Plattenhardt fehlt beim Hertha-Training

Berlin (dpa) – Linksverteidiger Marvin Plattenhardt konnte am Montag nicht am Training seines Fußball-Bundesligisten Hertha BSC teilnehmen.

Plattenhardt fehlt beim Hertha-Training
Berlins Trainer Pal Dardai hat beim Training wieder Nationalspieler-Trio empfangen können. Foto: Christian Charisius

Berlin (dpa) – Linksverteidiger Marvin Plattenhardt konnte am Montag nicht am Training seines Fußball-Bundesligisten Hertha BSC teilnehmen.

Der Verein teilte via Twitter mit, dass der Freistoßspezialist krank sei. Der «Kicker» schrieb von einer Mittelohrentzündung. Trainer Pal Dardai konnte zum Wochenstart dafür die Nationalspieler Vladimir Darida (Tschechien), Peter Pekarik (Slowakei) und Valentin Stocker (Schweiz) nach der Rückkehr von ihren Länderspielreisen begrüßen. Mittelfeldspieler Darida hatte bei Tschechiens 6:0-Sieg in der WM-Qualifikation in San Marino zwei Tore erzielt. Der Tabellen-Fünfte empfängt am Freitag den Vierten 1899 Hoffenheim im Olympiastadion.

Union-Mittelfeldspieler Fürstner fällt vorerst aus

Berlin (dpa) – Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin muss auf Mittelfeldspieler Stephan Fürstner verzichten. Wie der Fußball-Verein mitteilte, muss sich der 29-jährige einem arthoskopischen Eingriff am rechten Knie unterziehen.

Union-Mittelfeldspieler Fürstner fällt vorerst aus
Stephan Fürstner muss sich einem arthoskopischen Eingriff am rechten Knie unterziehen. Foto: Thomas Eisenhuth

Berlin (dpa) – Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Union Berlin muss auf Mittelfeldspieler Stephan Fürstner verzichten. Wie der Fußball-Verein mitteilte, muss sich der 29-jährige einem arthoskopischen Eingriff am rechten Knie unterziehen.

Über die Dauer der Pause machten die Köpenicker keine Angaben. Vor anderthalb Wochen hatte der Defensivspezialist seinen Vertrag bei Union bis 2018 verlängert. Am Samstag gastieren die «Eisernen» zum Spitzenspiel beim Bundesliga-Absteiger und Verfolger Hannover 96.

Hertha muss länger auf Weiser verzichten – Bangen um Brooks

Berlin (dpa) – Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss erneut länger auf Mitchell Weiser verzichten. Beim 1:0-Sieg der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen England zog sich der Fußballprofi einen Faserriss im linken Oberschenkel zu.

Hertha muss länger auf Weiser verzichten - Bangen um Brooks
Mitchell Weiser (l.) zog sich bei der U-21 gegen England einen Museklfaserriss zu. Foto: Arne Dedert

Berlin (dpa) – Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss erneut länger auf Mitchell Weiser verzichten. Beim 1:0-Sieg der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen England zog sich der Fußballprofi einen Faserriss im linken Oberschenkel zu.

Hertha bestätigte einen entsprechenden «Bild»-Bericht. Demnach fällt Weiser etwa zwei bis vier Wochen aus. «Das tut uns richtig weh! Das ist die gleiche Stelle, an der Mitch sich schon Ende des letzten Jahres in Leipzig verletzt hatte und früh runter musste», sagte Hertha-Trainer Pal Dardai der «Bild». Der 22-jährige Weiser hatte dem Tabellenfünften danach mehr als zwei Monate gefehlt.

John Anthony Brooks klagte nach dem 6:0 des US-Teams in der WM-Qualifikation gegen Honduras über einen Infekt und kehrt nach Hertha-Angaben vorzeitig in die Hauptstadt zurück. Ob der Verteidiger am kommenden Freitagabend im Heimspiel gegen Hoffenheim auflaufen kann, ist noch unklar.

Viele Tore und Tränen beim emotionalen Marcelinho-Abschied

Berlin (dpa) – Der Brasilianer Marcelinho beendet im Alter von 41 Jahren bei einer stimmungsvollen Show im Berliner Olympiastadion seine lange Karriere. Ein Spiel zwischen einer Auswahl brasilianischer Profis und einem All-Star-Team von Hertha BSC gewannen die Brasilianer 8:7.

