Ex-FSV-Trainer Vrabec wechselt nach Liechtenstein

Vaduz (dpa) – Nur zwei Wochen nach seiner Freistellung beim Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt ist Roland Vrabec als neuer Trainer beim FC Vaduz vorgestellt worden.

Ex-FSV-Trainer Vrabec wechselt nach Liechtenstein
Roland Vrabec trainiert jetzt den FC Vaduz. Foto: Jan Hübner

Vaduz (dpa) – Nur zwei Wochen nach seiner Freistellung beim Fußball-Drittligisten FSV Frankfurt ist Roland Vrabec als neuer Trainer beim FC Vaduz vorgestellt worden.

Der Club aus Liechtenstein, der in der Schweizer Super League Liga spielt und dort Tabellenletzter ist, stattete den 43-Jährigen mit einem Vertrag bis 2018 aus, der auch im Falle eines Abstiegs weiterläuft. Vor seiner Station beim FSV Frankfurt arbeitete Vrabec unter anderem für den FC St. Pauli und den FSV Mainz 05.

Brøndby testet harmlosere Pyrotechnik

Wenn Fußballfans im Stadion Feuerwerk zünden, ist das nicht nur gefährlich – sondern kommt die Vereine oft teuer zu stehen. In Dänemark wollen Fans und ihr Verein gemeinsam Abhilfe schaffen.

Brøndby testet harmlosere Pyrotechnik
Lasse Bauer, Fanbeauftragter von Brøndby, demonstriert die Ungefährlichkeit der neuen Pyrotechnik. Foto: Julia Wäschenbach

Brøndby (dpa) – Mindestens zweimal im Jahr wird es besonders brenzlig. Dann treffen die Erzrivalen der dänischen Superliga, der FC Kopenhagen und der Vorort-Club Brøndby IF im Lokalderby aufeinander.

Schon vor dem Spiel brennt es auf den Tribünen lichterloh, und die Pyrotechnik taucht das Stadion bisweilen in soviel Rauch, dass der Anpfiff verschoben werden muss. Kein anderer Verein in Dänemarks höchster Liga kassiert so oft so dicke Geldstrafen für illegales Feuerwerk wie Brøndby. Das stinkt dem Club. Auf die Idee eines Pyrotechnikers hin entwickelt Brøndby darum mit Fans zusammen ungefährlicheres Zündzeug – und hofft, dass die Erfindung zum Exportschlager in Europa wird.

«Es gibt ja nicht einen einzigen Fußballverein auf der Welt, dem es gelungen ist, den Gebrauch von römischen Lichtern einzudämmen», sagt Brøndbys Fanbeauftragter Lasse Bauer. «Wir wissen nicht, ob das hier eine endgültige Lösung sein wird – es kann auch sein, dass wir damit scheitern. Aber wir werden nicht aufhören, es zu versuchen, denn die jetzige Situation ist unhaltbar.»

Seit römische Lichter in den 90er Jahren in Dänemark verboten wurden, stehen sich Fans und Liga-Verantwortliche «steil gegenüber», wie Bauer es ausdrückt. «Und Brøndby ist als Fußballverein gefangen zwischen den beiden Lagern.» Während die Strafen in die Höhe geschraubt wurden, hätten Fans das Feuerwerk als ihren letzten Ausdruck von Antiautorität und Unabhängigkeit gesehen. Für viele sei Pyrotechnik so natürlich wie der Schal und die Flagge.

«Klar gibt es da auch so ein Bedürfnis, zu beweisen, dass man sich mehr traut als die gegnerischen Fans, und sich auch ans Illegale wagt», sagt Bauer. Die Hoffnung des Vereins: Wenn legale Pyrotechnik einen genauso starken Lichteffekt hervorrufen kann, sind die Fans vielleicht in Zukunft geneigt, diese mehr zu nutzen.

Genau daran haperte es aber noch bei dem ersten Entwurf, mit dem Pyrotechniker Tommy Cordsen auf Brøndby und seine Fans zukam. «Wir konnten schnell sehen, dass der nicht kräftig genug leuchtete», sagt Bauer. Denn die neue Technik soll legal und sicher sein und so wenig wie möglich qualmen, aber auch einen ordentlichen Lichteffekt bieten. «Es macht keinen Sinn, ein Produkt einzuführen, das unsere Fans ohnehin nicht nutzen wollen», sagt Bauer. «Also haben wir uns mit den Fans zusammengesetzt und dem Pyrotechniker ihre Kritik übermittelt.» Am Ende sollen es schließlich auch die Anhänger sein, die das Feuerwerk einkaufen und unter Gleichgesinnten weitervertreiben.

