VfB-Trainer Wolf: Verlust der Tabellenführung als Chance

Stuttgart (dpa) – Trainer Hannes Wolf will sich von der jüngsten Serie ohne Sieg und der verlorenen Tabellenführung des VfB Stuttgart in der 2. Fußball-Bundesliga nicht verunsichern lassen.

VfB-Trainer Wolf: Verlust der Tabellenführung als Chance
Stuttgarts Trainer Hannes Wolf: «Können sehr, sehr viel gewinnen.» Foto: Daniel Karmann

Stuttgart (dpa) – Trainer Hannes Wolf will sich von der jüngsten Serie ohne Sieg und der verlorenen Tabellenführung des VfB Stuttgart in der 2. Fußball-Bundesliga nicht verunsichern lassen.

«Wir dürfen uns nicht einreden lassen, dass wir etwas zu verlieren haben. Wir sollten stattdessen das Gefühl haben, dass wir sehr, sehr viel gewinnen können», sagte der 35-Jährige in einem Interview des «Kicker». In den vergangenen drei Partien spielte Stuttgart zweimal Remis und verlor 0:1 in Fürth. Mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Union Berlin steht der VfB auf Rang zwei der Tabelle.

Hoffenheimer Süle hatte kuriose Anfrage aus der Türkei

München (dpa) – Nationalspieler Niklas Süle vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim hatte als Jugendlicher eine kuriose Anfrage aus der Türkei.

Hoffenheimer Süle hatte kuriose Anfrage aus der Türkei
Der Hoffenheimer Niklas Süle hatte eine kuriose Anfrage aus der Türkei. Foto: Patrick Seeger

München (dpa) – Nationalspieler Niklas Süle vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim hatte als Jugendlicher eine kuriose Anfrage aus der Türkei.

«In der U16 hat mich einmal der türkische Nationaltrainer angerufen. Er wollte, dass ich für die Türkei spiele. Mein Name würde ja türkisch klingen, meinte er», sagte der 21 Jahre alte Abwehrspieler in einem Interview der «tz» und dem «Express».

Süle, der seit dem 15. Lebensjahr in diversen Auswahlteams des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zum Einsatz kam, lehnte die Anfrage ab. «Ich musste ihn enttäuschen. Mein Name kommt nicht aus der Türkei, sondern aus Ungarn. Mein Vater ist zwar hier geboren, hatte allerdings auch noch einen ungarischen Pass, bis er 16 war», erklärte Süle, der im Sommer für rund 20 Millionen Euro Ablöse zum FC Bayern München wechseln wird.

Hosogai verlässt VfB Stuttgart und wechselt nach Japan

Stuttgart (dpa) – Mittelfeldspieler Hajime Hosogai verlässt den VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung und wechselt zum japanischen Club Kashiwa Reysol in die J-League.

Hosogai verlässt VfB Stuttgart und wechselt nach Japan
Hajime Hosogai kehrt nach Japan zurück. Foto: Guido Kirchner

Stuttgart (dpa) – Mittelfeldspieler Hajime Hosogai verlässt den VfB Stuttgart mit sofortiger Wirkung und wechselt zum japanischen Club Kashiwa Reysol in die J-League.

Der 30-jährige Japaner habe den Wunsch geäußert, den VfB zu verlassen, teilte der Fußball-Zweitligist mit. «Wir haben die Situation gemeinsam erörtert und am Ende seinem Wunsch entsprochen», sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser. «Er möchte regelmäßig spielen».

Unter Trainer Hannes Wolf war Hosogai zuletzt nicht mehr zum Einsatz gekommen. Ex-Trainer Jos Luhukay hatte ihn vor der aktuellen Saison von Hertha BSC zu den Schwaben geholt.

Sportdirektor Kreuzer kündigt beim KSC härtere Gangart an

Der Karlsruher SC ist nach der erneuten Niederlage am Sonntag am Tabellenende der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Sportdirektor Oliver Kreuzer wirft den Spielern mangelnde Professionalität vor, Trainer Mirko Slomka nimmt er in Schutz.