Viele Tore und Tränen beim emotionalen Marcelinho-Abschied
Marcelinho verabschiedete sich in Berlin. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa) – Der Brasilianer Marcelinho beendet im Alter von 41 Jahren bei einer stimmungsvollen Show im Berliner Olympiastadion seine lange Karriere. Ein Spiel zwischen einer Auswahl brasilianischer Profis und einem All-Star-Team von Hertha BSC gewannen die Brasilianer 8:7.

Die Frauen in Marcelinhos Leben hatten am Ende das Sagen. Kurz vor dem Abpfiff seines Abschiedsspiels kamen Marcelinhos Mutter, seine Ehefrau und Tochter auf den Rasen des Berliner Olympiastadions und riefen via Mikrofon: «Marcelo, mach’ Schluss! Wir lieben Dich!» Es war der emotionale Höhepunkt des Samstagnachmittags, ehe der 41-Jährige unter Tränen und bei Standing Ovations eine endlose Ehrenrunde lief.

Knapp 28 000 Zuschauer, alle mit Devotionalien von Hertha BSC ausgestattet, bildeten die Kulisse beim Adeus von Marcelinho. Der Brasilianer hatte zwischen 2001 und 2006 in 155 Erstligaspielen 65 Tore erzielt, darunter viele spektakuläre Treffer. Solche erlebten die Anhänger auch im Olympiastadion, wo 40 ehemalige und noch aktive Profis aufliefen.

Beim 8:7-Sieg der Auswahl «Brazil & Friends» mit den beiden Weltmeistern von 1994, Carlos Dunga und Paulo Sergio, gegen die Oldies von Hertha BSC, meist ehemalige Mitspieler aus Marcelinhos Berliner Ära, markierte der Mann mit den diesmal wasserstoffblonden Haaren vier Tore. Marcelinho gab zudem eine Vorlage und traf noch zweimal Latte und Pfosten. Ein Treffer per Freistoß aus 30 Metern Entfernung war besonders schön.

Nach seiner Hertha-Zeit hatte der Brasilianer für Trabzonspor in der Türkei und für den VfL Wolfsburg gespielt. Nach seiner Rückkehr in die Heimat war er noch bis 2016 für neun Clubs in Brasilien aktiv.

Aus der vollbesetzten Ostkurve des Olympiastadions tönten immer wieder «Marcelinho»-Rufe, dazu wogte die La-Ola. Marcelinho, athletisch wie einst, spielte je eine Halbzeit bei jedem Team. Er war der konditionsstärkste Mann auf dem Platz und glänzte mit Tricks und Schüssen – vor allem mit seinem linken Fuß.

Arne Friedrich, einst Kapitän von Hertha BSC, sagte: «Marcelinho war ein Supertyp. Mann konnte zu ihm aufschauen. Und wenn wir einmal in Bedrängnis waren in der Liga, hofften wir immer, dass er das Spiel noch zu unseren Gunsten drehen würde. Oft hat das auch geklappt.»

Marcelinho und Co. begeistern Hertha-Fans

Berlin (dpa) – Der frühere Hertha-Star Marcelinho hat sich mit einem emotionalen Fußball-Fest von seinen Fans verabschiedet. Das Berliner Olympiastadion wurde zum Tummelplatz für zahlreiche ehemaligen Stars.

Marcelinho und Co. begeistern Hertha-Fans
Marcelinho erzielte in seinem Abschiedsspiel vier Tore. Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa) – Der frühere Hertha-Star Marcelinho hat sich mit einem emotionalen Fußball-Fest von seinen Fans verabschiedet. Das Berliner Olympiastadion wurde zum Tummelplatz für zahlreiche ehemaligen Stars.

Das Spiel zwischen «Brasil & Friends» und «Marcelos Hertha BSC» gewannen die Brasilianer vor 27 235 begeisterten Zuschauern mit 8:7. Der 41-Jährige schoss dabei vier Tore. In der ersten spielte er für das Hertha-Team und in der zweiten Hälfte für seine brasilianischen Landsleute.

