Fürth zieht Option und verlängert Vertrag von Gjasula

Fürth (dpa) – Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat den im Sommer auslaufenden Vertrag von Spielmacher Jurgen Gjasula um ein Jahr bis 2018 verlängert.

Fürth zieht Option und verlängert Vertrag von Gjasula
Die SpVgg Greuther Fürth hat den Vertrag mit Jürgen Gjasula bis 2018 verlägnert. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat den im Sommer auslaufenden Vertrag von Spielmacher Jurgen Gjasula um ein Jahr bis 2018 verlängert.

Wie die Franken bekanntgaben, wurde eine vereinsseitige Option gezogen. Der Albaner ist in Fürth Leistungsträger, fehlt wegen eines Achillessehnenrisses aber bereits seit Anfang Oktober. In der Saison bestritt er erst drei Spiele.

«Wir haben im Herbst gesehen, wie wichtig Jurgen für unser Team ist und wie sehr er uns gefehlt hat. Er hat sich voller Disziplin und mit großem Einsatz durch die Reha gekämpft und steht uns nun wieder zur Verfügung», sagte Sportchef Ramazan Yildirim.

Zweitligist Fürth verlängert Vertrag mit Sontheimer

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat Nachwuchsprofi Patrick Sontheimer bis 2020 an sich gebunden. Der 18-Jährige erhielt einen entsprechenden Vertrag, den der Fußball-Zweitligist per Option um eine weitere Saison verlängern kann.

Zweitligist Fürth verlängert Vertrag mit Sontheimer
Patrick Sontheimer verlängerte in Fürth seinen Vertrag. Foto: Uwe Anspach

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat Nachwuchsprofi Patrick Sontheimer bis 2020 an sich gebunden. Der 18-Jährige erhielt einen entsprechenden Vertrag, den der Fußball-Zweitligist per Option um eine weitere Saison verlängern kann.

Der Mittelfeldspieler kam im Januar erstmals bei den Profis zum Einsatz und stand danach noch viermal in der Liga und einmal im Pokal auf dem Platz. «Patrick ist ein Vorbild an Einsatz und Engagement und hat direkt gute Leistungen bei den Profis gezeigt», sagte Sportdirektor Ramazan Yildirim. Erstmals ist Sontheimer für die U19-Nationalmannschafft nominiert.

Zweitligist Fürth verlängert mit Ersatzkeepern

Fürth (dpa) – Der Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat die bis zum Ende der nächsten Saison laufenden Verträge der Torhüter Sascha Burchert und Marius Funk vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert.

Zweitligist Fürth verlängert mit Ersatzkeepern
Sascha Burchert verlängerte seinen Vertrag in Fürth. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Der Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat die bis zum Ende der nächsten Saison laufenden Verträge der Torhüter Sascha Burchert und Marius Funk vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2020 verlängert.

Die beiden Keeper waren in der vergangenen Sommerpause nach Fürth gekommen, sind dort aber nur Ersatz hinter dem Ungarn Balazs Megyeri. Während der 27 Jahre alte Burchert nach seinem Wechsel von Hertha BSC zumindest ein Ligaspiel und drei Partien im DFB-Pokal bestreiten durfte, kam der ehemalige Stuttgarter Funk nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Der 21-Jährige fehlt aktuell wegen den Folgen eines Kreuzbandrisses.

VfB Stuttgart patzt durch 0:1 in Fürth

Fürth (dpa) – Der VfB Stuttgart hat im Aufstiegsrennen der 2. Liga wieder gepatzt und droht seinen Spitzenplatz am 25. Spieltag zu verlieren. Der schwäbische Fußball-Traditionsclub verlor mit 0:1 (0:1) bei der SpVgg Greuther Fürth.

VfB Stuttgart patzt durch 0:1 in Fürth
Fürths Marcel Franke (l) und Stuttgarts Simon Terodde steigen zum Kopfball hoch. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Der VfB Stuttgart hat im Aufstiegsrennen der 2. Liga wieder gepatzt und droht seinen Spitzenplatz am 25. Spieltag zu verlieren. Der schwäbische Fußball-Traditionsclub verlor mit 0:1 (0:1) bei der SpVgg Greuther Fürth.

