Letzter EM-Test für U21: Formcheck gegen Portugal

Mit einem guten Gefühl wollen sich Stefan Kuntz und seine U21-Junioren Richtung EM verabschieden. Der Formcheck gegen Portugal ist das letzte Länderspiel vor dem Turnier im Sommer. Neben dem Europameistertitel lockt die Spieler auch ein anderes Ziel.

Letzter EM-Test für U21: Formcheck gegen Portugal
U21-Trainer Stefan Kuntz strebt mit seinem Team auch gegen Portugal einen Sieg an. Foto: Swen Pförtner

Stuttgart (dpa) – Letzter Test, letzte Experimente – und eine gute Empfehlungschance: Die deutsche U21-Nationalmannschaft will nach dem Sieg gegen England auch den zweiten Formcheck im EM-Jahr erfolgreich gestalten.

82 Tage vor dem Ernstfall bei der Fußball-Europameisterschaft strebt Trainer Stefan Kuntz im Duell zweier Turnierfavoriten nach dem 1:0 gegen die Briten auch am Dienstag in Stuttgart gegen Portugal einen Erfolg an. «Portugal hat eine Qualität, gegen die es sich zu testen lohnt», sagte Kuntz am Abend vor dem Spiel. 

Die WM 2018 mit der A-Nationalmannschaft ist das übergeordnete Ziel aller Kuntz-Kicker. Doch auch in diesem Sommer beim Confed Cup der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw und bei der U21-EM sollen Erfolge her. «Es ist unser Ziel, bei beiden Turnieren ein gutes Gesicht zu zeigen», sagte der gegen England noch geschonte Leon Goretzka. Die Junioren würden sich im Sommer wie 2009 die goldene Generation um die späteren Weltmeister Manuel Neuer, Mesut Özil & Co. gerne wieder zum Europameister krönen.

«Das hängt ein bisschen davon ab, mit welchen Kadern die einzelnen Länder zur EM kommen können», sagte Kuntz zu den Aussichten für das Turnier vom 16. bis 30. Juni in Polen. «Außer uns hat nur Portugal den Confed Cup und wird wahrscheinlich ein paar Jungs nach oben abstellen», erklärte er. Aber es nutze nicht so viel, nach den anderen zu schauen.

Der Test im Stadion des Regionalligisten Stuttgarter Kickers, in dem die Nationalspieler am Montag in der Abendsonne zum Abschlusstraining aufliefen, hat für beide Titelkandidaten besonderen Stellenwert. «Portugal ist immer gut», sagte der Hoffenheimer Nadiem Amiri, Torschütze gegen England. Bei der EM 2015 gab es im Halbfinale ein 0:5-Debakel für das DFB-Team. «Das sind tolle Randgeschichten. Aber das interessiert weder einen Spieler noch einen Trainer», sagte Kuntz. Zumal die Deutschen den Gegner bei Olympia im Viertelfinale mit 4:0 abfertigten.

Nicht mehr dabei sind am Dienstagabend der verletzte Mitchell Weiser (Hertha BSC) und der aus privaten Gründen fehlende Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern). Auch ohne Nachnominierte geht es gegen die Südeuropäer ums Selbstvertrauen, taktische Varianten sollen noch einmal getestet werden. Dazu können sich die Hochbegabten beider Auswahlmannschaften letztmals vor dem Turniersommer in einem Länderspiel für höhere Aufgaben empfehlen.

«Klar will jeder bei der A-Nationalmannschaft dabei sein. Ich würde mich riesig freuen», sagte der Dortmunder Weltmeister Matthias Ginter. «Ich würde mich aber auch freuen, bei der U21 dabei zu sein. Es sind beides große Turniere.» Die Verlockung, im Löw-Team mitspielen zu können, ist immer groß. Die U21 sei «definitiv ein Sprungbrett», betonte der Leipziger Davie Selke.

Beim Nachwuchsturnier im Sommer, das für sein seit 32 Heimspielen ungeschlagenes Team am 18. Juni gegen Tschechien beginnt, braucht er eine schlagkräftige und am besten auch eingespielte Truppe. Nur die drei Gruppensieger und der beste Zweite kommen weiter. «Die Mannschaft muss von Anfang an parat und bereit sein», forderte Kuntz, «und da habe ich ein gutes Gefühl.» Der Test gegen Portugal soll dieses Gefühl verstärken.

FC Bayern rechnet mit baldiger Rückkehr von Costa

München (dpa) – Der FC Bayern München rechnet mit einer schnellen Rückkehr von Offensivspieler Douglas Costa.

FC Bayern rechnet mit baldiger Rückkehr von Costa
Der FC Bayern hofft auf eine schnelle Rückkehr von Douglas Costa. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) – Der FC Bayern München rechnet mit einer schnellen Rückkehr von Offensivspieler Douglas Costa.

«Laut Arzt geht es dem Spieler sehr gut. Er wird Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Deutschen Presse-Agentur. Costa hatte wegen einer Knieverletzung beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach passen müssen.

Costa sagte wegen der Blessur auch für die WM-Qualifikationsspiele der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Uruguay und Paraguay ab. Der 26-Jährige ließ sich stattdessen in München behandeln.

«Eine Operation war und ist überhaupt kein Thema. Es scheint ihm so gut zu gehen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft auch spielen kann. Ich weiß nicht, ob es schon für Augsburg reicht. Aber danach wird er wieder zur Verfügung stehen», sagte Rummenigge.

Am Samstag sind die Bayern Gastgeber für den FC Augsburg. Drei Tage später steht das Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim an.