Herausgekommen ist eine zweite Version, die der zuständigen Behörde innerhalb der EU – der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin – jetzt zur Genehmigung vorliegt. «Wir sind damit nicht am Ziel, aber wir haben 70 bis 75 Prozent der Lichtstärke erreicht, die wir haben wollen», sagt Bauer. Im Vergleich zur heute von den Fans genutzten Pyrotechnik qualmt das neue Feuerwerk nach Brøndby-Angaben 90 Prozent weniger – und ist viel kälter: «Man kann mit der Hand durchgreifen, ohne sich zu verbrennen», sagt Bauer. «Und du kannst ein Fußballtrikot damit streifen, ohne dass es schmilzt.»

Hundertprozentig sicher kann der Verein das Stadionerlebnis für seine Anhänger damit nicht machen. Aber das hätten die Kontrollen bisher viel weniger geschafft, meint Lauritsen. «Wir tun alles, was wir können, um sicherzugehen, dass nichts rein kommt.» Aber es nütze auch nichts, «ein Fußballstadion in eine Festung zu verwandeln», sagt der Sicherheitschef. «Wenn man eine Kontrolle hat wie am Flughafen, kann man genauso gut hinter verschlossenen Türen spielen», meint Bauer.

Wie viel die Fan-Feuerwerke den Verein insgesamt schon gekostet haben, will Lauritsen nicht verraten. Nur soviel: «Wir würden das Geld gern für andere Dinge ausgeben.» Zuletzt war der Club nach einem Qualifikationsspiel für die Europa League bei Hertha BSC abgestraft worden, nachdem die Fans des dänischen Kultvereins vom Gästeblock aus Pyrotechnik abgefeuert hatten. Brøndby bekam dafür eine Rechnung über 30 000 Euro. Außerdem mussten beim späteren Heimspiel gegen Panathinaikos Athen 2000 Sitze mehr als sonst leerbleiben.

Auch in der Bundesliga kassieren Vereine immer wieder Geldstrafen, weil Fans verbotenes Feuerwerk zünden. Zuletzt hatte das Sportgericht des DFB den SV Darmstadt vergangene Woche zur Zahlung von 44 000 Euro verdonnert, nachdem Anhänger bei den beiden letzten Partien gegen den hessischen Rivalen Eintracht Frankfurt unter anderem Leuchtraketen in Richtung des gegnerischen Blocks abgeschossen hatten. Auch die Mainzer traf es in dieser Saison bereits mehrmals.

Einen ernsten Zwischenfall gab es Ende Januar, als ein Kameramann zum Anpfiff der Bundesliga-Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach durch Pyrotechnik verletzt wurde, die vor dem Bayer-Fan-Block abgebrannt worden war.

In Brøndby habe sich durch Feuerwerk zum Glück noch niemand verletzt, sagt Lauritsen. Damit das so bleibt, will der Verein die neue Technik möglichst schnell im Stadion testen. Doch mit grünem Licht von der BAM rechnet der Verein frühestens im Sommer – und hofft, im Herbst erstmals legale Pyrotechnik auf den Fantribünen leuchten zu sehen.

Southgate will England zum besten Team der Welt machen

Vor dem Fußball-Klassiker gegen Deutschland hat der englische Nationaltrainer Gareth Southgate den Spielern der Three Lions seine Vision für die Zukunft erklärt. Der neue Coach hat ehrgeizige Ziele und ungewöhnliche Motivationsmethoden.

Southgate will England zum besten Team der Welt machen
Gareth Southgate will die Engländer zum besten Team der Welt machen. Foto: Simon Cooper

London (dpa) – Den bittersten Moment seiner Karriere führte Gareth Southgate den Spielern noch einmal auf Video vor. Zum fünfminütigen Clip mit guten und schlechten Momenten der englischen Fußballgeschichte gehörte auch sein Fehlschuss im Elfmeterschießen des EM-Halbfinals 1996 gegen Deutschland.