Im Team der Brasilianer spielten unter anderen die Weltmeister Paulo Sergio und Carlos Dunga. Auch Ewerthon, Cacau, Elber und Ailton ergänzten die Liste klangvoller Namen. Der frühere «Kugelblitz» Ailton bekam neben Marcelinho bei der Vorstellung den größten Applaus. Bei den Hertha-Legenden liefen Ex-Profis wie Arne Friedrich, Andreas «Zecke» Neuendorf, Marko Pantelic oder Kultkeeper Gabor Kiraly auf. Der Ungar bewies mit zahlreichen Glanzparaden, dass er noch nichts verlernt hat.

Kurz vor dem Schlusspfiff betraten Marcelinhos Frau, Tochter und Mutter den Rasen und riefen ihm zu: «Marcelo mach Schluss, wir lieben Dich!» Der ehemalige, torgefährliche Mittelfeldmann mit der Nummer zehn stand von 2001 bis 2006 bei Hertha BSC unter Vertrag und avancierte zum Publikumsliebling. In 155 Erstligaspielen schoss er 65 Tore für die Berliner. Zwei seiner Treffer wurden zum «Tor des Monats» gekürt.

Zingler bleibt bis 2021 Union-Präsident

Berlin (dpa) – Dirk Zingler bleibt weitere vier Jahre Präsident des Zweitliga-Spitzenreiters 1. FC Union Berlin. Aufsichtsratschef Thomas Koch verkündete am Donnerstag, dass Zingler für eine weitere Amtszeit die Präsidentschaft übertragen bekommen hat.

Zingler bleibt bis 2021 Union-Präsident
Dirk Zingler ist für weitere vier Jahre Präsident des 1. FC Union Berlin. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) – Dirk Zingler bleibt weitere vier Jahre Präsident des Zweitliga-Spitzenreiters 1. FC Union Berlin. Aufsichtsratschef Thomas Koch verkündete am Donnerstag, dass Zingler für eine weitere Amtszeit die Präsidentschaft übertragen bekommen hat.

«Die nächsten vier Jahre werden vielleicht noch spannender», erklärte Zingler. Sein Ziel sei es, mit Union bis 2021 in die Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Wie sich der Verein bei einem Aufstieg schon in diesem Jahr verändern würde, wollte Zingler noch nicht konkretisieren. «Was wir am Ende der Saison erreicht haben, wissen wir noch nicht», bemerkte der Präsident.

Schon jetzt ist klar, dass der derzeit rund 34 Millionen Euro betragende Etat durch die höheren Fernsehgelder in der Bundesliga wesentlich steigen würde. Konkrete Zahlen nannte Zingler nicht. Er habe Finanz-Geschäftsführer Oskar Kosche, der wie Sport-Geschäftsführer Lutz Munack ab Juli in das dann fünfköpfige Präsidium aufrücken wird, «verboten, darüber zu reden».

«Recht weit» seien schon die Planungen zum Ausbau des Stadions «An der Alten Försterei», das derzeit 22 012 Zuschauer fasst. «Wir besprechen die Planungen jetzt intern», sagte Zingler. Auch Fanclubs würden einbezogen. Nach dem letzten Spieltag werde Union die Pläne vorlegen. «Einfacher ist alles in der ersten Liga – das ist klar.»

Union Berlin Spitze – Hosiners unglaubliche Rückkehr

Das Stadt-Derby mit Hertha BSC winkt – der 1. FC Union Berlin ist Spitzenreiter der 2. Bundesliga und unbeirrt auf Aufstiegskurs. Das Siegtor gegen Nürnberg schoss Philipp Hosiner, der harte gesundheitliche Rückschläge wegstecken musste.

Union Berlin Spitze - Hosiners unglaubliche Rückkehr
Der 1. FC Union Berlin um Cheftrainer Jens Keller feierte die Tabellenführung. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) – «Spitzenreiter, Spitzenreiter», schallte es durch das Stadion An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick. Das Trainerteam um Chefcoach Jens Keller vollführte Freudensprünge.