Sneakers: Fußballstars und ihr Schuh-Tick

Frankfurt/Main (dpa) – Nicht mehr nur Trikots, sondern vor allem Sneakers und Caps: Fußballprofis haben in einer Umfrage des Bundesliga-Magazins ihre nicht ganz billige Sammelleidenschaft für modische Accessoires offenbart.

Sneakers: Fußballstars und ihr Schuh-Tick
Jérôme Boateng steht auf Sneakers. Foto: Jörg Carstensen

Frankfurt/Main (dpa) – Nicht mehr nur Trikots, sondern vor allem Sneakers und Caps: Fußballprofis haben in einer Umfrage des Bundesliga-Magazins ihre nicht ganz billige Sammelleidenschaft für modische Accessoires offenbart.

«Ich hatte einmal um die 650 Paar, aus Platzgründen nach dem Umzug jetzt ein bisschen weniger», sagte Weltmeister Jérôme Boateng vom FC Bayern zu seinen Freizeit-Tretern. «Eigentlich heißt es ja immer: Frauen hätten einen Schuh-Tick und viel mehr Schuhe als Männer. Bei uns daheim ist es umgekehrt.»

Auch Hoffenheims Abwehrspieler Benjamin Hübner («Ich darf gar nicht verraten, wie viele Paare es mittlerweile sind») und Leon Balogun sammeln Sneakers: «Ich habe zwar nicht so viele wie Jérôme Boateng, aber 100 Paar kommen schon zusammen», sagte der Mainzer.

Für Frankfurts US-Nationalspieler Timothy Chandler gilt: «Egal in welcher Stadt oder in welchem Land – ein paar Schuhe zu kaufen ist für mich Pflicht.» Zum Ausgleich sammle er Küchengeräte – «weil ich auch leidenschaftlich gerne koche.»

Der Leipziger Angreifer Yussuf Poulsen sammelt Jogginghosen. «Ich trage sie jeden Tag, andere Hosen habe ich eigentlich gar nicht im Schrank.» Borussia Dortmunds exzentrischer Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang liebt Schuhe und Caps. «Bei Schuhen bin ich schlimmer als (fast) jede Frau. Und Caps gehen auch fast immer, außerdem brauche ich dann mein Frisur nicht zu stylen, was bei mir schon mal länger dauern kann.»

Schalke-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar hat eine etwas andere Leidenschaft: «Ich sammle zusammen mit meiner Frau süße Kinder», sagte der Niederländer. «Vier haben wir schon, mal schauen, wie viele noch dazukommen.»

1. FC Köln: Schumacher sieht gute Chance auf Europa League

Köln (dpa) – Vize-Präsident und Vereins-Ikone Toni Schumacher sieht eine gute Chance für den Bundesligisten 1. FC Köln auf die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren.

1. FC Köln: Schumacher sieht gute Chance auf Europa League
Toni Schumacher ist der Vize-Präsident des 1. FC Köln. Foto: Jonas Güttler

Köln (dpa) – Vize-Präsident und Vereins-Ikone Toni Schumacher sieht eine gute Chance für den Bundesligisten 1. FC Köln auf die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren.

«Ich bin guter Dinge, dass wir den Platz verteidigen können», sagte der frühere Fußball-Nationaltorhüter der «Bild»-Zeitung: «Wenn alle Spieler zurückkommen, ist das möglich.»

Der aktuell sechste Tabellenplatz sei berechtigt: «Wir hatten weder Glück noch Vorteile durch strittige Schirientscheidungen. Wir stehen nicht zufällig auf diesem Tabellenplatz», betonte Schumacher, der die Europa-League-Teilnahme aber nicht als Pflicht erachtet: «Keiner wird das Team steinigen, wenn wir es nicht schaffen sollten.»

Auch in Bezug auf den Verbleib von Leistungsträgern wie Anthony Modeste oder Jonas Hector sieht Schumacher den Verein nicht unter Druck. «Für mich war früher mein Verein entscheidend, nicht der Wettbewerb und nicht das Geld. Die Jungs haben laufende Verträge und fühlen sich wohl», sagte er.

Goretzka: Bekommen einfach die Konstanz nicht rein

Gelsenkirchen (dpa) – Fußballprofi Leon Goretzka hat sich selbstkritisch zum bisherigen Saisonverlauf des Bundesligisten FC Schalke 04 geäußert.

Goretzka: Bekommen einfach die Konstanz nicht rein
Leon Goretzka steht seit 2013 bei Schalke unter Vertrag. Foto: Marius Becker

Gelsenkirchen (dpa) – Fußballprofi Leon Goretzka hat sich selbstkritisch zum bisherigen Saisonverlauf des Bundesligisten FC Schalke 04 geäußert.

«Wir bekommen einfach die Konstanz nicht rein», sagte der 22 Jahre alte U21-Nationalspieler dem «kicker». Es gebe Spiele, in denen Schalke gezeigt habe, dass die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl mit den Topteams mithalten könne oder sogar besser sei. «Aber auch Spiele, in denen wir ganz viele Dinge haben vermissen lassen», ergänzte Goretzka.

Vor allem der «katastrophale Start», wie Goretzka zu den fünf Erstliga-Niederlagen zu Beginn der Spielzeit 2016/17 bemerkte, hat nach seiner Ansicht maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schalker nach 25 Spieltagen mit 33 Punkten lediglich Tabellenrang neun einnehmen: «Du hast das Gefühl, du läufst immer nur hinterher.» Zudem seien dem Weinzierl-Team durch Verletzungen viele Spieler weggebrochen. «Das war bitter.»