Der heutige Nationaltrainer war mit seinem schwachen Schuss an Andreas Köpke gescheitert, Andreas Möller verwandelte und Englands Traum von «Football’s coming home» bei der Heim-EM war geplatzt.

«Er wollte uns zeigen, wie weit er seitdem gekommen ist», erklärte Stürmer Jamie Vardy nach dem Treffen im Trainingszentrum im St. George’s Park. Southgate wollte das Team vor seinem ersten Spiel nach dem Aufstieg vom Interims- zum Chefcoach am Mittwoch in Dortmund gegen Weltmeister Deutschland (20.45 Uhr) motivieren.

Für Vardy und Co. dürften ohnehin die Szenen aus dem Achtelfinale der EM 2016 in Frankreich deutlich unangenehmer gewesen sein, als sie sich mit 1:2 gegen Außenseiter Island blamierten und ausschieden. Wenn es nach Southgate geht, sollen die Spieler solche Negativerlebnisse abhaken und daraus lernen.

In Zukunft soll es solche Blamagen natürlich nicht mehr geben. Der frühere Nationalspieler und ehemalige U21-Trainer Englands präsentierte am Montag seine ambitionierte Vision. Er wolle England zum «besten Team der Welt» machen, erklärte der 46-Jährige seinen Spielern. Das klingt nicht gerade bescheiden. Team-Neuling James Ward-Prowse vom FC Southampton schwärmte nach dem Treffen von der besonderen Leidenschaft Southgates und einer starken Botschaft.

Seine Vorgänger waren zuletzt nicht gerade vom Glück verfolgt. Lautsprecher Sam Allardyce wurde nach nur einem Spiel entlassen, weil er gegenüber verdeckt ermittelnden Reportern erklärt hatte, wie man die Transferregeln des englischen Verbands umgeht. Der Fußball von dessen Vorgänger Roy Hodgson, der von 2012 bis 2016 im Amt war, wurde mitunter als langweilig kritisiert. Vor ihm leiteten der glücklose Steve McLaren und der Italiener Fabio Capello die Geschicke der Nationalmannschaft.

Jetzt kommt Southgate mit seiner ehrgeizigen Vision und ohne Angst vor heiklen Entscheidungen. Schon als Interimscoach war er im vergangenen Oktober für den mutigen Schritt gelobt worden, Kapitän Wayne Rooney in der WM-Qualifikation gegen Slowenien auf der Bank zu lassen. Für die anstehenden Länderspiele nominierte er den Rekordtorschützen der englischen Nationalmannschaft gar nicht erst – aus Fitnessgründen, heißt es zumindest offiziell.

Auch für Überraschungen ist Southgate gut. Er berief den 34 Jahre alten Sunderland-Stürmer Jermain Defoe nach dreijähriger Abstinenz wieder ins Länderspiel-Aufgebot. Defoe zeigte sich beeindruckt und stellte klar, was er vom neuen England-Trainer Southgate hält: «Aus meiner Sicht ist er der perfekte Mann für den Job.»

«Das Spiel gegen die Deutschen ist ein Duell, bei dem ich viel über meine Spieler lernen kann. Es ist der Beginn eines Prozesses», sagte Southgate nach der Landung, «wir müssen viel ändern, weil wir zuletzt nicht erfolgreich waren.»

Verzichten müssen die Engländer auf Phil Jones. Der Verteidiger erlitt im Training eine Verletzung und ist bereits zurück zu seinem Club Manchester United gereist.

Nach Meinung von Thomas Tuchel hat Southgate gute Chancen auf eine erfolgreiche Mission. «Ich finde, die englische Nationalmannschaft ist aktuell eine der talentiertesten und aufregendsten Nationalmannschaften – vom Potenzial, von der Alltagsstruktur, vom Talent», befand der Dortmunder Trainer. Es sei deshalb möglich, die Misserfolge der vergangenen Jahre zu überwinden. «Ich könnte mir vorstellen, dass sie bei der nächsten WM und EM in der Lage sind, um den Titel zu spielen.»

«Global Player» Schweinsteiger geht in die USA

Die glücklose Zeit von Bastian Schweinsteiger bei Manchester United ist beendet. Der Weltmeister wechselt zu den Chicago Fire in die USA. Dort spielten vor ihm schon weitere prominente Deutsche.