Sportdirektor Kreuzer kündigt beim KSC härtere Gangart an
Oliver Kreuzer ist der Sportdirektor beim Karlsruher SC. Foto: Thomas Eisenhuth

Karlsruhe (dpa) – Sportdirektor Oliver Kreuzer hat nach der 0:3-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf die Profis des Karlsruher SC scharf angegriffen und eine härtere Gangart angekündigt. 

«Ich sage, die Mannschaft braucht Druck. Die Mannschaft muss härter angegangen werden. Da wird der Hebel angesetzt», sagte der 51-Jährige. Außerdem sucht Kreuzer beim Zweitliga-Letzten Führungsfiguren, die auf dem Platz vorangehen.

«Die Frage nach der Hierarchie ist berechtigt. Ich habe gestern auch überlegt, mit wem rede ich? Wen bestelle ich mir da ein? Da bin ich auf maximal drei Spieler gekommen», räumte er ein.

Viele Profis des Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga müssten endlich lernen, was Professionalität bedeute, forderte er. «Ich muss nicht glauben, dass ich, wenn ich Hannover 2:0 schlage, mich nachts wieder irgendwo in einer Diskothek feiern lassen kann. Wenn ich freitags das Spiel in Aue habe. Das funktioniert nicht», sagte Kreuzer und bedauerte, dass er dies nicht früher mitbekommen habe. 

Der Sportdirektor kritisierte auch Jung-Profi Marvin Mehlem, der eine Trainingseinheit verpasst hatte: «Warum? Weil er verschläft. Der kommt nicht eine Viertelstunde zu spät, der kommt nicht eine halbe Stunde zu spät, der kommt gar nicht. Geht das? Professionalität! Vor der eigenen Haustüre kehren. Verantwortung übernehmen. Jeder Spieler bei sich selbst», forderte Kreuzer.

KSC-Trainer Mirko Slomka nahm er dagegen in Schutz: «Ich lasse nicht zu, dass diese Mannschaft jetzt wieder einen Trainer so ein bisschen infrage stellt», sagte Kreuzer. Bei dessen Vorgänger Tomas Oral habe es geheißen: «Mit dem können wir nicht, der ist zu hart zu uns. Und übrigens Taktik, wir wissen gar nicht, was wir machen sollen.»

Nun habe der Club einen Trainer, der einen anderen Umgang mit den Spielern pflege. «Wenn ich dann irgendwelche Stimmen höre, das sei ein Erstliga-Trainer. Der gibt denen einen Matchplan an die Hand, der zu schwer ist. So ein Quatsch!», schimpfte Kreuzer. Dabei handele es sich lediglich «um drei, vier Key-Facts». Zudem spiele Slomka ein normales 4-2-3-1-System.

An den Klassenerhalt glaubt Kreuzer aber immer noch. «Weil die Mannschaft die Qualität hat», sagte er. Wenn sie diese mit der richtigen Mentalität und Aggressivität auf den Platz bringe, könne es der KSC noch schaffen. «Wenn uns das nicht gelingt, steigen wir ab. Das ist klar», fügte der Sportdirektor hinzu.

Leverkusen kriselt auch unter Korkut

1899 Hoffenheim steht da, wo Leverkusen nach eigenem Verständnis eigentlich hingehört: Auf dem vierten Bundesliga-Platz, der die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation sichert. Doch Europa ist weit weg für Bayer.

Leverkusen kriselt auch unter Korkut
Tayfun Korkut wechselt mit Stefan Kießling kurz vor Schluss noch einen Stürmer ein – ohne Wirkung. Foto: Thomas Frey

Sinsheim (dpa) – Das Dutzend an Niederlagen vollgemacht, der Trainerwechsel noch ohne Wirkung, der Abstiegszone näher als den Europa-Cup-Plätzen: Rudi Völler hat wahrlich schon bessere Zeiten bei Bayer Leverkusen erlebt.

Nach dem 0:1 (0:0) beim Champions-League- Aspiranten 1899 Hoffenheim war der Sportdirektor des Werksclubs restlos bedient. «Es wäre fatal, von den vorderen Plätzen zu sprechen. Wir sind gewarnt: Alle Antennen sind ausgefahren», sagte der 56-Jährige sorgenvoll. «Die Tabelle lügt nicht – sie tut weh.»

