Galatasaray schließt Ex-Profis Sükür und Erdem aus

Istanbul (dpa) – Der türkische Rekordmeister Galatasaray Istanbul hat die ehemaligen Fußballprofis und Club-Legenden Hakan Sükür und Arif Erdem aus dem Verein ausgeschlossen. Beiden sei die Mitgliedschaft entzogen worden, teilte der Verein auf seiner Internetseite mit.

Galatasaray schließt Ex-Profis Sükür und Erdem aus
Hakan Sükür und Arif Erdem (l) bei einem UEFA-Pokalspiel in Dortmund im Jahr 2000. Foto: Ferdinand Ostrop

Istanbul (dpa) – Der türkische Rekordmeister Galatasaray Istanbul hat die ehemaligen Fußballprofis und Club-Legenden Hakan Sükür und Arif Erdem aus dem Verein ausgeschlossen. Beiden sei die Mitgliedschaft entzogen worden, teilte der Verein auf seiner Internetseite mit.

Am Samstag war auf der Jahreshauptversammlung über den Ausschluss von Vereinsmitgliedern abgestimmt worden, die der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen nahestehen sollen. Gülen wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich gemacht. Bei dieser Abstimmung hatten sich die Mitglieder mehrheitlich gegen den Ausschluss von Sükür und Erdem entschieden.

Einen Tag später teilte der Verein mit, dass der Ausschluss der zwei Ex-Nationalspieler bei einer Vorstandssitzung doch beschlossen worden sei. Begründet wurde die Entscheidung nicht. Der Zeitung «Hürriyet» zufolge zog der Vorstand als Begründung die Tatsache heran, dass Sükür und Erdem seit Jahren keine Mitgliedsbeiträge gezahlt hätten.

«Sie haben richtig gehandelt. Diejenigen, die sich mit Verrätern unseres Volkes, unserer Heimat und unseres Staates identifizieren und das Land fluchtartig verlassen, haben in unseren Vereinen nichts zu suchen», wurde der türkische Sportminister Akif Cagatay Kilic von der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zitiert.

Sükür und Erdem gewannen mit Galatasaray von 1997 bis 2000 vier Meistertitel in Serie und holten im Jahr 2000 den UEFA-Pokal.

Todkrankes Kind und England-Star Defoe führen Team aufs Feld

London (dpa) – Für den fünfjährigen Bradley Lowery ist er der Größte: Jermain Defoe, englischer Fußball-Nationalspieler und Stürmer beim FC Sunderland. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Litauen am Sonntag hatten beide eine besondere Rolle.

Todkrankes Kind und England-Star Defoe führen Team aufs Feld
Englands Jermain Defoe (M) steht vor Spielbeginn hinter dem fünfjährigen Bradley Lowery. Foto: David Klein/Cal Sport Media/Zuma

London (dpa) – Für den fünfjährigen Bradley Lowery ist er der Größte: Jermain Defoe, englischer Fußball-Nationalspieler und Stürmer beim FC Sunderland. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Litauen am Sonntag hatten beide eine besondere Rolle.

Hand in Hand führten sie das Nationalteam vor mehr als 77 000 Zuschauern auf das Spielfeld im Londoner Wembley-Stadion. Kapitän Joe Hart ließ dem unheilbar kranken Fünfjährigen und dessen Idol den Vortritt.

«Ich hoffe, du hattest einen großartigen Tag, Bradley. Es war perfekt, mit dir in Wembley einzulaufen», twitterte der 34 Jahre alte Defoe später. Bradley, der an einer seltenen Form von Krebs leidet, und Defoe gelten schon länger als «beste Freunde».

Erst im vergangenen Monat besuchte der Spieler seinen kleinen Fan im Krankenhaus. Und der brachte ihm nun Glück. Bei seinem ersten Länderspiel seit mehr als drei Jahren traf Defoe zum 1:0-Führungstreffer. Das Spiel gewann England mit 2:0.