«Global Player» Schweinsteiger geht in die USA
Bastian Schweinsteiger soll beim US-Club Chicago Fire unterschrieben haben. Foto: Wilson Tsoi

Chicago (dpa) – «Global Player» Bastian Schweinsteiger stürzt sich ins Abenteuer USA und wandelt im Spätherbst seiner Karriere auf den Spuren von Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Lothar Matthäus.

Der bei Manchester United zum Edelreservisten degradierte Ex-Nationalspieler wechselt vorbehaltlich des Medizinchecks und des Erhalts eines Visums mit sofortiger Wirkung zu Chicago Fire. Nach Vereinsgaben unterschrieb er einen Einjahresvertrag.

In einer Video-Botschaft an die Fans beurteilte der 32-Jährige seine weniger als zwei Jahre dauernde Zeit in England durchaus selbstkritisch. «Ich wünschte, ich hätte mehr für Euch tun können», erklärte er: «Aber nun war es an der Zeit für mich, etwas zu ändern.»

Die meisten Weggefährten
und gaben die Schuld für sein Scheitern in Manchester vor allem Teammanager José Mourinho. «Er hat bei Manchester alles reingehauen, aber hatte das Gefühl, dass Manchester ohne ihn plant», sagte Bundestrainer Joachim Löw: «Es ist schade, dass es dort so zu Ende ging, Manchester hätte ihn sicher gebrauchen können.» Bayern-Präsident Uli Hoeneß erklärte bei Sky: «Es war auf die Dauer für ihn kein Zustand, in Manchester nur das fünfte Rad am Wagen zu sein.»

Schweinsteiger selbst stimmte derweil versöhnliche Worte in Richtung des streitbaren Coachs an. «Ich habe es genossen, mit dem Manager, den Spielern und dem Stab zu arbeiten und wünsche allen das Beste für die Zukunft. Mein besonderer Dank geht aber an die United-Fans.»

Hoeneß ist aber sicher, dass Schweinsteiger die richtige Entscheidung getroffen hat: «Er ist ja jetzt ein Global Player geworden, der sich auf der ganzen Welt zurechtfindet. So kann man seine Karriere schon beenden.» Die Bayern hoffen, Schweinsteiger, der 17 Jahre für den Rekordmeister spielte, als Botschafter in ihrem US-Büro einbinden zu können.

Auch Löw glaubt, dass sein langjähriger Kapitän in den USA zufrieden sein wird: «Er fühlt sich wohl in einer großen Stadt, wo er ein bisschen untertauchen und andere Dinge sehen kann. Er ist ein vielseitig interessierter Mensch.»

Ex-Nationalspieler Arne Friedrich, der von März 2012 bis Juni 2013 als bisher einziger Deutscher für Chicago Fire spielte, erklärte bei eurosport.de: «Basti wird dort sicher eine wundervolle Zeit haben.» Auch der frühere US-Nationaltrainer und Bundestrainer Jürgen Klinsmann lobte Schweinsteiger für den «tollen Schritt». «Willkommen in der MLS Basti», schrieb der ehemalige Nationalspieler auf Twitter.

Der erste Deutsche in der 1994 eingeführten Major League Soccer war im Jahr 2000 Lothar Matthäus (NY/NJ Metro Stars). Doch die Tradition deutscher Spieler in den USA ist schon länger.
 und wurde an der Seite von Pelé dreimal Meister mit New York Cosmos. «Bomber» Gerd Müller zog im März 1979 nach und stürmte für die Fort Lauderdale Strikers.

Wie in den 70er-Jahren hat die US-Liga in jüngerer Vergangenheit
, um ihren Ruf aufzupolieren. Aktuell spielen unter anderem die
 in den Staaten.

Chicago Fire gehörte zuletzt aber nicht zu den großen Nummern in der MLS. In den vergangenen vier Jahren verpassten die Men in Red, die 1998 ihren bisher einzigen Meistertitel gewannen, jeweils die Playoffs. In die neue Saison starteten sie mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage ebenfalls mäßig. Schweinsteigers Debüt könnte am 1. April gegen Montreal Impact steigen. «Wir hoffen, dass er im Laufe der nächste Woche hier ankommt. Dann wäre er eine Option für das Spiel», sagte der Club-Generaldirektor Nelson Rodríguez.

