer-Debatte in Hannover scharf

Das 0:0 des FC St. Pauli im Nordderby gegen Hannover 96 rückte in den Hintergrund. St. Paulis Coach echauffierte sich über die anhaltende Trainer-Debatte beim Aufstiegskandidaten 96. Das sei «skandalös» und «lächerlich», meinte der Trainer-Routinier.

Lienen kritisiert Trainer-Debatte in Hannover scharfLienen kritisiert Trainer-Debatte in Hannover scharf
Der Stuhl von Hannovers Trainer Daniel Stendel wackelt. Foto: Axel Heimken
Pauli-Trainer Ewald Lienen: «Die Probleme, die die in Hannover haben, hätte ich auch gerne.» Foto: Tobias Hase

Hamburg (dpa) – «Skandalös, lächerlich!» Mit scharfen Worten und harscher Kritik hat Trainer Ewald Lienen vom FC St. Pauli auf die anhaltende Debatte um seinen Kollegen Daniel Stendel beim Ligarivalen Hannover 96 reagiert.

«Dass in so einer Tabellensituation der Trainer überhaupt infrage gestellt wird, ist skandalös», echauffierte sich der 63 Jahre alte frühere Profi nach dem 0:0 des Kiezclubs gegen den Tabellenvierten der 2. Fußball-Liga.

96-Sportchef Horst Heldt hatte die Zukunft des vertraglich noch bis 2018 gebundenen Fußball-Lehrers Stendel nach der Nullnummer am Millerntor offen gelassen. Und das, obwohl Hannover nach 25 Spieltagen nur drei Punkte hinter Spitzenreiter VfB Stuttgart liegt. Allerdings rutschte 96 mit 46 Punkte vom Relegationsplatz hinter den Nordrivalen Eintracht Braunschweig (47) ab. Zudem lassen die spielerischen Leistungen seit Wochen zu Wünschen übrig.

Clubchef Martin Kind wird zunehmend nervöser. Der Unternehmer hatte die Rückkehr in die Bundesliga gefordert und Stendel in die Pflicht genommen. «Er muss sich nun beweisen. Die Leistungen reichen nicht aus, das muss deutlich besser werden.» Der bisherige Sportchef Martin Bader musste bereits gehen. Sein Nachfolger Heldt soll nun über Stendels Zukunft entscheiden.

Lienen hatte schon vor dem Spiel «überhaupt kein Verständnis» für die Unruhe beim Gegner aufgebracht. «Die Probleme, die die in Hannover haben, hätte ich auch gerne. Personell ist das eine der bestbesetzten Mannschaften der Liga.» Dass Stendels Job auf der Kippe stehe, nannte er einen Witz, es gehöre aber wohl zum Geschäft: «Ich bin mit anderen Trainern immer solidarisch. Aber als Trainer weiß man, dass man immer in Gefahr ist. Das ist bei mir nicht anders.»

Stendel bleibt aber ein Trainer auf Abruf. Heldt vermied erneut ein klares Bekenntnis zum Coach, ließ dessen Zukunft offen. «Ich sage da jetzt erst einmal gar nichts dazu. Ich werde mich mit Martin Kind austauschen, das mache ich immer so, werde die Eindrücke sammeln – und dann werden wir sehen», sagte Heldt.

Der 42 Jahre alte Stendel, der im April beim damaligen Bundesligisten Interimscoach für den entlassenen Thomas Schaaf und 22 Tage später zum 96-Cheftrainer befördert wurde, reagierte genervt. «Keine Ahnung», meinte er zu der Frage, wie es mit ihm weitergehe. «Da müssen Sie jemand anders fragen.»

Heldt will nichts überstürzen, sondern erst einmal die Eindrücke verarbeiten. «Wir haben 14 Tage Zeit bis zum nächsten Spiel», sagte er angesichts der Punktspielpause. Dann allerdings kreuzt Mitkonkurrent Union Berlin an der Leine auf.