Ob er seinen bis 30. Juni 2018 laufenden Vertrag mit den Gelsenkirchenern verlängert, ist laut Goretzka noch offen: «Es sind bislang weder mit Schalke noch mit anderen Clubs Gespräche gelaufen.» Aktuell wolle er sich auf die «schwierige Phase» des Vereins konzentrieren.

Zu seinen Chancen in der A-Nationalmannschaft sagte Goretzka, er sei sehr ehrgeizig: «Und daher ist es mein Ziel, in der A-Nationalmannschaft zu spielen. Aber das wird Jogi Löw entscheiden. Er wird den richtigen Weg für mich finden.»

Griechische Presse feiert Skibbe

Athen (dpa) – Der Erfolg ist zurück, die Erinnerung an die ganz großen Zeiten auch. Nach dem Auswärtsremis beim Gruppenfavoriten Belgien in der WM-Qualifikation feiert die Presse in Griechenland den deutschen Nationaltrainer Michael Skibbe und vergleicht ihn mit Europameister-Coach-Rehhagel.

Griechische Presse feiert Skibbe
Michael Skibbe trainiert die griechische Fußball-Nationalmannschaft. Foto: Alexandros Vlachos

Athen (dpa) – Der Erfolg ist zurück, die Erinnerung an die ganz großen Zeiten auch. Nach dem Auswärtsremis beim Gruppenfavoriten Belgien in der WM-Qualifikation feiert die Presse in Griechenland den deutschen Nationaltrainer Michael Skibbe und vergleicht ihn mit Europameister-Coach-Rehhagel.

«Der „kleine“ Rehhagel hat das Bild der Nationalmannschaft verändert», titelte die Athener Zeitung «Ta Nea» in ihrer Montags-Sportbeilage. Mit Otto Rehhagel war den Griechen 2004 eine Sensation gelungen, als sie in Portugal Europameister wurden.

«Nationales Wachstum», schrieb das Blatt «Goal» am Montag zur Landesauswahl in Anspielung auf die schlimme Wirtschaftslage des Landes. Skibbe sei eine «Rehhagel-Plus-Version», meinte ein Kommentator der Sportzeitung. «Skibbe hat es geschafft…die Griechen dürfen wieder träumen», schrieb die Zeitung «Sportday». Nach der verpassten EM 2016 in Frankreich will Griechenland unbedingt zur WM.

Skibbe hatte das Team im Oktober 2015 übernommen. Damals war die Moral ganz unten. Bei der verpassten Qualifikation für die EM hatten die Griechen – noch unter Skibbes Vorgängern Claudio Ranieri (0:1) und Sergio Markarián (1:2) – sogar zwei demütigende Niederlagen gegen die Färöer hinnehmen müssen.

Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»

Nach dem Sieg in Aserbaidschan ist die WM-Qualifikation nur noch Formsache. Der Bundestrainer denkt schon weiter. Der Aufbauhelfer für Club-Reservisten und Schutzpatron gestresster Vielspieler richtet alles auf eine Mission aus – sogar die DFB-Turniere im Sommer.

Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»Löws Ruckrede: «WM-Titel ist mein Ziel»
Bundestrainer Joachim Löw (M): «Alles auf eine Vision ausgerichtet, das ist die WM 2018.» Foto: Bernd Thissen
Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen souveränen 4:1-Erfolg über Aserbaidschan. Foto: Marius Becker
Andre Schürrle (l.) erzielt aus kurzer Distanz den Führungstreffer. Foto: Marius Becker
Joshua Kimmich (l.) im Duell mit Pavlo Pashayev. Foto: Marius Becker
Aserbaidschans Dimitrij Nazarov (2.v.r.) traf zum zwischenzweitlichen 1:1. Foto: Marius Becker
Mario Gomez (l.) traf per Kopf zum 3:1. Foto: Marius Becker
Alles im Blick: Bundestrainer Joachim Löw (r) und Co-Trainer Thomas Schneider in Baku. Foto: Marius Becker

Baku (dpa) – In einem kahlen Kellerraum schwor Joachim Löw mit einer flammenden Halbzeitansprache nach fünf von zehn Spielen in der WM-Qualifikation alle Kräfte im deutschen Fußball auf eine historische Aufgabe ein.

Nach dem 4:1 in Aserbaidschan erklärte der Bundestrainer den zweiten WM-Triumph nacheinander zu einer Aufgabe, der alles andere untergeordnet werden müsse, vom Confederations Cup bis zur Europameisterschaft der U21-Junioren. «Am Ende», verkündete Löw noch vor dem fünfstündigen Nachtflug aus Baku nach Frankfurt im Tofiq Bahramov Stadion mit energischer Stimme, «ist alles bei uns in der Mission, die wir angehen, auf eine Vision ausgerichtet, das ist die WM 2018. Den WM-Titel zu gewinnen, das ist mein und unser aller Ziel.» Das Feuer im Weltmeistercoach von 2014 lodert wieder.

Als sich nach der Landung der DFB-Chartermaschine um 5.04 Uhr am Montagmorgen auf dem Rhein-Main-Airport die Wege der müden Nationalspieler trennten, konnte der Bundestrainer etliche seiner Asse gleich in die nächste lange Länderspielpause verabschieden.

Extrem belastete Vielspieler wie die noch in der Champions League beschäftigten Weltmeister Toni Kroos, Sami Khedira, Manuel Neuer, Mats Hummels oder Thomas Müller sollen im Sommer lieber lange Urlaub machen, anstatt sich noch zusätzlich zu verausgaben. Alle Aufgaben im Juni, das Testspiel in Dänemark, die Qualifikationspartie gegen San Marino und den Confed-Cup, will Löw mit einem Perspektivteam angehen.