Fire-Trainer Veljko Paunovic, der 2005 sechs Bundesliga-Spiele für Hannover 96 bestritt, freut sich auf seinen neuen Star. «In der Kabine wird er ein herausragendes Beispiel für einen Champion sein», sagte er: «Er ist immer noch jemand, der das auch auf dem Spielfeld zeigen und den anderen vormachen kann, wie wir arbeiten, uns vorbereiten, uns verhalten, denken und zusammenarbeiten müssen, um dieses Level zu erreichen.»

Stolzer Preis für neues Chicago-Trikot von Schweinsteiger

Chicago (dpa) – Noch gehört Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger nicht offiziell zum Kader der Chicago Fire, doch sein Trikot mit der Rückennummer 31 wird bereits zum Verkauf angeboten.

Stolzer Preis für neues Chicago-Trikot von Schweinsteiger
Bastian Schweinsteiger wechselt in die USA. Foto: Thomas Eisenhuth

Chicago (dpa) – Noch gehört Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger nicht offiziell zum Kader der Chicago Fire, doch sein Trikot mit der Rückennummer 31 wird bereits zum Verkauf angeboten.

Das neue, im Online-Shop der Major League Soccer, erhältliche Kurzarm-Shirt in der «Authentic»-Version ist allerdings nicht ganz billig: Für 149,99 Dollar konnte es bestellt werden. In der Langarmversion kostet das Hemd sogar 179,99 Dollar.

Schweinsteiger unterzeichnete nach Angaben des MLS-Clubs einen Einjahresvertrag. Er müsse allerdings noch die medizinische Untersuchung und ein US-Visum erhalten, bevor er offiziell zum Kader gehören könne, hieß es.

Wilmots wird neuer Trainer der Elfenbeinküste

Paris (dpa) – Marc Wilmots wird neuer Fußball-Nationaltrainer der Elfenbeinküste. Der ehemalige Spieler vom FC Schalke 04 erhält einen Zweijahresvertrag bei dem afrikanischen Team und soll schon am Mittwoch offiziell vorgestellt werden, teilte der ivorische Fußball-Verband mit.

Wilmots wird neuer Trainer der Elfenbeinküste
Der Belgier Marc Wilmots wird neuer Nationaltrainer der Elfenbeinküste. Foto: Wassil Donew

Paris (dpa) – Marc Wilmots wird neuer Fußball-Nationaltrainer der Elfenbeinküste. Der ehemalige Spieler vom FC Schalke 04 erhält einen Zweijahresvertrag bei dem afrikanischen Team und soll schon am Mittwoch offiziell vorgestellt werden, teilte der ivorische Fußball-Verband mit.

Wilmots wird Nachfolger des Franzosen Michel Dussuyer, der nach dem überraschenden Vorrunden-Aus seiner Mannschaft beim Afrika Cup im Januar zurückgetreten war. Wilmots hatte zuletzt die belgische Nationalmannschaft trainiert. Mit den Roten Teufeln erreichte er bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien das Viertelfinale und scheiterte dort an Argentinien. Im vergangenen Jahr war für Belgien bei der Europameisterschaft in Frankreich nach einer 1:3-Niederlage gegen Wales ebenfalls im Viertelfinale Schluss.

Pirlo und Co. – Die Stars der Major League Soccer

Auf Manchester folgt Chicago. Bastian Schweinsteiger stürzt sich ins Abenteuer USA. In der MLS zählt der Weltmeister zu den großen Stars, ist jedoch nicht der einzige hoch dekorierte Fußballer, der in Europa berühmt wurde.

Pirlo und Co. - Die Stars der Major League Soccer
Andrea Pirlo spielt in der Major League Soccer für den New York City FC. Foto: Lev Radin

Chicago (dpa) – Pirlo, Kaká, David Villa, Cole – der bei Manchester United zum Edelreservisten degradierte Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger ist nicht der einzige Topstar, der gegen Ende seiner Karriere in der nordamerikanischen Profiliga Major League Soccer (MLS) sein Geld verdient.

ANDREA PIRLO (New York City FC): Der italienische Weltmeister von 2006 ist einer der bekanntesten Fußball-Profis in den USA. Der Mittelfeldstratege wechselte 2015 von Juventus Turin nach New York. Für sein neues Team machte Pirlo bislang 49 Spiele und erzielte ein Tor – per Freistoß.