Der 1:0 (0:0)-Erfolg des 1. FC Union gegen den 1. FC Nürnberg brachte den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga – die Stadt-Derbys gegen Hertha BSC rücken immer näher. «Wir freuen uns über diese Situation, aber es sind noch neun Spiele. Wir haben im Moment eine gute Ausgangsposition», sagte Keller und blieb auch im überbordenden Jubel kühl kalkulierender Realist. Mit 50 Punkten verdrängte Union den VfB Stuttgart (49) von der Tabellenspitze.

Der Mann des Tages war ein Ersatzspieler mit einer unglaublichen Kranken- und Genesungs-Geschichte: Philipp Hosiner, der in der Rückrunde nach der Verpflichtung des Top-Stürmers Sebastian Polter kaum noch zum Einsatz kam, schoss das alles entscheidende 1:0 in der 83. Minute. Zahlreiche Krankenhaus-Aufenthalte prägten in den vergangenen zwei Jahren sein Leben. Im Januar 2015 überstand der Österreicher einen Nieren-Tumor, im vergangenen Dezember einen Lungen-Kollaps.

«Ich wollte auch in den letzten Spielen zum Einsatz kommen. Da hat der Trainer auf andere Optionen zurückgegriffen. Ich bin froh, dass er mich heute gebracht hat», sagte der überglückliche Torschütze. «Er hat mir auf den Weg mitgegeben, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen. Das konnte ich schnell umsetzen.» Keller lobte den fast verbissenen Trainingseifer Hosiners in den letzten Wochen. «Es freut mich unheimlich, dass gerade er das Tor gemacht hat.»

Zum sechsten Mal in elf Zweitliga-Serien steht Union auf dem ersten Tabellenplatz. Bisher war das dem Kultverein aber 2001/02, 2009/10 und 2013/14 nur jeweils im ersten Saisonviertel gelungen. In dieser Saison bestieg der Verein den Thron erstmals nach 25 Spieltagen. «Mich würde es eher freuen, wenn wir auch nach dem 34. Spieltag noch da oben stehen», sagte Angreifer Steven Skrzybski, der auf die starke Heimbilanz verwies: «Keiner freut sich, wenn er gegen uns spielen muss.»

Vor allem in der Rückrunde ist Union eine Bank. Zum neunten Mal in Folge blieben die «Eisernen» ungeschlagen. Mit dem sechsten Sieg in Folge stellten sie einen neuen Vereinsrekord in der 2. Liga auf und konnten im achten Zweitliga-Duell den Club erstmals überhaupt bezwingen.

In dieser Saison ist bei Union alles möglich – auch der direkte Aufstieg in die Bundesliga. Nach der Länderspielpause können die Berliner, die noch nie im Oberhaus spielten, in der Auswärtspartie bei Hannover 96 am 1. April einen direkten Aufstiegs-Konkurrenten abschütteln. «Das nächste Auswärtsspiel in Hannover wird sehr schwer. Aber ich glaube, dass der Druck in Hannover jetzt ein bisschen höher ist», sagte Keller. «Wir werden weiter daran arbeiten, dass wir da blieben, wo wir sind.»

Beckenbauer, Müller, Matthäus: Schweinsteigers Vorgänger

Berlin (dpa) – Weltmeister Bastian Schweinsteiger wechselt zu Chicago Fire in die US-Profiliga Major League Soccer (MLS). Vor dem früheren Nationalmannschafts-Kapitän spielten schon einige deutsche Fußball-Profis im nordamerikanischen Fußball. 

Beckenbauer, Müller, Matthäus: Schweinsteigers Vorgänger
Franz Beckenbauer (vorn) grüßt 1978 das Publikum nach einem Spiel von Cosmos New York. Foto: Martin Athenstädt

Berlin (dpa) – Weltmeister Bastian Schweinsteiger wechselt zu Chicago Fire in die US-Profiliga Major League Soccer (MLS). Vor dem früheren Nationalmannschafts-Kapitän spielten schon einige deutsche Fußball-Profis im nordamerikanischen Fußball. 