«Jedes Jahr ein Turnier ist nicht so einfach wegzustecken für die Spieler»,
. Confed-Cup-Sieger muss nicht zwingend sein. 2018 sollen die WM-Spezialisten wie Thomas Müller in Topform sein. «Die Spieler sind bei Turnieren sieben, acht Wochen nach der Saison unter höchster Belastung, körperlich, psychisch, emotional», verdeutlichte Löw. Die knifflige Aufgabe des DFB, den Confed-Cup (17. Juni bis 2. Juli) und die U21-EM (16. bis 30. Juni) mit zwei wettbewerbsfähigen Teams zu bestücken, muss hinter dem großen Traum zurückstehen. «Über allem steht die WM 2018», sagte Löw. «Die Frage ist: Welche Spieler sind in der Lage, uns über U21-EM oder Confed-Cup im nächsten Jahr bei der WM zu verstärken?» Löws Antwort wird die personelle Besetzung der beiden Turniere diktieren.

Die aktuellen Leistungsträger der Nationalelf unterstützen den Kurs des Bundestrainers total. Sein persönlicher Trend sei pro Pause im Sommer, sagte Abwehrstammkraft Hummels: «Es ist das Ziel für uns, dass wir bei der WM so schlagkräftig wie möglich sind, denn ich sehe große Chancen, dass wir mit der Truppe wieder sehr weit kommen.»

In der Tat. Bei Halbzeit der Qualifikation führt Deutschland die Gruppe C nach fünf Siegen mit dem Maximum von 15 Punkten vor Nordirland (10) und Tschechien (8) an. «Der Favoritenrolle sind wir bislang absolut gerecht geworden. Ich gehe davon aus, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen», urteilte Thomas Müller, dem gegen Aserbaidschan schon sein fünftes Tor in der Ausscheidung gelang.

Dazu trafen zweimal Schürrle sowie Mario Gomez. Das Gegentor von Dimitij Nazarov vom Zweitligisten Erzgebirge Aue, das nach 678 Minuten den Zu-Null-Rekord der Nationalmannschaft beendete, war der erste zählbare Schönheitsfehler auf dem langen Weg nach Russland.

Löw blickte über die Nachlässigkeiten, die Hummels als «Arroganz» anprangerte, angesichts der Gesamtleistung hinweg. Er bekam wieder mehr Gutes geboten, etwa vom Dortmunder Doppeltorschützen Schürrle und dem Münchner Joshua Kimmich, die in ihren Vereinen gerade kaum spielen dürfen. Der Bundestrainer betätigte sich als Aufbauhelfer.

Von einer «Erlösung» mochte Schürrle nach zwei Toren und einer Torvorlage zwar nicht sprechen. Aber er war Löw doch sehr dankbar. «Natürlich tut das Vertrauen gut, sehr gut. Und ich konnte es auch zurückzahlen. Das war eine gute Woche», resümierte Schürrle. «Wenn ich von der Grundqualität eines Spielers überzeugt bin, werde ich ihm in schwierigen Situationen immer helfen», erklärte Löw.

Ein besonderes Kompliment verteilte er an seine Führungskräfte. Die würden auch in Spielen wie gegen Aserbaidschan vorangehen: «Wenn ich zurückblicke, dann haben wir gegen die vermeintlich Kleinen die letzten acht, neun, zehn Jahre immer klar gewonnen. Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen, die manchmal große Probleme in den Qualifikationen haben.» Löw beeindruckt dieses Auftreten. «Hier ist immer der Zug da», rühmte er Aushilfskapitän Khedira und Co. «Man nimmt nicht nur die WM ernst, sondern auch die Qualifikation», sagte Khedira zum neu entwickelten «Hunger nach Siegen» im Weltmeisterteam. Die Grundlagen für die Vision 2018 werden eben schon jetzt gelegt.

Schürrle, Kimmich und der Löw-Effekt

Die Aussicht auf einen Starteinsatz von André Schürrle in Baku schien minimal. Doch Joachim Löw überraschte wieder alle und wurde belohnt. Der Bundestrainer hat ein Händchen für Profis mit Einsatzdefiziten im Verein. Für einen Nachwuchsstar hofft er auf eine neue Perspektive.

Schürrle, Kimmich und der Löw-Effekt
Andre Schürrle (r.) zeigte eine starke Leistung und traf doppelt. Foto: Marius Becker

Baku (dpa) – Nach seinem befreienden Tore-Doppelpack in Baku hatte André Schürrle sofort Lust auf mehr.

«Es ist mein erstes Derby auf Schalke. Da ist immer Brisanz drin, da freue ich mich drauf», erzählte der Offensivmann von Borussia Dortmund noch in den Katakomben des Tofiq Bahramov Stadions von der nun anstehenden Prüfung in der Fußball-Bundesliga. Auch der beim FC Bayern derzeit zur Randfigur degradierte Joshua Kimmich kehrt mit wiedergewonnenem Selbstvertrauen von der Nationalmannschaft nach München zurück.

Schnell machte nach dem 4:1 in Aserbaidschan das von DFB-Rentner Lukas Podolski so gern verwendete Wort der Wohlfühloase die Runde. «Natürlich tut das Vertrauen gut, sehr gut. Und ich kann es auch zurückzahlen. Das war eine gute Woche», sagte Schürrle. Wieder einmal bewies Bundestrainer Joachim Löw sein erstaunliches Gespür. Wieder wurde er zu einem moralischen Aufbauhelfer für Profis mit Einsatzdefiziten im Verein.