DAVID VILLA (New York City FC): In New York spielt Pirlo mit dem spanischen Europameister von 2008 und Weltmeister von 2010, David Villa, zusammen. Der Stürmer steht ebenfalls seit 2015 beim Club von der Ostküste unter Vertrag und traf in 68 MLS-Partien starke 43 Mal.

ASHLEY COLE (Los Angeles Galaxy): London, Rom, nun Los Angeles – Cole hat in seiner Karriere schon in drei Metropolen gespielt und war mit dem FC Chelsea international erfolgreich. 2012 gewann er mit den Blues die Champions League im Finale gegen Bayern München, ein Jahr später wurde der Linksverteidiger mit Chelsea Europa-League-Sieger.

KAKÁ (Orlando City SC): Weltmeister mit Brasilien 2002, Champions-League-Sieger mit dem AC Mailand 2007 und Spanischer Meister mit Real Madrid 2012 – Kaká hat auf Nationalmannschafts- und Club-Ebene reichlich Titel gesammelt. 2015 ging der offensive Mittelfeldmann nach Orlando. Dort hat er seitdem in 53 Spielen 18 Mal getroffen.

SEBASTIAN GIOVINCO (Toronto FC): Der zweimalige italienische Meister mit Juventus Turin wurde in seinem ersten Jahr in Toronto gleich Torschützenkönig der Major League Soccer. 22 Treffer erzielte er in 33 Spielen. In den bisherigen beiden Partien der laufenden Saison gegen Real Salt Lake und Philadelphia Union blieb er allerdings noch torlos.

Leicester-Stürmer Vardy berichtet von Morddrohungen

London (dpa) – Stürmer Jamie Vardy vom englischen Fußballmeister Leicester City hat nach der Trennung von Trainer Claudio Ranieri Morddrohungen gegen sich und seine Familie erhalten.

Leicester-Stürmer Vardy berichtet von Morddrohungen
Jamie Vardy bekam Morddrohungen. Foto: Mike Egerton

London (dpa) – Stürmer Jamie Vardy vom englischen Fußballmeister Leicester City hat nach der Trennung von Trainer Claudio Ranieri Morddrohungen gegen sich und seine Familie erhalten.

Das berichtete der englische Nationalspieler am Rande der Vorbereitungen mit den Three Lions für das Länderspiel gegen Deutschland. Zuvor hatte es in englischen Medien geheißen, Vardy sei Teil einer Spielerrevolte gegen den bei den Fans sehr beliebten Trainer gewesen.

«Es ist furchterregend», sagte Vardy, der erneut versicherte, er habe nichts mit Ranieris Entlassung zu tun gehabt. Neben diversen Bedrohungen über soziale Medien sei sogar seine Ehefrau mit den gemeinsamen Kindern im Auto «geschnitten» worden, berichtete der 30-Jährige.

Unter Trainer Ranieri war Vardy mit Leicester City in der vergangenen Saison erstmals in der 133-jährigen Vereinsgeschichte englischer Fußballmeister geworden. In der laufenden Saison wurde Ranieri am 23. Februar aufgrund der akuten Abstiegsgefahr der Foxes entlassen.

Löw zu Schweinsteiger-Wechsel: «Eine gute Entscheidung»

Dortmund (dpa) – Bundestrainer Joachim Löw hat Verständnis für den Wechsel von Bastian Schweinsteiger in die USA geäußert.

Löw zu Schweinsteiger-Wechsel: «Eine gute Entscheidung»
Bundestrainer Joachim Löw umarmt Bastian Schweinsteiger 2016 bei dessen Abschiedsspiel. Foto: Ina Fassbender

Dortmund (dpa) – Bundestrainer Joachim Löw hat Verständnis für den Wechsel von Bastian Schweinsteiger in die USA geäußert.

«Es ist sicherlich für ihn selbst auch eine gute Entscheidung», sagte Löw in Dortmund auf der Pressekonferenz zum Länderspiel gegen England. «Bastian fühlt sich ja auch wohl in einer großen Stadt, wo er auch untertauchen kann, wo er andere Dinge sehen kann.»