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) erinnert an die prominentesten Spieler unter ihnen:

FRANZ BECKENBAUER (1977 bis 1980 und 1983 bei New York Cosmos): 1977 wechselt der Fußball-Kaiser in die USA. Er spielt an der Seite von Pelé, wird dreimal Meister, fühlt sich ausgesprochen wohl und überlegt sogar, dort heimisch zu werden. Wenn er 1980 kein Angebot vom Hamburger SV bekommen hätte, wäre er heute Amerikaner, erzählt er später. 1983 kehrt er noch einmal für ein kurzes Gastspiel zurück nach Manhattan.

GERD MÜLLER (1979 bis 1981 für Fort Lauderdale Strikers): Zwei Jahre nach Beckenbauer sucht in «Bomber» Müller ein zweiter Weltmeister von 1974 sein Glück in den Staaten. Unterbrochen von einer halbjährigen Rückkehr nach München bleibt er dort zwei Jahre und erzielt immerhin 38 Tore in 71 Spielen. 1980 erreicht er mit Fort Lauderdale das Meisterschafts-Endspiel – verliert dort aber 0:3 gegen New York und Beckenbauer.

KARL-HEINZ GRANITZA (1979 bis 1984 für Chicago Sting): In Deutschland ist Granitza eine verhältnismäßig kleine Nummer. Er wird 1976 bei Röchling Völklingen Torschützenkönig der 2. Bundesliga Süd, spielt danach drei Jahre für Hertha BSC. Doch in den USA startet er durch. In fünf Jahren trifft er 128 mal für Chicago Sting, er wird zweimal Meister, 1982 wählt ihn die Stadt zum Sportler des Jahres, 1984 wird er ins Allstar-Team berufen. Bis 1990 spielt er ebenfalls mit großem Erfolg in der Major Indoor Soccer League.

LOTHAR MATTHÄUS (2000 für NY/NJ Metro Stars): Der Weltmeister-Kapitän von 1990 ist der erste Deutsche in der 1994 gegründeten MLS. Er führt das Team in die Playoffs, bleibt in 16 Spielen aber ohne Tor. Er bezeichnet die Phase als eine «unglaublich schöne Zeit, die leider zu kurz war».

TORSTEN FRINGS (2011 bis 2013 für den FC Toronto): Über Vereins-Berater Jürgen Klinsmann kommt der Ex-Nationalspieler 2011 nach Kanada und steigt dort schnell zum Kapitän und Publikumsliebling auf. 2011 erreicht er mit Toronto das Halbfinale der CONCACAF Champions League.

ARNE FRIEDRICH (2012 bis 2013 bei Chicago Fire): Der 82-malige Nationalspieler ist der bisher einzige Deutsche beim künftigen Schweinsteiger-Club Chicago Fire. Obwohl er nach 16 Monaten dort seine Karriere wegen anhaltender Rückenprobleme beenden muss, betrachtet er die Stadt in Illinois heute als seine «zweite Heimat».

Hosiner schießt Union an die Spitze: 1:0 gegen Nürnberg

Er war lange krank und konnte nicht spielen – jetzt macht Philipp Hosiner den 1. FC Union zum neuen Spitzenreiter der 2. Liga. Der Aufstieg rückt für die Berliner immer näher. Die «Eisernen» beenden gegen Nürnberg eine weitere Negativserie.

Hosiner schießt Union an die Spitze: 1:0 gegen Nürnberg
Das Team von Union-Trainer Jens Keller ist der neue Tabellenführer in der 2. Liga. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) – «Eisern» Union ist nach dem 25. Spieltag die Nummer eins in der 2. Bundesliga – und langsam kommt dem Aufstieg ins Oberhaus immer näher. Der Österreicher Philipp Hosiner schoss in der 83. Minute die Berliner in einem hart umkämpften Spiel zum 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg.

Im Dezember des Vorjahres hatte der Stürmer einen Lungenkollaps erlitten, wurde um Krankenhaus behandelt und fehlte lange Zeit. «Einfach überragend. Mich freut es ungemein, dass er das Spiel entschieden hat», erklärte Union-Coach Jens Keller.