Drei Tage nach dem Königsklassen-Aus droht Leverkusen mehr denn je eine Saison abseits der internationalen Bühne. Vom Relegationsplatz in der Fußball-Bundesliga trennen Bayer nur noch vier Punkte. Tayfun Korkut kann als Nachfolger von Roger Schmidt nur ein 1:1 gegen Werder Bremen, ein achtbares, aber wertloses 0:0 bei Atlético Madrid und nun diesen unerquicklichen Auftritt vor 28 117 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena vorweisen. «Wenn man den Kader sieht: Das ist kein kostengünstiges Hobby», meinte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann über den mit Nationalspielern gespickten Gegner.

Während die Kraichgauer zuhause ungeschlagen und auf Kurs Champions League bleiben, würden die Leverkusener nach nur 31 Punkten aus 25 Spielen die Runde wohl am liebsten komplett neu starten. «Im Moment schaue ich nirgendwo hin», sagte Korkut auf die Frage, ob sich seine Mannschaft eher nach unten oder doch noch nach oben orientiere. «Ich werde mich nicht jeden Tag mit der Tabelle beschäftigten.»

Korkut tröstete sich damit, dass seine Truppe «in den letzten beiden Spielen ich weiß nicht wie viele Torchancen hatte». Diese verschenkten Karim Bellarabi, Kevin Kampl und Co. im ersten Durchgang leichtfertig, nach der Pause verballerte der eingewechselte Chicharito Sekunden vor Schluss die einzige Möglichkeit gegen starke Hoffenheimer. «Wir haben eine fast perfekte erste Halbzeit gespielt. Das Einzige was fehlte, war ein Tor», monierte Korkut. «Am Ende hat man schon gemerkt, dass der Tank ein bisschen leer gegangen ist.»

Auch Kevin Volland konnte als Angriffsspitze kaum Akzente setzen. «Wir müssen schauen, dass wir schnellstmöglich ein Spiel gewinnen und eine Serie starten», sagte der Ex-Hoffenheimer, der am Freitag von Bundestrainer Joachim Löw nicht für das Nationalmannschafts-Aufgebot nominiert worden war.

So durfte sich Sandro Wagner in der 62. Minute für das Tor des Tages, zugleich sein elfter Saisontreffer, feiern lassen. Dass Torhüter Bernd Leno dabei den Ball noch über die Linie lenkte, passte bei Bayer ins Bild. Leno sprach von einem «Gurkentor», und Völler seufzte: «Es ist verflucht zur Zeit.» Seine Forderung an seine an sich hochveranlagten Spieler: «Du musst beißen, kämpfen, um ein bisschen nach vorne zu kommen. Gegen Wolfsburg muss die Hütte brennen, um uns von unten abzusetzen.»

Augsburger Rettungsrechnung ohne «Panik»

Ruhe bewahren. Nach dem verpassten Heimsieg gegen Freiburg stellt sich der FC Augsburg auf einen Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag ein. Der Trainer wagt eine Hochrechnung: Schon 38 Punkte sollen reichen.

Augsburger Rettungsrechnung ohne «Panik»
Augsburgs Trainer Manuel Baum ist nach dem Remis gegen Freiburg um Gelassenheit bemüht. Ein Punkt ist ein Punkt. Foto: Stefan Puchner

Augsburg (dpa) – Im Abstiegskampf sind gute Nerven gefragt. Darum waren beim FC Augsburg nach dem verpassten Heimsieg im Kampf-und-Krampf-Spiel gegen den SC Freiburg alle demonstrativ darum bemüht, jeden Anflug von Panik vor dem Horror-Szenario der drohenden Relegationsspiele zu vermeiden.

«Es ist nicht ungewöhnlich für uns, dass wir bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen», verkündete Manager Stefan Reuter, der im Umfeld des Fußball-Bundesligisten «fast schon Hysterie» ausgemacht hatte.

Manuel Baum ordnete die sich zuspitzende Situation ebenfalls als Normalität ein. «Man geht als FC Augsburg in die Saison mit dem Ziel Klassenerhalt», sagte der Trainer. Die Leistung seiner Mannschaft eine Woche nach dem desaströsen 0:3 beim FC Schalke 04 stimmte Baum optimistisch. «Wir haben gezeigt, dass wir in die Liga gehören.»