«Es war für mich jetzt wichtig, wieder in den Rhythmus zu kommen», sagte Kimmich. Zwei Spiele über 90 Minuten innerhalb von vier Tagen sind für den EM-Shootingstar bei den Bayern derzeit eine Utopie. «Jeder fühlt sich hier extrem wohl. Der André hat gezeigt, welch überragende Qualitäten er hat, er scheint sich hier auch wohl zu fühlen», sagte Kimmich. Der 22-Jährige demonstrierte seinen Formanstieg im Vergleich zum noch holprigen England-Auftritt besonders bei einer feinen Flanke für Torschütze Mario Gomez. Kimmich und Schürrle sind jetzt heiße Kandidaten auf einen Sommereinsatz beim Confederations Cup in Russland.

Die BVB-Teilzeitkraft Schürrle hatte für einen Starteinsatz in Baku keiner auf dem Zettel, außer Löw. Seit Oktober 2015 hatte er im Adler-Trikot nicht mehr in der Anfangsformation gestanden. Die letzten Tore lagen noch vier Monate länger zurück. «Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass er eine Nase für Spieler hat, die sehr gut in Form sind», sagte der bekennende Bundestrainer-Fan, DFB-Chef Reinhard Grindel.

Überrascht ob Schürrles Leistung waren alle, außer Löw. «Er hat sich gut präsentiert. Er wollte sich hier beweisen. Ich hatte ein gutes Gefühl, ihn von Anfang an zu bringen», sagte der 57-Jährige. Und fügte einen Satz an, der sein Dilemma offenbart: «Ich hoffe, dass ihm das auch einen Schub gibt für die nächsten Wochen in Dortmund.»

Einfluss auf die Personalpolitik in den Clubs sieht Löw nicht. «Das kann ich nicht erwarten, denn das entscheidet am Ende immer der jeweilige Trainer», sagte er. Aber: «Wenn ich von der Grundqualität eines Spielers überzeugt bin, werde ich ihm in schwierigen Situationen immer helfen», erklärte Löw seine Philosophie. So habe er es auch schon bei Größen wie Miroslav Klose oder Podolski gehalten.

Für seinen Rechtsverteidiger Kimmich erhofft sich Löw dringend eine zumindest mittelfristig bessere Perspektive in München. «Vielleicht ändert sich die Situation im nächsten Jahr, wenn Philipp Lahm aufhört. Ich kenne die Pläne nicht genau. Es wäre schön, wenn Bayern auf der Position mit ihm planen würde.» Löw tut dies ganz sicher.

Löw: «Über allem steht die WM 2018»

Baku (dpa) – Fragen an Bundestrainer Joachim Löw nach dem 4:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan in der WM-Qualifikation in Baku.

Löw: «Über allem steht die WM 2018»
Bundestrainer Joachim Löw (r) und Co-Trainer Thomas Schneider beim Spiel in Baku. Foto: Marius Becker

Baku (dpa) – Fragen an Bundestrainer Joachim Löw nach dem 4:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan in der WM-Qualifikation in Baku.

Wie ordnen Sie das Spiel und die Leistung ein?

Joachim Löw: «Wir haben die Pflichtaufgabe absolut erfüllt – fünftes Spiel, fünfter Sieg. Es war ein bisschen wie in einem Pokalspiel gegen eine Mannschaft, die eine Klasse unterhalb spielt. Aserbaidschan hat das sehr engagiert gemacht. Wir haben nicht in allen Phasen unser Spiel so durchgezogen, wie das unser Anspruch ist. Man hat gemerkt, dass wir vier Monate nicht zusammen waren. Aber man kann letztendlich zufrieden sein, denn wir haben 4:1 gewonnen.»

Sie hatten im Vorfeld des Spiels darüber gesprochen, was André Schürrle zu leisten imstande ist. Waren Sie überrascht, dass er Ihre Worte so bestätigen konnte, und welchen Schub kann ihm das geben?

Löw: «Nein, überrascht war ich nicht. Klar, er hatte zuletzt Probleme in Dortmund, er hat dort nicht so häufig gespielt. Aber er kam eigentlich mit Selbstbewusstsein zur Nationalmannschaft. Er hat sich gut präsentiert. Er wollte sich hier beweisen. Ich hatte ein gutes Gefühl, ihn von Anfang an zu bringen. Er hat zwei Tore erzielt und eines vorbereitet mit einem tollen Pass auf Thomas Müller. Er hat das umgesetzt, was er im Training gezeigt hat. Ich hoffe, dass ihm das auch einen Schub gibt für die nächsten Wochen in Dortmund.»

Wo steht die deutsche Mannschaft nach diesem Start in das Jahr 2017?

Löw: «Die Woche war okay, weil wir beide Spiele gegen England und Aserbaidschan gewonnen haben. Wir haben einige wichtige Erkenntnisse. Aber es ist gut, wenn wir dann im zweiten Halbjahr wieder mehr Spiele haben. Es gibt schon Ansatzpunkte für mich. Ganz so harmonisch wie im zweiten Halbjahr 2016 lief es nicht. Die Mannschaft braucht es, die Dinge in Trainingseinheiten wieder einzuschleifen. Nach vier Monaten Pause ist es nicht so einfach, das wieder abzurufen.»

Was sagen Sie zur Grundeinstellung der Mannschaft in der Qualifikation?