Veton Berisha war in der neunten Minute per Weitschuss der entscheidende Treffer gelungen. Die Stuttgarter kassierten die erste Niederlage in der Rückrunde und blieben nach zuletzt zwei Unentschieden zum dritten Mal nacheinander ohne Sieg. Wenn Union Berlin im Montagsspiel gegen Nürnberg gewinnt, rutscht der VfB in der Tabelle auf Platz zwei. Fürth indes kletterte auf Position sechs und ist seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen.

Auch Hannover 96 hat im Kampf um den Aufstieg einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach einer über weite Strecken wenig überzeugenden Leistung mussten die Niedersachsen mit einem 0:0 beim FC St. Pauli zufrieden sein und fielen auf den vierten Tabellenplatz zurück. Vor 29 546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion war St. Pauli lange dem Siegtor näher, doch Aziz Bouhaddouz (57.) traf bei der besten Chance nur den Innenpfosten. In der Schlussphase scheiterte Waldemar Anton (82.) am Pfosten für die 96er, deren Trainer Daniel Stendel trotz des Teilerfolgs wohl weiter um seinen Posten bangen muss.

Hannovers Sportchef Horst Heldt ließ die Zukunft von Trainer Daniel Stendel offen. «Wir müssen jetzt erst einmal die Eindrücke verarbeiten. Wir werden uns sammeln, sortieren und dann schauen, wie wir uns zum nächsten Punktspiel nach der Länderspielpause aufstellen», sagte Heldt im Hamburger Millerntor-Stadion. Clubchef Martin Kind, der die Reise in die Hansestadt nicht mit angetreten hatte, will Heldt die Entscheidung überlassen, ob der in die Kritik geratene Stendel im Amt bleibt.

«Wir haben jetzt 14 Tage Zeit bis zum nächsten Spiel», sagte Heldt angesichts der wegen diversen Länder- und WM-Qualifikationsspielen  anstehenden Punktspielpause.

Greuther Fürth löst Vertrag mit Stürmer Vukusic auf

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat sich von Stürmer Ante Vukusic getrennt. Der Vertrag des Kroaten wurde aufgelöst, wie der Zweitligist bekanntgab.

Greuther Fürth löst Vertrag mit Stürmer Vukusic auf
Fürth trennt sich von Ante Vukusic. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat sich von Stürmer Ante Vukusic getrennt. Der Vertrag des Kroaten wurde aufgelöst, wie der Zweitligist bekanntgab.

Die Fürther hatten den damals vereinslosen Vukusic im Januar 2016 verpflichtet, sein Kontrakt bei den Franken lief eigentlich noch bis Ende Juni 2018. In dieser Saison kam er zu sieben Liga-Einsätzen, blieb aber ohne Tor. Zuletzt spielte er im Team von Coach Janos Radoki keine Rolle mehr.

Fürths Trainer Radoki muss pausieren

Fürth (dpa) – Janos Radoki, Trainer des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, muss eine Zwangspause einlegen.

Fürths Trainer Radoki muss pausieren
Fürths Trainer Janos Radoki hat sich einen bakteriellen Infekt zugezogen. Foto: Nicolas Armer

Fürth (dpa) – Janos Radoki, Trainer des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, muss eine Zwangspause einlegen.

Der Coach der Franken wurde bei den Trainingseinheiten am Mittwoch und Donnerstag wegen eines bakteriellen Infekts von Co-Trainer Mirko Dickhaut vertreten. Auch am Freitag soll sich der 45-Jährige nach Clubangaben schonen. Ob Radoki am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen dabei sein kann, ist offen.

Aufgeweckte Gladbacher peilen Pokalfinale an

Bei Borussia Mönchengladbach steht wieder eine funktionstüchtige «Einheit» auf dem Platz. Der souveräne Pokalsieg in Fürth passt zum positiven Trend. Neu-Coach Hecking warnt dennoch vor Gefahren.

Aufgeweckte Gladbacher peilen Pokalfinale an
Die Spieler von Borussia Mönchengladbach feiern Thorgan Hazard (r) der per Strafstoß den Treffer zum 2:0-Sieg gegen Fürth erzielte. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Von Weltmeister Christoph Kramer kam eine klare Ansage. «Es sind noch zwei Spiele bis Berlin, da ist Träumen erlaubt», sagte der Fußball-Nationalspieler nach dem ungefährdeten Einzug von Borussia Mönchengladbach ins DFB-Pokal-Viertelfinale.