Der ehemalige Realschullehrer stellte auch eine Rettungsrechnung auf. «Wenn wir in jedem Spiel einen Punkt holen, dann denke ich, dass es reicht», so Baum. 38 Zähler sollen demnach reichen. «Wir werden weiterhin nicht in Panik verfallen, versicherte Torwart Marwin Hitz. Der erste Gegner nach der Länderspielpause heißt Bayern München!

Im Abstiegskampf ist neben guten Nerven aber auch Qualität gefragt. Und die ließ der FCA bis auf den Kopfball von Konstantinos Stafylidis zum 1:1-Ausgleich beim Toreschießen einmal mehr vermissen. 0,96 Tore pro Spiel sind eine mangelhafte Quote. Jeffrey Gouweleeuw traf die Latte. Martin Hinteregger vergab gleich «zwei Riesenbretter», wie Baum anmerkte. Und Moritz Leitner vergab in der 80. Minute bei einem Kopfball die finale Großchance für ein Augsburger Siegtor.

«Wir waren dem Sieg näher», urteilte Hitz. Der Torwart hatte Glück, dass er bei seinem Foul an Mike Frantz, das zum Elfmetertor von Florian Niederlechner führte, nur die Gelbe statt der Roten Karte sah. «1:0 und ein Mann mehr, das hätte uns geholfen», bewertete Niederlechner die Schlüsselszene nach einer halben Stunde.

Auch die Augsburger haderten mit Schiedsrichter Sascha Stegemann wegen eines nicht gegebenen Strafstoßes, als dem Freiburger Lukas Höfler der Ball im Strafraum an den Hand prallte. «Ich bin langsam gelangweilt von den Handsituationen», bemerkte Baum. Er lobte die Moral seines Teams, das besondere «Nehmerqualitäten» beweise. Zum achten Mal in der Saison punktete der FCA nach einem Rückstand, das ist Bundesliga-Bestwert. 16 der 29 Zähler wurden so erkämpft.

Die Situation im Ligakeller spitzt sich trotzdem zu. Bremen und Wolfsburg zogen mit dem FCA gleich, der Hamburger SV (27) auf dem Relegationsplatz ist ganz nah. «Es ist ein bisschen wild unten», meinte Hitz. Reuter peilt weiterhin die direkte Rettung an: «Unser Ziel ist es, drei Mannschaften hinter uns zu lassen.» Der größte Trumpf des FCA ist aus seiner Sicht «die Geschlossenheit bei uns».

Das «Kampfspiel» (Niederlechner) hinterließ auf beiden Seiten Spuren. Augsburg beklagte gleich drei verletzte Akteure (Gouweleeuw, Danso, Moravek), Freiburg einen (Höfler). Der robuste SC-Profi Frantz sprach von einem «Spiel an der Grenze mit vielen blauen Flecken».

Trainer Christian Streich vermisste fußballerische Elemente. «Das Unentschieden war das Maximum», resümierte er. Der Aufsteiger hat weiter gute Aussichten auf einen internationalen Startplatz. Aber Streich äußerte sich am Samstagabend im ZDF-Sportstudio skeptisch, ob «das Abenteuer Europa» tatsächlich gut für den Sportclub wäre.

Sandro Wagner beendet Flaute: «Das ist mein Tor!»

Sinsheim (dpa) – Sandro Wagner legte den Kopf in den Nacken und brüllte seine Erleichterung in den Himmel, dann fielen seine Mitspieler über ihn her.

Sandro Wagner beendet Flaute: «Das ist mein Tor!»
«Hauptsache reingewurstelt»: Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner jubelt. Foto: Thomas Frey

Sinsheim (dpa) – Sandro Wagner legte den Kopf in den Nacken und brüllte seine Erleichterung in den Himmel, dann fielen seine Mitspieler über ihn her.

Der Torjäger von 1899 Hoffenheim hatte nach 519 Minuten Flaute in der Bundesliga wieder getroffen. Sein elftes Saisontor bedeuteten das 1:0 gegen Bayer Leverkusen und einen weiterer Schritt in Richtung Europacup-Teilnahme. «Hauptsache reingewurstelt», kommentierte Wagner die Schlüsselszene am Samstag.