Sein Team blieb auch im neunten Spiel nacheinander ungeschlagen und stellte mit dem sechsten Sieg in Serie einen neuen Clubrekord auf. Das Team von Jens Keller verdrängte mit 50 Punkten den bisherigen Tabellenführer VfB Stuttgart (49) von der Spitze. «Die Mannschaft hatte am Anfang ein bisschen Respekt vor der Situation. Ich würde sagen: wir waren verkrampft. Die Mannschaft ist nicht so aggressiv angelaufen, wie ich es gerne hätte», gestand Keller bei Sky und kündigte an: «Wir wollen da oben dabeibleiben. Jetzt sind wir oben, jetzt wird die Mannschaft wieder entspannter.»

Dennoch musste sich der Club (jetzt mit 32 Punkten auf Rang zehn) im achten Zweitligaspiel gegen den 1. FC Union erstmals geschlagen geben. Die Gäste traten vor 21 210 Zuschauern im Stadion «An der Alten Försterei» durchaus mutig auf. Die Mannschaft des neuen Trainers Michael Köllner hatte in der Startphase durch Tobias Kempe und Edgar Salli die ersten Torgelegenheiten. Später fehlte die Präzision.

Union hatte zunächst Probleme. «Wir haben nicht das Spiel abgeliefert, wie wir das gewohnt sind», meinte Coach Keller. Stürmer Sebastian Polter zielte nach einer halben Stunde für Union dreimal zu ungenau. Nach einer Unterbrechung durch eine Verletzung von Schiedsrichter Jochen Drees traf Polter frei nur den Pfosten (80.). Schließlich sicherte Hosiner nach Zuspiel von Steven Skrzybski Union die erste Tabellenführung seit dem 7. Spieltag der Saison 2013/14.

«Wir haben leidenschaftlich gespielt und es über weiter Phasen des Spiels sehr gut gemacht. Die Verletzungspause des Schiedsrichters hat Union ein bisschen in die Karten gespielt», erklärte Club-Coach Köllner. Offensivmann Kevin Möhlwald ergänzte frustriert: «Das ist sehr bitter. Wir hatten einen Plan für das Spiel, aber im Endeffekt stehen wir mit leeren Händen da.»

Hertha-Coach Dardai: «Big Point verpasst»

Berlin (dpa) – Nach der sechsten Auswärtsniederlage nacheinander sieht Hertha-Trainer Pal Dardai sein Team vor einer großen Herausforderung.

Hertha-Coach Dardai: «Big Point verpasst»
Der Berliner Trainer Pal Dardai gestikuliert am Spielfeldrand. Foto: Federico Gambarini

Berlin (dpa) – Nach der sechsten Auswärtsniederlage nacheinander sieht Hertha-Trainer Pal Dardai sein Team vor einer großen Herausforderung.

Die Länderspielpause mache eine Vorbereitung auf das nächste Heimspiel am 31. März gegen 1899 Hoffenheim extrem schwierig, erklärte der Chefcoach des Berliner Fußball-Bundesligisten einen Tag nach dem 2:4 beim 1. FC Köln. Einige Spieler würden erst zwei Tage vor der Freitagspartie wieder von ihren Nationalmannschaften zurückkehren. «Richtig gut zu arbeiten, ist da schwierig. Es wird ein reines Mentalitätsspiel», erklärte Dardai.

Zudem haben sich Offensivmann Salomon Kalou (Oberschenkel) und Innenverteidiger John Anthony Brooks (Knie) verletzt. Der US-Nationalspieler wurde schon am Sonntag näher untersucht. Danach soll entschieden werden, ob Brooks zu den Länderspielen seines Nationalteams reisen kann. Der Ivorer Kalou muss pausieren, nachdem er gegen Köln schon nach einer halben Stunde den Platz verlassen musste. Eine genaue Diagnose der Verletzung soll es am Montag geben.

Die erneute Auswärts-Enttäuschung will Dardai mit dem Team nicht mehr intensiv analysieren: «Wir schauen nach vorn.» Hertha steht mit 40 Punkten zwar immer noch auf Rang fünf, hat im Ringen um einen Europacupplatz aber gegenüber Köln (37) «einen Big Point» verpasst, betonte der Trainer. Vor allem die Schnelligkeit des Dreifach-Torschützen Anthony Modeste sei eine «andere Dimension» gewesen, betonte Dardai: «Es war FC Modeste gegen Hertha BSC: 4:2.»