«Das war ein großartiger Moment für Jermain. Er war so heiß drauf, endlich wieder im Team zu stehen», sagte Englands Trainer Gareth Southgate nach Defoes gelungenem Comeback. «Ich hätte mein Haus darauf verwettet, dass er trifft. Ich denke, er hatte einen positiven Einfluss auf jeden.» Mit 13 Punkten führt England die Gruppe F klar vor der Slowakei (9) an.

Prestigeduell Frankreich-Spanien im Zeichen der Youngster

Ronaldo ist schon 32, Messi wird im Juni 30. Die Fußballwelt sucht nach den Stars der Zukunft. Einige Anwärter stehen beim Duell Frankreich gegen Spanien vor einer internationalen Bewährungsprobe. Dazu gehört auch BVB-Profi Dembélé. Im Mittelpunkt steht ein anderer.

Prestigeduell Frankreich-Spanien im Zeichen der Youngster
Im Spiel gegen Spanien werden alle Augen auf Frankreichs Super-Talent Kylian Mbappé liegen. Foto: Uwe Anspach

Paris (dpa) – Zu Saisonbeginn noch ein Nobody, inzwischen ein beachtetes Super-Talent: Der 18 Jahre alte Kylian Mbappé wird am Dienstag im Mittelpunkt des Prestigeduells zwischen Frankreich und Spanien stehen.

Neben dem Flügelstürmer von Dortmunds nächstem Champions-League-Gegner AS Monaco drängen sich beim Vize-Europameister viele weitere Youngster auf, darunter BVB-Star Ousmane Dembelé (19). Und auch die Gäste setzen in Paris nach Rückschlägen bei WM 2014 und EM 2016 auf frisches Personal.

«Ich weiß, dass ich das Glück habe, viele junge Spieler mit großem Talent zu haben», sagte Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps der spanischen Zeitung «El País». Bei dem Duell, bei dem die Spanier an den Ort ihrer Achtelfinal-Niederlage vom 27. Juni 2016 gegen Italien (0:2) ins Stade de France zurückkehren, würden die jungen Profis «viel Erfahrung sammeln können», so Deschamps.

Wenn der sonst mit Lob zurückhaltende Trainer vom «großen Talent» schwärmt, dann meint er nicht nur Mbappé und Dembélé, sondern auch die Monaco-Profis Benjamin Mendy (22) und Thomas Lemar (21), den Pariser Adrien Rabiot (21) oder den Barcelona-Verteidiger Samuel Umtiti (23). Kein Profi sorgt aber zur Zeit für derart viel Furore wie Mbappé. Vor allem, seitdem er mit dem AS Monaco Manchester City und Startrainer Pep Guardiola aus der Champions League schoss.

Am Samstag feierte Mbappé bei seiner Einwechslung in der 78. Minute des WM-Qualifikationsspiels gegen Luxemburg (3:1) dann auch noch seine Länderspielpremiere – mit 18 Jahren, drei Monaten und fünf Tagen als jüngster Debütant der Équipe seit 1955. Der Sturm der Begeisterung war plötzlich nicht aufzuhalten. Nach Meinung von Deschamps weckt Mbappé Erinnerungen an Frankreich-Legende Thierry Henry. Der Rekordtorjäger der Blauen sagte jüngst: «Kylian benutzt beim Dribbeln sein Gehirn. Er wird es weit bringen.»

Spanien-Stürmer Diego Costa nannte Mbappé einen «Killer». Bei Real Madrid gilt der neue Henry bereits als designierter Nachfolger von Weltfußballer Cristiano Ronaldo (32). Er solle im Sommer geholt werden, heißt es. Die Sport-Zeitung «AS», so etwas wie ein Hausblatt der Königlichen, widmet Mbappé daher seit Tagen immer wieder mehrere Seiten. Real-Boss Florentino Pérez sagte, Mbappé könne «ohne weiteres neben Karim Benzema spielen».

Dafür müsste der Unternehmer aber gewaltig investieren. Fürst Albert II. betonte, man werde alles tun, um den Spieler im Fürstentum zu halten. Nach Medienberichten schlug die Association Sportive jüngst ein 110-Millionen-Euro-Angebot von Manchester United aus.