Der verzweifelte Bayer-Torhüter Bernd Leno hatte dem Ball in der 62. Minute allerdings die entscheidende Richtungsänderung gegeben. Die Diskussion über ein Eigentor beendete Wagner aber schnell: «Ich bin der Stürmer, er ist der Torwart – das ist mein Tor!»

Dass der Ex-Darmstädter seit dem 21. Januar nicht mehr getroffen hatte, thematisierte sein Trainer Julian Nagelsmann intern nicht. Und auch nicht, dass Wagner von Joachim Löw nicht für das jüngste Nationalmannschafts-Aufgebot nominiert wurde. «Ich bin in meinen Augen seit einiger Zeit mit Abstand der beste deutsche Stürmer» – mit diesen Worten hatte der 29-Jährige im Dezember für sich geworben. «Ich glaube, das wirft ihn nicht aus der Bahn, auch wenn er bis zum Lebensende nicht Nationalstürmer werden sollte», meinte Nagelsmann schmunzelnd. «Ich war das auch nicht – und bin trotzdem glücklich.»

Verletzte beim FC Augsburg nach Freiburg-Spiel

Augsburg (dpa) – Der FC Augsburg beklagt weitere verletzte Akteure.

Verletzte beim FC Augsburg nach Freiburg-Spiel
Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw (l) wird von Arzt Peter Stiller am Knie behandelt. Foto: Stefan Puchner

Augsburg (dpa) – Der FC Augsburg beklagt weitere verletzte Akteure.

Beim 1:1 des Fußball-Bundesligisten am Samstag gegen den SC Freiburg mussten die Defensivspieler Jeffrey Gouweleeuw (Knie) und Kevin Danso (Prellung am Fuß) sowie Mittelfeldakteur Jan Moravek (Leiste) mit Blessuren vorzeitig das Spielfeld verlassen. Genaue Diagnosen gab es nach der Partie noch nicht. Trainer Manuel Baum hofft, dass das Trio nach der Länderspielpause wieder einsatzfähig sein wird.

DFB-Pokal: Freiburg, Wolfsburg, Sand und Bayer im Halbfinale

Freiburg (dpa) – Rekordsieger 1. FFC Frankfurt ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Fußball-Frauen des SC Freiburg ausgeschieden.

DFB-Pokal: Freiburg, Wolfsburg, Sand und Bayer im Halbfinale
Hasret Kayikci erzielte das Führungstor für den SC Freiburg. Foto: Frank Rumpenhorst

Freiburg (dpa) – Rekordsieger 1. FFC Frankfurt ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Fußball-Frauen des SC Freiburg ausgeschieden.

Das 0:2 (0:1) vor 563 Zuschauern im Möslestadion war zugleich im fünften Duell die erste Pokalniederlage des FFC gegen die Freiburgerinnen. Der SCF steht dank der Treffer der zweimaligen deutschen Nationalspielerin Hasret Kayikci (7. Minute) und Sandra Starke (90.+6) zum fünften Mal in Serie im Pokal-Halbfinale. Bis ins Endspiel hat es der Club aus dem Breisgau noch nie geschafft.

Auch der VfL Wolfsburg steht im Pokal-Halbfinale. Der Titelverteidiger erreichte die Vorschlussrunde durch ein 2:0 (0:0) gegen den FC Bayern München zum dritten Mal in Serie.

In einem engen Duell gelang der eingewechselten Belgierin Tessa Wullaert das Tor zum 1:0 (73. Minute). Gina Lewandowski sorgte mit einem Eigentor (86.) für die Vorentscheidung.

Vier Tage vor dem Bundesliga-Duell am Sonntag war der Tabellenzweite aus Wolfsburg in der ersten Halbzeit klar besser als der Dritte aus München. Die Gäste aus Niedersachsen konnten ihre Überlegenheit aber erst in der zweiten Hälfte ausnutzen und auch das zehnte Pflichtspiel in Serie gewinnen. Der VfL hat nun die Chance auf den dritten Pokalsieg nach 2015 und 2016.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Der FC Bayern verpasste dagegen den erneuten Einzug ins Halbfinale. Dort spielen am 16. April neben dem VfL und Freiburg Vorjahresfinalist SC Sand und Bayer 04 Leverkusen. Leverkusen siegte dank der Treffer von Turid Knaak (18.) und Lisa Schwab (22.) gegen BV Cloppenburg 2:0 (2:0). Schon zuvor war das 1:0 (0:0) des SC Sand bei Werder Bremen perfekt. Das Tor erzielte Nina Burger in der 78. Minute.