Das 2:0 beim Zweitligisten Greuther Fürth fügte sich wunderbar in den Aufwärtstrend des Bundesligisten nach dem Trainerwechsel von André Schubert zu Dieter Hecking. Das Ziel Berlin sei nicht nur ein Traum, erklärte Abwehrhüne Jannik Vestergaard: «Das ist realistisch!»

Vom neuen Chef gab es in der kalten Fürther Nacht ebenfalls eine klare Ansage. «Jedes Erfolgserlebnis ist wichtig, aber wir dürfen keinen Deut nachlassen», sagte Hecking. Der 52-Jährige lenkte den Blick sofort wieder auf die Bundesliga. Am 11. Februar steht für den Tabellenelften ein weiteres richtungweisendes Auswärtsspiel beim akut gefährdeten SV Werder Bremen an. «Wir dürfen keine Luft dranlassen. Die Situation ist nach wie vor gefährlich», mahnte Hecking.

Doch die Form- und Erfolgskurve der Fohlen zeigt steil nach oben. Das offenbarte sich auch auf der Fürther Stadionbaustelle, selbst wenn der Gegner keinen höheren Maßstab darstellte. Aber wie die Gäste die Aufgabe lösten, mit Konzentration, Spielfreude und Effektivität, war überzeugend. «Wir haben richtig Feuer und Zug in unseren Aktionen, das das hat man vor allem in der ersten Hälfte gesehen» sagte Kramer.

Das frühe 1:0 von Oscar Wendt gab Sicherheit, der Elfmeter des zum «Man of the Match» gewählten Angreifers Thorgan Hazard beseitigte noch vor der Pause die letzten Zweifel am Weiterkommen. Zumal zwischendurch der Fürther Adam Pinter nach einem groben Foulspiel an Kramer vom Platz geflogen war. «Die Rote Karte war für uns der Killer», kommentierte Fürths Trainer Janos Radoki. «Meine Mannschaft hat danach alles reingeworfen, aber das war Sisyphos-Arbeit.»

Gladbach ist wieder da. «Dieter Hecking hat uns wachgemacht. Er weiß genau, was er will. Er hat Feuer reingebracht und uns Selbstvertrauen gegeben», berichtete Torschütze Wendt. In Fürth stand eine «Einheit» auf dem Rasen, wie Vestergaard hervorhob. «Wir stehen sehr kompakt und arbeiten alle gemeinsam gegen den Ball. Zudem laufen wir sehr viel. Durch die positiven Resultate gewinnen wir mehr und mehr an Sicherheit», benannte der Abwehrspieler die Fortschritte.

In drei der vier Spiele unter Hecking stand hinten die Null. Auch das Angriffsspiel funktioniert wieder besser. «An diesen Trend wollen wir anknüpfen», sagte Hazard mit Blick auf das Bremen-Spiel, für das Hecking auch wieder mit dem in Fürth wegen Oberschenkelproblemen fehlenden Angreifer Raffael plant: «Ich glaube, dass er spielen kann.» Den letzten von drei Pokalsiegen feierte Gladbach übrigens vor 22 Jahren mit Anführer Stefan Effenberg. «Jetzt sind es nur noch zwei Schritte bis nach Berlin», bemerkte Hazard. Träumen ist erlaubt.

Mönchengladbach weiter im Aufwind

Bei Borussia Mönchengladbach ist mit Trainer Dieter Hecking der Erfolg zurückgekehrt. Die Pokal-Hürde in Fürth überspringt die Elf vom Niederrhein souverän und zeigt dabei ihre fußballerische Klasse. Es ist bereits der dritte Sieg nach der Winterpause.

Mönchengladbach weiter im Aufwind
Thorgan Hazard (2.v.r.) feiert mit seinen Gladbacher Teamkollegen seinen Treffer zum 2:0. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) – Borussia Mönchengladbach hat seinen bemerkenswerten Aufschwung unter dem neuen Trainer Dieter Hecking auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der Fußball-Bundesligist löste seine Achtelfinal-Aufgabe beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit einem souverän herausgespielten 2:0 (2:0).