Aber nicht nur die Franzosen setzen auf Verjüngung. Noch haben in Spanien zwar die Routiniers um Andrés Iniesta, Gerard Piqué, Sergio Ramos und Sergi Busquets das Sagen. Der seit vorigem August amtierende Trainer Julen Lopetegui will aber nach eigenen Angaben der Generation von 2013, den U-21-Europameistern jenes Jahres um den Bayern-Strategen Thiago, um Nacho, Isco, Carvajal und Morata (alle Real Madrid) immer mehr Verantwortung übertragen. «In Saint-Denis muss sich die neue Garde beweisen», forderte die Zeitung «La Vanguardia» nach dem 4:1-Erfolg in der WM-Quali gegen Israel.

Oranje auf Trainersuche: Van Gaal, de Boer oder Mister X?

Nationaltrainer in den Niederlanden – das war jahrelang ein absoluter Traumjob. Doch inzwischen ist der Posten nicht mehr so beliebt, die Suche nach einem Nachfolger von Danny Blind dürfte nicht einfach werden.

Oranje auf Trainersuche: Van Gaal, de Boer oder Mister X?
Für Trainer Danny Blind ist die Zeit beim Oranje-Team abgelaufen. Foto: Vadim Ghirda

Amsterdam (dpa) – Nach dem 20-Monate-Missverständnis mit Danny Blind beginnt in den Niederlanden die schwere Suche nach einem Nachfolger. Louis van Gaal, Frank de Boer, Ronald Koeman und sogar Jürgen Klinsmann wurden in den heimischen Medien als Kandidaten genannt.

«Wir hoffen, schnell mit einem neuen Bondscoach zu einer Einigung zu kommen, aber es wird sicherlich nicht schon in einer Woche klar sein», sagte KNVB-Direktor Jean Paul Decossaux. Im Test gegen Italien am Dienstag in Amsterdam wird Blinds bisheriger Assistent Fred Grim das Oranje-Team einmalig betreuen.

Zusammen mit Sportdirektor Hans van Breukelen muss der eigentlich für wirtschaftliche Belange zuständige Decossaux einen Trainer finden, der die Niederlande doch noch zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland führt. Nach dem peinlichen 0:2 in Bulgarien, das Blind am Tag danach den Job kostete, kein leichtes Unterfangen. Schließlich belegt die Elftal mit sieben Punkten zur Halbzeit der Qualifikation in der Gruppe A nur den vierten Platz. Oranje sei «von einem Porsche Cayman abgesackt zu einem Skoda Fabia mit zwei platten Reifen», schrieb das Fachmagazin «Elf Voetbal».

Geht es nach den Fans im Land des Europameisters von 1988, dann soll van Gaal die zuletzt schwächelnden Spieler um Bayern-Star Arjen Robben wieder an seine hart Hand nehmen. «Unter Louis sind wir Dritter bei der WM geworden, er ist einfach der Beste, der rumläuft», hieß es von Seiten der Supporter-Vereinigung.

Auch beim Verband hofft man auf die Unterstützung des 65-Jährigen, wohl in erster Linie aber bei der Suche nach einem neuen Bondscoach. Man werde allerlei Experten um Rat fragen, sagte Decossaux, ohne den Namen van Gaal zu nennen. Der «General» hatte seine Trainerkarriere unlängst eigentlich für beendet erklärt, sich aber ein Hintertürchen offengelassen.

Unter dem früheren Bayern-Coach hatten die Niederländer 2014 in Brasilien eine überraschend erfolgreiche WM als Dritter abgeschlossen. Seitdem geht es mit dem Fußball in den Niederlanden aber bergab. Erst scheiterte der lustlose Guus Hiddink, dann ab 1. Juli 2015 dessen überforderter Nachfolger Blind. «Alles, was Danny Blind anfasste, wurde zu verbranntem Gummi», schrieb das «Algemeen Dagblad» über die enttäuschende Amtszeit von Blind. Der Ex-Profi verpasste erst die EM 2016, nun drohte er die WM 2018 in Russland zu verfehlen.