Löw: «Auch wenn das Spiel nicht ganz so lief, wie es unser Anspruch ist, muss ich ein Kompliment an die Führungsspieler machen. Wenn ich zurückblicke, dann haben wir gegen die vermeintlich ‚Kleinen‘ die letzten acht, neun, zehn Jahre immer klar gewonnen. Im Gegensatz zu einigen anderen Nationen, die manchmal große Probleme in den Qualifikationen haben. Ich muss ja keine Namen nennen. Wir haben diese Spiele deutlich gewonnen, und das ist schon eine Sache der Spieler, die die Mannschaft anführen. Da merkt man schon, dass die Grundeinstellung trotz der Belastungen im Verein stimmt. Die Spannung ist da, obwohl die Bayern nächste Woche in der Bundesliga gegen Dortmund spielen und danach Bayern gegen Real Madrid und Dortmund gegen Monaco in der Champions League.»

André Schürrle, aber auch Joshua Kimmich, der beim FC Bayern gerade wenig spielt, haben Sie Aufbauhilfe gegeben. Erwarten Sie nun auch mehr Einsatzzeit für diese Spieler bei ihren Clubs?

Löw: «Das kann ich nicht erwarten, denn das entscheidet am Ende immer der jeweilige Trainer. Wenn ich von der Grundqualität eines Spielers überzeugt bin, werde ich ihm in schwierigen Situationen immer helfen. Das hatten wir auch früher in meiner Amtszeit. Selbst Miroslav Klose hatte mal eine schwierige Zeit, in der er wenig gespielt hat im Verein, Lukas Podolski auch. Bei Schürrle weiß ich, dass er schnell und torgefährlich ist. Und Kimmich ist ein junger Spieler, der bei der Europameisterschaft aus dem Nichts heraus explodiert ist. Kimmich hat seine ganze Karriere noch vor sich. Da ist es selbstverständlich, dass ich zu so einem Spieler halte. Vielleicht ändert sich in München die Situation im nächsten Jahr, wenn Philipp Lahm aufhört. Ich kenne die Pläne nicht genau. Es wäre schön, wenn Bayern auf der Position mit ihm planen würde.»

Welche Erkenntnisse haben Sie in dieser Länderspielwoche für den Kader für den Confederations Cup im Sommer in Russland gewonnen?

Löw: «Erkenntnisse habe ich für den Confed-Cup nicht gewonnen. Wir werden erst im Mai Entscheidungen treffen. Am Ende ist alles bei uns in der Mission, die wir angehen, auf eine Vision ausgerichtet, das ist die WM 2018. Die steht über allem, auch über einem wichtigen Turnier wie der U21-EM. Die Frage ist: Welche Spieler sind in der Lage, uns über diese Turniere, ob EM oder Confed-Cup, im nächsten Jahr bei der WM zu verstärken. Den WM-Titel zu gewinnen, das ist mein und unser aller Ziel. Deswegen wird dem alles untergeordnet, auch wenn jedes Turnier seine Wertigkeit hat. Bei dem einen oder anderen Spieler werde ich mir Gedanken machen, ihn beim Confed-Cup zu schonen. Jedes Jahr ein Turnier ist nicht so einfach wegzustecken für die Spieler. Über allem steht die WM 2018, der haben sich alle irgendwie einzuordnen.»

Sie haben Bernd Leno erstmals in einem Pflichtspiel eingesetzt. Was gab den Ausschlag? Wollen Sie einfach die Rangfolge im Tor hinter Manuel Neuer offen halten?

Löw: «Ja klar, die wollen wir offen halten. Manuel ist die unangefochtene Nummer eins, dahinter haben wir mehrere gute Torhüter. Marc-André ter Stegen hat ein sehr gutes Spiel gegen England gemacht, das war auch ein sehr gutes Gefühl für ihn. Und Bernd Leno hat in den letzten Spielen in Leverkusen sehr gut gespielt. Ich wusste auch, dass das Ergebnis gegen Aserbaidschan nicht davon abhängen kann, wer im Tor steht. Da war klar, Bernd hat seine Möglichkeit verdient, auch wenn er nicht so viel zu tun bekommen hat wie Marc gegen England.»

Die Länderspiele unter Bundestrainer Joachim Löw

Alle Spiele der Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw (seit August 2006)

Die Länderspiele unter Bundestrainer Joachim Löw
Joachim Löw kann auf eine beeindruckende Bilanz als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft blicken. Foto: Marius Becker

Alle Spiele der Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw (seit August 2006)