Damit ist die Borussia nur noch zwei Schritte vom Cupfinale in Berlin entfernt. Den letzten von drei Pokalsiegen hatte die Fohlen-Elf 1995 mit Anführer Stefan Effenberg geholt.

Nach dem frühen Führungstor von Oscar Wendt (12. Minute) profitierten die überlegenen Gäste vor 12 336 Zuschauern noch von einem Platzverweis für den Fürther Adam Pinter (18.). In Überzahl machte der starke Thorgan Hazard per Foulelfmeter (36.) noch vor der Pause den Gladbacher Viertelfinaleinzug praktisch klar. Damit verbuchten die Borussen in vier Spielen unter Hecking drei Siege und ein Unentschieden.

Auch ohne den am Oberschenkel verletzten Brasilianer Raffael spielten die Gladbacher ihre technische Überlegenheit aus. Die Hecking-Elf agierte in der Fürther Stadion-Baustelle von Beginn an konzentriert und zielstrebig. Der Zweitligist hatte dem kaum etwas entgegen zu setzen. Bereits in der achten Minute hätte Wendt für die Führung sorgen können, als der Schwede den Pfosten traf. Das Tor holte Wendt aber nur vier Minuten später nach. Nach feinem Pass von Fabian Johnson überwand der Außenverteidiger den Fürther Pokal-Torhüter Sascha Burchert aus halblinker Position.

Und es kam noch schlimmer für die Franken: Schon in der 18. Minute sah Pinter wegen groben Foulspiels an Weltmeister Christoph Kramer die Rote Karte. In Unterzahl gestaltete sich das Unterfangen der Gastgeber noch aussichtsloser. Mit feinen Ballstafetten diktierten die Gäste Ball und Gegner nach Belieben. Fast im Minutentakt sprangen gute Tormöglichkeiten heraus. So hätten bereits Hazard (30.), Josip Drmic (30.) und Andreas Christensen (31.) für eine Vorentscheidung sorgen können.

Drmic stand erstmals in dieser Saison in der Startelf der Borussia. Der frühere Nürnberger Torjäger hatte in der laufenden Saison erst 25 Minuten auf dem Platz gestanden. Anpassungsprobleme hatte der Angreifer in einer gut funktionierenden Borussen-Elf aber nicht.

So zeigte sich Gladbachs Trainer Hecking äußerst zufrieden an der Seitenlinie. Erst recht, als Hazard per Foulelfmeter auf 2:0 erhöhte. Der Belgier war zuvor von Niko Gießelmann von den Beinen geholt worden.

Im zweiten Durchgang beschränkte sich die Borussia mit viel Ballbesitz-Fußball auf das Verwalten der Führung. Den Angriffen fehlte nun die letzte Konsequenz. Torchancen sprangen so kaum mehr heraus – mit Ausnahme eines Kopfballes von Drmic (64.). Der lange verletzte Nationalspieler Patrick Herrmann wurde auch noch eingewechselt und bekam bei seinem Aufbauprogramm etwas mehr als 20 Minuten Einsatzzeit. Die Nachlässigkeiten der Gäste wären von den Fürthern aber fast bestraft worden, als Robert Zulj und Sercan Sararer zu einer Doppelchance kamen (69.).

Greuther Fürth verpflichtet van den Bergh

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat den früheren Bundesligaprofi Johannes van den Bergh verpflichtet. Wie der fränkische Fußball-Zweitligist mitteilte, wird der 30 Jahre alte Verteidiger bis zum Saisonende vom spanischen Zweitligisten FC Getafe ausgeliehen.

Greuther Fürth verpflichtet van den Bergh
Der ehemalige Hertha-Profi Johannes van den Bergh wurde von Greuther Fürth ausgeliehen. Foto: Soeren Stache

Fürth (dpa) – Die SpVgg Greuther Fürth hat den früheren Bundesligaprofi Johannes van den Bergh verpflichtet. Wie der fränkische Fußball-Zweitligist mitteilte, wird der 30 Jahre alte Verteidiger bis zum Saisonende vom spanischen Zweitligisten FC Getafe ausgeliehen.