Doch auch auf den Nachfolger wartet viel Arbeit. Es fehle einfach an Qualität, das sei eigentlich bereits vor der WM in Brasilien vor zwei Jahren so gewesen, sagte Robben. «Mit einer anderen Spielweise haben wir da viel kaschieren können», sagte der Kapitän, der wegen der aktuellen Entwicklung seine Rückkehr nach München verschob, um beim Team zu bleiben. Auch der ehemalige Bundesliga-Trainer Huub Stevens sieht die Probleme im niederländischen Fußball tiefer liegend. «Wir müssen an der Siegermentalität der jungen Spieler arbeiten», sagte Stevens.

Spätestens bis Juni, wenn die nächsten Qualifikationsspiele anstehen, soll der Nachfolger von Danny Blind feststehen. Bis dahin wird in den Niederlanden wild spekuliert. Wirklich überraschen würde es nicht, wenn am Ende tatsächlich wieder van Gaal die Verantwortung übernimmt.

FC Bayern rechnet mit baldiger Rückkehr von Costa

München (dpa) – Der FC Bayern München rechnet mit einer schnellen Rückkehr von Offensivspieler Douglas Costa.

FC Bayern rechnet mit baldiger Rückkehr von Costa
Der FC Bayern hofft auf eine schnelle Rückkehr von Douglas Costa. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) – Der FC Bayern München rechnet mit einer schnellen Rückkehr von Offensivspieler Douglas Costa.

«Laut Arzt geht es dem Spieler sehr gut. Er wird Anfang der Woche wieder ins Training einsteigen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Deutschen Presse-Agentur. Costa hatte wegen einer Knieverletzung beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach passen müssen.

Costa sagte wegen der Blessur auch für die WM-Qualifikationsspiele der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Uruguay und Paraguay ab. Der 26-Jährige ließ sich stattdessen in München behandeln.

«Eine Operation war und ist überhaupt kein Thema. Es scheint ihm so gut zu gehen, dass er in nicht allzu ferner Zukunft auch spielen kann. Ich weiß nicht, ob es schon für Augsburg reicht. Aber danach wird er wieder zur Verfügung stehen», sagte Rummenigge.

Am Samstag sind die Bayern Gastgeber für den FC Augsburg. Drei Tage später steht das Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim an.

US-Fußballer wollen den nächsten Schritt machen

Panama-Stadt (dpa) – Dem ersten Sieg soll der zweite folgen – die USA stehen gegen Panama vor einem richtungsweisenden Spiel. Die US-Boys wollen mit einem Sieg einen wichtigen Schritt zur Fußball-WM 2018 in Russland machen, können aber auch viel verlieren.

US-Fußballer wollen den nächsten Schritt machen
Bruce Arena ist der Coach der US-Boys. Foto: Marcio Jose Sanchez

Panama-Stadt (dpa) – Dem ersten Sieg soll der zweite folgen – die USA stehen gegen Panama vor einem richtungsweisenden Spiel. Die US-Boys wollen mit einem Sieg einen wichtigen Schritt zur Fußball-WM 2018 in Russland machen, können aber auch viel verlieren.

«Wenn wir unseren Job in Panama machen, können wir in der Tabelle klettern und dorthin zurückkommen, wo wir hingehören», sagte Nationalteam-Verteidiger Geoff Cameron. Das nötige Selbstvertrauen vor dem Duell mit dem Tabellennachbarn haben die USA: Beim Pflichtspiel-Start von Jürgen Klinsmanns Trainer-Nachfolger Bruce Arena feierte die Mannschaft einen 6:0-Kantersieg gegen Honduras.

Durch den Erfolg kletterten die USA immerhin schon auf Platz vier der CONCACAF-WM-Qualifikationsgruppe. Das reicht aber noch nicht. Um sich direkt für Russland zu qualifizieren, muss mindestens Platz drei her. Ein Punkt beträgt der Rückstand auf Panama, das am Freitag beim 0:1 gegen Trinidad und Tobago seine erste Niederlage in der aktuellen Qualifikationsrunde hinnehmen musste.