Gemischte Gefühle bei 1899-Spielern nach Remis Baden-Derby

Hoffenheim nutzt die Niederlage des Konkurrenten Dortmund nicht aus und verpasst den Sprung auf den direkten Königsklassen-Platz. Vor allem Torjäger Kramaric hadert mit dem 1:1 in Freiburg. Am Ende könnte es aber für beide Teams aus Baden für Europa reichen.

Gemischte Gefühle bei 1899-Spielern nach Remis Baden-Derby
Hoffenheims Niklas Süle wirkte nach dem 1:1 in Freiburg etwas ratlos. Foto: Patrick Seeger

Freiburg (dpa) – Trainer Julian Nagelsmann konnte mit dem 1:1 in Freiburg «ganz gut leben», die Spieler von 1899 Hoffenheim wirkten nach dem verpassten Sprung auf Rang drei dagegen ziemlich ratlos.

«Ich weiß nicht so recht, was ich sagen soll», bekannte der enttäuschte Torschütze Andrej Kramaric nach dem Baden-Derby. Hoffenheim spielte über weite Strecken besser, hatte größere Chancen, hätte nach dem Patzer von Borussia Dortmund bei Hertha BSC (1:2) auf den direkten Champions-League-Platz vorrücken können. Am Ende aber stellte sich Hoffenheim die Frage: Was ist der Punktgewinn im Breisgau überhaupt wert?

«Tabellarisch mache ich mir da kein Kopfzerbrechen, dass wir jetzt vielleicht mal zwei Punkte liegen gelassen haben», sagte Nagelsmann. Denn nach wie vor liegt der jüngste Coach der Fußball-Bundesliga mit seinem Team über dem Soll, er wusste aber auch, «dass etwas mehr drin gewesen wäre». Immer wieder aber war sein Team an der kompakten Defensive der disziplinierten Freiburger Mannschaft oder an deren Keeper Alexander Schwolow gescheitert. Auch die Breisgauer dürfen daher weiter von Europa träumen.

Dass die badischen Clubs bald tatsächlich international spielen könnten, liegt vor allem an der taktischen Flexibilität ihrer Trainer. Zu Beginn sei es eine «ständige Umstellerei» gewesen, sagte SC-Coach Christian Streich. Nagelsmann änderte regelmäßig die Grundordnung seiner Mannschaft, Streich reagierte darauf ebenfalls mit Umstellungen, die Spieler waren ohnehin in ständiger Bewegung. «Aber wir waren das bessere Team», sagte Hoffenheims Kapitän Sebastian Rudy.

Die wenigen guten Chancen nutzten er und seine Kollegen bis auf eine aber nicht. Nur wenige Minuten nach der Führung durch Freiburgs Maximilian Philipp (56. Minute), der einen von TSG-Keeper Oliver Baumann zunächst parierten Foulelfmeter per Nachschuss verwandelte, schloss Hoffenheim einen Angriff entschlossen ab. Aus rund 17 Metern beförderte Kramaric (60.) den Ball aus der Drehung in den Winkel. Zufrieden war der Kroate aber trotz des tollen Treffers nicht.

«Ich habe gehofft, dass wir das Spiel durch das 1:1 drehen können, aber es hat nicht gereicht», sagte er. Stattdessen hätte Freiburg kurz vor Schluss fast noch den Siegtreffer erzielt, Janik Haberer (80.) traf aber nur den Pfosten. Streich machte die Leistung seiner Mannschaft stolz. «Mehr können wir nicht abspulen, als das, was wir heute abgespult haben», sagte der Coach.

Wie gewöhnlich wollte Streich nicht kommentieren, dass sein Team nur einen Punkt vom Europa-League-Platz entfernt ist, für den Trainer des Aufsteigers zählt erst mal nur der Klassenverbleib. Bei Hoffenheim sind die Ansprüche dagegen anders, der internationale Wettbewerb ist so nah wie nie zuvor in neun Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit. «Aber Spiele wie diese müssen wir einfach gewinnen, nur dann kann man von etwas Größerem träumen», sagte Kramaric.