Datum Spielpaarung Ergebnis
16.08.06 Deutschland – Schweden 3:0 Freundschaftsspiel
02.09.06 Deutschland – Irland 1:0 EM-Qualifikation
06.09.06 San Marino – Deutschland 0:13 EM-Qualifikation
07.10.06 Deutschland – Georgien 2:0 Freundschaftsspiel
11.10.06 Slowakei – Deutschland 1:4 EM-Qualifikation
15.11.06 Zypern – Deutschland 1:1 EM-Qualifikation
07.02.07 Deutschland – Schweiz 3:1 Freundschaftsspiel
24.03.07 Tschechien – Deutschland 1:2 EM-Qualifikationsspiel
28.03.07 Deutschland – Dänemark 0:1 Freundschaftsspiel
02.06.07 Deutschland – San Marino 6:0 EM-Qualifikationsspiel
06.06.07 Deutschland – Slowakei 2:1 EM-Qualifikationsspiel
28.08.07 England – Deutschland 1:2 Freundschaftsspiel
08.09.07 Wales – Deutschland 0:2 EM-Qualifikationsspiel
12.09.07 Deutschland – Rumänien 3:1 Freundschaftsspiel
13.10.07 Irland – Deutschland 0:0 EM-Qualifikationsspiel
17.10.07 Deutschland – Tschechien 0:3 EM-Qualifikationsspiel
17.11.07 Deutschland – Zypern 4:0 EM-Qualifikationsspiel
21.11.07 Deutschland – Wales 0:0 EM-Qualifikationsspiel
06.02.08 Österreich – Deutschland 0:3 Freundschaftsspiel
26.03.08 Schweiz – Deutschland 0:4 Freundschaftsspiel
27.05.08 Deutschland – Weißrussland 2:2 Freundschaftsspiel
31.05.08 Deutschland – Serbien 2:1 Freundschaftsspiel
08.06.08 Deutschland – Polen 2:0 EM-Endrunde
12.06.08 Kroatien – Deutschland 2:1 EM-Endrunde
16.06.08 Österreich – Deutschland 0:1 EM-Endrunde
19.06.08 Portugal – Deutschland 2:3 EM-Endrunde Viertelfinale
25.06.08 Deutschland – Türkei 3:2 EM-Endrunde Halbfinale
29.06.08 Deutschland – Spanien 0:1 EM-Endrunde Finale
20.08.08 Deutschland – Belgien 2:0 Freundschaftsspiel
06.09.08 Liechtenstein – Deutschland 0:6 WM-Qualifikationsspiel
10.09.08 Finnland – Deutschland 3:3 WM-Qualifikationsspiel
11.10.08 Deutschland – Russland 2:1 WM-Qualifikationsspiel
15.10.08 Deutschland – Wales 1:0 WM-Qualifikationsspiel
19.11.08 Deutschland – England 1:2 Freundschaftsspiel
11.02.09 Deutschland – Norwegen 0:1 Freundschaftsspiel
28.03.09 Deutschland – Liechtenstein 4:0 WM-Qualifikationsspiel
01.04.09 Wales – Deutschland 0:2 WM-Qualifikationsspiel
29.05.09 China – Deutschland 1:1 Freundschaftsspiel
02.06.09 V. A. Emirate – Deutschland 2:7 Freundschaftsspiel
12.08.09 Aserbaidschan – Deutschland 0:2 WM-Qualifikationsspiel
05.09.09 Deutschland – Südafrika 2:0 Freundschaftsspiel
09.09.09 Deutschland – Aserbaidschan 4:0 WM-Qualifikationsspiel
10.10.09 Russland – Deutschland 0:1 WM-Qualifikationsspiel
14.10.09 Deutschland – Finnland 1:1 WM-Qualifikationsspiel
18.11.09 Deutschland – Elfenbeinküste 2:2 Freundschaftsspiel
02.03.10 Deutschland – Argentinien 0:1 Freundschaftsspiel
13.05.10 Deutschland – Malta 3:0 Freundschaftsspiel
29.05.10 Ungarn – Deutschland 0:3 Freundschaftsspiel
03.06.10 Deutschland – Bosnien-Herzegowina 3:1 Freundschaftsspiel
13.06.10 Deutschland – Australien 4:0 WM-Endrunde
18.06.10 Deutschland – Serbien 0:1 WM-Endrunde
23.06.10 Ghana – Deutschland 0:1 WM-Endrunde
27.06.10 Deutschland – England 4:1 WM-Endrunde
03.07.10 Argentinien – Deutschland 0:4 WM-Endrunde
07.07.10 Deutschland – Spanien 0:1 WM-Endrunde
10.07.10 Uruguay – Deutschland 2:3 WM-Endrunde
11.08.10 Dänemark – Deutschland 2:2 Freundschaftsspiel
03.09.10 Belgien – Deutschland 0:1 EM-Qualifikationsspiel
07.09.10 Deutschland – Aserbaidschan 6:1 EM-Qualifikationsspiel
08.10.10 Deutschland – Türkei 3:0 EM-Qualifikationsspiel
12.10.10 Kasachstan – Deutschland 0:3 EM-Qualifikationsspiel
17.11.10 Schweden – Deutschland 0:0 Freundschaftsspiel
09.02.11 Deutschland – Italien 1:1 Freundschaftsspiel
26.03.11 Deutschland – Kasachstan 4:0 EM-Qualifikationsspiel
20.03.11 Deutschland – Australien 1:2 Freundschaftsspiel
29.05.11 Deutschland – Uruguay 2:1 Freundschaftsspiel
03.06.11 Österreich – Deutschland 1:2 EM-Qualifikationsspiel
07.06.11 Aserbaidschan – Deutschland 1:3 EM-Qualifikationsspiel
10.08.11 Deutschland – Brasilien 3:2 Freundschaftsspiel
02.09.11 Deutschland – Österreich 6:2 EM-Qualifikationsspiel
06.09.11 Polen – Deutschland 2:2 Freundschaftsspiel
07.10.11 Türkei – Deutschland 1:3 EM-Qualifikationsspiel
11.10.11 Deutschland – Belgien 3:1 EM-Qualifikationsspiel