Van den Bergh war erst im Sommer von Hertha BSC nach Spanien gewechselt, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Der Linksfuß absolvierte bislang 86 Erstliga- und 99 Zweitligaspiele in Deutschland.

Pereira will bei 1860 München mehr Qualität sehen

Das Ergebnis stimmte, aber der neue «Löwen»-Coach erwartet mehr vom Fußball. Beim Sieg gegen Fürth sieht Vítor Pereira zu viel «Hin und Her». Zur Verbesserung soll die Einkaufstour des Investors beitragen.

Pereira will bei 1860 München mehr Qualität sehen
Löwen-Trainer Vítor Pereira gewann bei seiner Premiere. Foto: Sven Hoppe

München (dpa) – In strahlender Siegerpose mochte sich Vítor Pereira nicht präsentieren. Im Gegenteil: Nach seiner geglückten Zweitliga-Premiere mit dem TSV 1860 München beim 2:1 (1:1) im Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth überwogen beim neuen «Löwen»-Trainer die kritischen Töne.

«Fußball ist nicht nur das Ergebnis. Ich will mehr Qualität haben. Taktisch und technisch war das sicher kein fantastisches Spiel», resümierte der 48 Jahre alte Portugiese.

Auf Knopfdruck kann eben auch ein international erfahrener Trainer wie Pereira keinen spielerischen Glanz in ein Team zaubern, das er erst vor dem Abstieg bewahren und dann zurück in die Bundesliga führen will. «We go to the top», hatte Pereira selbstbewusst bei seinem Amtsantritt in München angekündigt: Mission Aufstieg 2018!

Immerhin kehrte mit ihm zum Rückrundenauftakt das Glück zum deutschen Meister von 1966 zurück. Nach dem frühen Rückstand durch Serdar Dursun führte ein umstrittener Foulelfmeter von Ivica Olic zum 1:1. Und der eingewechselte Michael Liendl sorgte in der 86. Minute mit dem Siegtor für das Münchner Happy End. Da hatten die «Löwen» doch noch etwas aus ihrer numerischen Überzahl gemacht, in der sie nach der Gelb-Roten Karte des Fürthers Stephen Sama (49.) agierten.

Pereiras dreiwöchige Vorbereitungsarbeit entfaltete nur ansatzweise Wirkung. Das neue 3-4-3-System funktionierte noch bruchstückhaft. Das Spiel war zerfahren und fehlerhaft, nicht strukturiert, wie es sich der ehemalige Meistertrainer des FC Porto vorstellt. «Es war ein Hin und Her: Bellgewinn, Ballverlust. Das war sicher nicht das Spiel, das ich mir vorstelle», stöhnte Pereira. Er lobte immerhin den Willen der Spieler, die seine neue Spielidee noch nicht umsetzen konnten. «Sagen wir so: Wir haben es versucht», bemerkte Kapitän Stefan Aigner.

Der vom jordanischen Investor Hasan Ismaik im Winter einmal mehr neu ausgerichtete und aufgestellte Verein benötigt Geduld. Pereira ist überzeugt, «dass die Leistung mit der Zeit besser wird». Dafür sollen besonders die inzwischen vier Winterneuzugänge Abdoulaye Ba, Amilton, Lumor Agbenyenu und allen voran der bis 2019 verpflichtete Torjäger Christian Gytkjaer sorgen. Der dänische Nationalspieler kommt von Norwegens Serienmeister Rosenborg Trondheim. Der 26-Jährige unterschrieb bis 2019. «Wir brauchen ihre Qualität», sagte Pereira, «aber wir wollen auch die aktuelle Mannschaft besser machen.»

Gegen Fürth froren die neuen Hoffnungsträger noch auf der Tribüne. So musste es einer der altbekannten «Löwen» wie Liendl richten. Der 31 Jahre alte Österreicher konnte sich keinen Startplatz unter Pereira erkämpfen, avancierte aber als Joker zum Matchwinner: «Mein Ding hier bei Sechzig ist, dass es für mich immer auf und ab geht. Ich habe den Anspruch, in der Mannschaft zu spielen, weil ich die Qualität habe.»