Im Duell mit den Mittelamerikanern muss Arena auf einige Spieler verzichten. So steht John Anthony Brooks von Hertha BSC wegen der Folgen einer Infektion nicht zur Verfügung. Außerdem fallen Michael Orozco, Jordan Morris und Sebastian Lletget aus.

Spitzenreiter der Quali-Gruppe ist Mexiko um Leverkusen-Stürmer Chicharito. Der Tabellenführer trifft am vierten Spieltag auf Trinidad und Tobago, Honduras empfängt Costa Rica.

Sneakers: Fußballstars und ihr Schuh-Tick

Frankfurt/Main (dpa) – Nicht mehr nur Trikots, sondern vor allem Sneakers und Caps: Fußballprofis haben in einer Umfrage des Bundesliga-Magazins ihre nicht ganz billige Sammelleidenschaft für modische Accessoires offenbart.

Sneakers: Fußballstars und ihr Schuh-Tick
Jérôme Boateng steht auf Sneakers. Foto: Jörg Carstensen

Frankfurt/Main (dpa) – Nicht mehr nur Trikots, sondern vor allem Sneakers und Caps: Fußballprofis haben in einer Umfrage des Bundesliga-Magazins ihre nicht ganz billige Sammelleidenschaft für modische Accessoires offenbart.

«Ich hatte einmal um die 650 Paar, aus Platzgründen nach dem Umzug jetzt ein bisschen weniger», sagte Weltmeister Jérôme Boateng vom FC Bayern zu seinen Freizeit-Tretern. «Eigentlich heißt es ja immer: Frauen hätten einen Schuh-Tick und viel mehr Schuhe als Männer. Bei uns daheim ist es umgekehrt.»

Auch Hoffenheims Abwehrspieler Benjamin Hübner («Ich darf gar nicht verraten, wie viele Paare es mittlerweile sind») und Leon Balogun sammeln Sneakers: «Ich habe zwar nicht so viele wie Jérôme Boateng, aber 100 Paar kommen schon zusammen», sagte der Mainzer.

Für Frankfurts US-Nationalspieler Timothy Chandler gilt: «Egal in welcher Stadt oder in welchem Land – ein paar Schuhe zu kaufen ist für mich Pflicht.» Zum Ausgleich sammle er Küchengeräte – «weil ich auch leidenschaftlich gerne koche.»

Der Leipziger Angreifer Yussuf Poulsen sammelt Jogginghosen. «Ich trage sie jeden Tag, andere Hosen habe ich eigentlich gar nicht im Schrank.» Borussia Dortmunds exzentrischer Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang liebt Schuhe und Caps. «Bei Schuhen bin ich schlimmer als (fast) jede Frau. Und Caps gehen auch fast immer, außerdem brauche ich dann mein Frisur nicht zu stylen, was bei mir schon mal länger dauern kann.»

Schalke-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar hat eine etwas andere Leidenschaft: «Ich sammle zusammen mit meiner Frau süße Kinder», sagte der Niederländer. «Vier haben wir schon, mal schauen, wie viele noch dazukommen.»

1. FC Köln: Schumacher sieht gute Chance auf Europa League

Köln (dpa) – Vize-Präsident und Vereins-Ikone Toni Schumacher sieht eine gute Chance für den Bundesligisten 1. FC Köln auf die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren.

1. FC Köln: Schumacher sieht gute Chance auf Europa League
Toni Schumacher ist der Vize-Präsident des 1. FC Köln. Foto: Jonas Güttler

Köln (dpa) – Vize-Präsident und Vereins-Ikone Toni Schumacher sieht eine gute Chance für den Bundesligisten 1. FC Köln auf die erste Europacup-Teilnahme seit 25 Jahren.

«Ich bin guter Dinge, dass wir den Platz verteidigen können», sagte der frühere Fußball-Nationaltorhüter der «Bild»-Zeitung: «Wenn alle Spieler zurückkommen, ist das möglich.»