11.11.11 Ukraine – Deutschland 3:3 Freundschaftsspiel
15.11.11 Deutschland – Niederlande 3:0 Freundschaftsspiel
29.02.12 Deutschland – Frankreich 1:2 Freundschaftsspiel
26.05.12 Schweiz – Deutschland 5:3 Freundschaftsspiel
31.05.12 Deutschland – Israel 2:0 Freundschaftsspiel
09.06.2012 Deutschland – Portugal 1:0 EM-Endrunde
13.06.2012 Niederlande – Deutschland 1:2 EM-Endrunde
17.06.2012 Dänemark – Deutschland 1:2 EM-Endrunde
22.06.2012 Deutschland – Griechenland 4:2 EM-Endrunde
28.06.2012 Deutschland – Italien 1:2 EM-Endrunde
15.08.2012 Deutschland – Argentinien 1:3 Freundschaftsspiel
07.09.2012 Deutschland – Färöer 3:0 WM-Qualifikationsspiel
11.09.2012 Österreich – Deutschland 1:2 WM-Qualifikationsspiel
12.10.2012 Irland – Deutschland 1:6 WM-Qualifikationsspiel
16.10.2012 Deutschland – Schweden 4:4 WM-Qualifikationsspiel
14.11.2012 Niederlande – Deutschland 0:0 Freundschaftsspiel
06.02.2013 Frankreich – Deutschland 1:2 Freundschaftsspiel
22.03.2013 Kasachstan – Deutschland 0:3 WM-Qualifikationsspiel
26.03.2013 Deutschland – Kasachstan 4:1 WM-Qualifikationsspiel
29.05.2013 Ecuador – Deutschland 2:4 Freundschaftsspiel
02.06.2013 USA – Deutschland 4:3 Freundschaftsspiel
14.08.2013 Deutschland – Paraguay 3:3 Freundschaftsspiel
06.09.2013 Deutschland – Österreich 3:0 WM-Qualifikationsspiel
10.09.2013 Färöer – Deutschland 3:0 WM-Qualifikationsspiel
11.10.2013 Deutschland – Irland 3:0 WM-Qualifikationsspiel
15.10.2013 Schweden – Deutschland 3:5 WM-Qualifikationsspiel
15.11.2013 Italien – Deutschland 1:1 Freundschaftsspiel
19.11.2013 England – Deutschland 0:1 Freundschaftsspiel
05.03.2014 Deutschland – Chile 1:0 Freundschaftsspiel
13.05.2014 Deutschland – Polen 0:0 Freundschaftsspiel
01.06.2014 Deutschland – Kamerun 2:2 Freundschaftsspiel
06.06.2014 Deutschland – Armenien 6:1 Freundschaftsspiel
16.06.2014 Deutschland – Portugal 4:0 WM-Endrunde
21.06.2014 Deutschland – Ghana 2:2 WM-Endrunde
26.06.2014 USA – Deutschland 0:1 WM-Endrunde
30.06.2014 Deutschland – Algerien 2:1 WM-Endrunde
04.07.2014 Frankreich – Deutschland 0:1 WM-Endrunde
08.07.2014 Brasilien – Deutschland 1:7 WM-Endrunde
13.07.2014 Deutschland – Argentinien 1:0 n.V. WM-Finale
03.09.201^4 Deutschland – Argentinien 2:4 Freundschaftsspiel
07.09.2014 Deutschland – Schottland 2:1 EM-Qualifikation
11.10.2014 Polen – Deutschland 0:2 EM-Qualifikation
14.10.2014 Deutschland – Irland 1:1 EM-Qualifikation
14.11.2014 Deutschland – Gibraltar 4:0 EM-Qualifikation
18.11.2014 Spanien – Deutschland 0:1 Freundschaftsspiel
25.03.2015 Deutschland – Australien 2:2 Freundschaftsspiel
29.03.2015 Georgien – Deutschland 0:2 EM-Qualifikation
10.06.2015 Deutschland – USA 1:2 Freundschaftsspiel
13.06.2015 Gibraltar – Deutschland 0:7 EM-Qualifikation
04.09.2015 Deutschland – Polen 3:1 EM-Qualifikation
07.09.2015 Schottland – Deutschland 2:3 EM-Qualifikation
08.10.2015 Irland – Deutschland 1:0 EM-Qualifikation
11.10.2015 Deutschland – Georgien 2:1 EM-Qualifikation
13.11.2015 Frankreich – Deutschland 2:0 Freundschaftsspiel
26.03.2016 Deutschland – England 2:3 Freundschaftsspiel
29.03.2016 Deutschland – Italien 4:1 Freundschaftsspiel
29.05.2016 Deutschland – Slowakei 1:3 Freundschaftsspiel
04.06.2016 Deutschland – Ungarn 2:0 Freundschaftsspiel
12.06.2016 Deutschland – Ukraine 2:0 EM-Endrunde
16.06.2016 Deutschland – Polen 0:0 EM-Endrunde
21.06.2016 Deutschland – Nordirland 1:0 EM-Endrunde
26.06.2016 Deutschland – Slowakei 3:0 EM-Achtelfinale
02.07.2016 Deutschland – Italien 6:5 i.E. EM-Viertelfinale
07.07.2016 Deutschland – Frankreich 0:2 EM-Halbfinale
31.08.2016 Deutschland – Finnland 2:0 Freundschaftsspiel
04.09.2016 Norwegen – Deutschland 0:3 WM-Qualifikation
08.10.2016 Deutschland – Tschechien 3:0 WM-Qualifikation
11.10.2016 Deutschland – Nordirland 2:0 WM-Qualifikation
11.11.2016 San Marino – Deutschland 0:8 WM-Qualifikation
15.11.2016 Italien – Deutschland 0:0 Freundschaftsspiel
22.03.2017 Deutschland – England 1:0 Freundschaftsspiel
26.03.2017 Aserbaidschan – Deutschland 1:4 WM-Qualifikation

145 Spiele – 99 Siege, 24 Unentschieden, 22 Niederlagen

(Stand: 26. März 2017)