Löw hatte nach eigenen Worten am Morgen erfahren, dass der Kapitän der Weltmeisterschaft-Mannschaft 2014 von Manchester United zu Chicago Fire wechselt. Er habe vor einigen Wochen Kontakt mit dem 32-Jährigen gehabt, berichtete der Bundestrainer und äußerte Bedauern darüber, dass Schweinsteiger beim englischen Rekordmeister unter Trainer José Mourinho seit dem vorigen Sommer nicht mehr zum Zug kam.

Schweinsteiger habe noch einmal alles versucht und gut trainiert. «Schade, dass es für ihn so geendet hat, er hat alles versucht. Ich bin schon der Meinung, dass er der Mannschaft hätte helfen können, aber die Entscheidung des Trainers war anders», sagte Löw.

Lukas Podolski hat vorab nichts vom bevorstehenden Wechsel seines Kumpels in die MLS erfahren. «So eine Entscheidung muss er allein treffen mit seinen Leuten», sagte Podolski, der bei der Partie gegen England an diesem Mittwoch aus der DFB-Auswahl verabschiedet wird. Der 31-Jährige meinte, er habe keine Angst, dass Schweinsteiger ihm mit der Bekanntgabe des Wechsels möglicherweise die Show stehle. Er sei nicht der Typ, der im Vordergrund stehen müsse, betonte Podolski. Schweinsteiger hatte sein DFB-Abschiedsspiel im vorigen August.

Reaktionen zum Wechsel von Bastian Schweinsteiger

Berlin (dpa) – Ausgewählte Reaktionen zum Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu den Chicago Fire:

Reaktionen zum Wechsel von Bastian Schweinsteiger
Wayne Rooney wünscht (l) wünscht seinem bald ehemaligen Teamkollegen Bastian Schweinsteiger viel Glück beim nächsten Karriereschritt. Foto: Peter Powell

Berlin (dpa) – Ausgewählte Reaktionen zum Wechsel von Bastian Schweinsteiger zu den Chicago Fire:

«Es ist okay, dass er am Ende seiner Karriere nochmal eine neue Erfahrung machen will. Es ist sicherlich für ihn selbst auch eine gute Entscheidung. Er hat bei Manchester alles reingehauen, aber hatte das Gefühl, dass Manchester ohne ihn plant. Es ist schade, dass es dort so zu Ende ging, Manchester hätte ihn sicher gebrauchen können. Aber er fühlt sich wohl in einer großen Stadt, wo er ein bisschen untertauchen und andere Dinge sehen kann. Er ist ein vielseitig interessierter Mensch.» (Bundestrainer Joachim Löw)

«Es war auf die Dauer für ihn kein Zustand, in Manchester nur das fünfte Rad am Wagen zu sein. Er ist ja jetzt ein Global Player geworden, der sich auf der ganzen Welt zurechtfindet. So kann man seine Karriere schon beenden.» (Uli Hoeneß, Präsident von Bayern München, bei Sky)

«Jetzt kann er wieder Spaß haben.» (Bayern-Profi Franck Ribéry über seinen ehemaligen Teamkollegen)

«Basti wird dort sicher eine wundervolle Zeit haben. Für Basti ist das ein toller Schritt. Für mich war es im Nachhinein die schönste Zeit.» (Arne Friedrich, Ex-Spieler der Chicago Fire bei eurosport.de)

«Ich wünsche ihm alles Gute in Amerika, dass er wieder mehr spielt. Fit ist er ja wieder, das ist auch in Amerika nicht ganz unwichtig. Auch dort muss man laufen können. Und wenn man das kann, dann wird er sicherlich mit seiner Klasse nochmal für einige Highlights sorgen. Er ist dort sicherlich eine Bereicherung für die Liga.» (RB-Trainer Ralph Hasenhüttl über seinen einstigen Mitspieler)

«Viel Glück beim nächsten Kapitel Deiner besonderen Karriere. Nur das Beste, Kollege.» (Wayne Rooney, bisheriger Kollege bei Manchester United, via Twitter)

«In der Kabine wird er ein herausragendes Beispiel für einen Champion sein. Er ist immer noch jemand, der das auch auf dem Spielfeld zeigen und den anderen vormachen kann, wie wir arbeiten, uns vorbereiten, uns verhalten, denken und zusammenarbeiten müssen, um dieses Level zu erreichen.» (Schweinsteigers künftiger Trainer Veljko Paunovic in der «Chicago Tribune»)