Der aktuell sechste Tabellenplatz sei berechtigt: «Wir hatten weder Glück noch Vorteile durch strittige Schirientscheidungen. Wir stehen nicht zufällig auf diesem Tabellenplatz», betonte Schumacher, der die Europa-League-Teilnahme aber nicht als Pflicht erachtet: «Keiner wird das Team steinigen, wenn wir es nicht schaffen sollten.»

Auch in Bezug auf den Verbleib von Leistungsträgern wie Anthony Modeste oder Jonas Hector sieht Schumacher den Verein nicht unter Druck. «Für mich war früher mein Verein entscheidend, nicht der Wettbewerb und nicht das Geld. Die Jungs haben laufende Verträge und fühlen sich wohl», sagte er.

Hannover-Boss Kind hat Angst vor Mittelmaß

Hannover (dpa) – Clubchef Martin Kind sieht im Falle eines verpassten Aufstiegs große Probleme für den Fußball-Zweitligisten Hannover 96. «Die Gefahr ist sehr groß – und da gibt es in der 2. Liga einige Beispiele – dass man dann im Mittelmaß versinkt», sagte Kind der «Bild».

Hannover-Boss Kind hat Angst vor Mittelmaß
Martin Kind, Präsident von Hannover 96. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa) – Clubchef Martin Kind sieht im Falle eines verpassten Aufstiegs große Probleme für den Fußball-Zweitligisten Hannover 96. «Die Gefahr ist sehr groß – und da gibt es in der 2. Liga einige Beispiele – dass man dann im Mittelmaß versinkt», sagte Kind der «Bild».

Daher sei der Erstliga-Absteiger finanziell «ein deutliches Risiko eingegangen. Zusammen mit Stuttgart haben wir die teuerste Mannschaft.» Hannover 96 liegt derzeit auf Platz vier der Tabelle. Vor einer Woche hat Hannover Trainer Daniel Stendel freigestellt und André Breitenreiter als Coach verpflichtet.

Goretzka: Bekommen einfach die Konstanz nicht rein

Gelsenkirchen (dpa) – Fußballprofi Leon Goretzka hat sich selbstkritisch zum bisherigen Saisonverlauf des Bundesligisten FC Schalke 04 geäußert.

Goretzka: Bekommen einfach die Konstanz nicht rein
Leon Goretzka steht seit 2013 bei Schalke unter Vertrag. Foto: Marius Becker

Gelsenkirchen (dpa) – Fußballprofi Leon Goretzka hat sich selbstkritisch zum bisherigen Saisonverlauf des Bundesligisten FC Schalke 04 geäußert.

«Wir bekommen einfach die Konstanz nicht rein», sagte der 22 Jahre alte U21-Nationalspieler dem «kicker». Es gebe Spiele, in denen Schalke gezeigt habe, dass die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl mit den Topteams mithalten könne oder sogar besser sei. «Aber auch Spiele, in denen wir ganz viele Dinge haben vermissen lassen», ergänzte Goretzka.

Vor allem der «katastrophale Start», wie Goretzka zu den fünf Erstliga-Niederlagen zu Beginn der Spielzeit 2016/17 bemerkte, hat nach seiner Ansicht maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schalker nach 25 Spieltagen mit 33 Punkten lediglich Tabellenrang neun einnehmen: «Du hast das Gefühl, du läufst immer nur hinterher.» Zudem seien dem Weinzierl-Team durch Verletzungen viele Spieler weggebrochen. «Das war bitter.»

Ob er seinen bis 30. Juni 2018 laufenden Vertrag mit den Gelsenkirchenern verlängert, ist laut Goretzka noch offen: «Es sind bislang weder mit Schalke noch mit anderen Clubs Gespräche gelaufen.» Aktuell wolle er sich auf die «schwierige Phase» des Vereins konzentrieren.

Zu seinen Chancen in der A-Nationalmannschaft sagte Goretzka, er sei sehr ehrgeizig: «Und daher ist es mein Ziel, in der A-Nationalmannschaft zu spielen. Aber das wird Jogi Löw entscheiden. Er wird den richtigen Weg für mich finden.»