Der 2. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

18.08.2006 16:37
Der 2. Bundesliga-Spieltag im Telegramm
Miroslav Klose soll auch gegen Leverkusen die Tore für Bremen machen.

Werder Bremen – Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Top-Duell im Weserstadion – der Sieger setzt sich oben fest. Weil neben Mertesacker auch Naldo ausfällt, muss der Werder-Coach in der Abwehr improvisieren. Baumann rückt wohl zurück. Dafür kann Schaaf auf die starken Nationalspieler Borowski, Frings und Klose bauen. Auch ohne den gesperrten Babic will Bayer-Coach Skibbe gegen das «spielerisch vielleicht stärkste Team» die Tabellenspitze verteidigen. Unterhaltung ist garantiert: In den letzten 12 Duellen gab es 47 Tore, sechs Platzverweise und acht Elfmeter. (Heimbilanz: 19-15-8, 76:53 Tore)

Hertha BSC – Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

Neuzugang Gimenez rückt in die Startelf, zum Heim-Debüt bekommt Pantelic einen Sturmpartner. Trainer Götz verspricht sich davon mehr Durchschlagskraft. Simunic rückt nach seiner Rot-Sperre wieder in die Abwehr. Bei 96 könnte der kurzfristig geholte Torhüter Golz sein Bundesliga-Comeback feiern, falls Stammkeeper Enke (Leiste) ausfällt. «Ich bin froh, diese Chance zu erhalten», sagte der 38-jährige Golz, der für Hamburg und Freiburg insgesamt 453 Erstliga-Spiele bestritt. (Heimbilanz: 6-5-1, 19:11 Tore)

Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Beim BVB geht wegen der Abwehrprobleme die Angst vor dem Fehlstart um. Neben Wörns (gesperrt) fehlen die verletzten Profis Metzelder und Kehl. So steht der Ex-Braunschweiger Amedick vor seinem Debüt. Er soll mit Brzenska die Innenverteidigung bilden. «Es könnte so sein», sagte BVB-Trainer van Marwijk. Neuzugang Tinga sitzt noch auf der Tribüne. FSV-Coach Klopp hofft im dritten Anlauf auf einen Sieg in Dortmund und vertraut erneut dem Angriffs-Duo Damm/Diakité. Die Neuzugänge Edu und Szabics stehen als Alternativen parat. Auf Abwehrspieler Demirtas (Sehnenzerrung) muss Mainz 05 verzichten. Zudem fallen Ruman und Casey aus (noch im Aufbautraining), allerdings steht Torwart und Kapitän Dimo Wache wieder zur Verfügung. (Heimbilanz: 1-1-0, 4:1 Tore)

Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Eintracht-Coach Funkel war sauer nach dem 1:1 «auf Schalke» und verlangt eine bessere Leistung. Doch mindestens sechs Spieler fallen aus, Meier und Preuß sind fraglich. Obwohl in der abgelaufenen Rückrunde nur ein Sieg vor eigenem Publikum (gegen Duisburg) gelang, will Funkel nichts von einem Heimkomplex wissen. VfL-Trainer Augenthaler kann wieder mit Menseguez planen und hat im Training viel Wert auf den Abschluss gelegt: «Wir müssen vor dem Tor eiskalt sein.» Thiam, Hristow, van der Heyden, Boakye und Kapitän Hofland fallen aus. Für Hofland wird wahrscheinlich Quiroga in der Innenverteidigung spielen. (Heimbilanz: 2-1-2, 9:6 Tore)

Alemannia Aachen – FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

13 257 Tage hat Aachen auf ein Bundesliga-Heimspiel warten müssen. Nach dem 0:3 in Leverkusen soll eine weitere Pleite verhindert werden. Beide Teams müssen ohne Stammtorhüter antreten. Bei Aachen rückt für den gesperrten Nicht wieder Straub zwischen die Pfosten. Bei Schalke bestreitet der 20-jährige Neuer sein Erstliga-Debüt, weil Rost ausfällt. Trainer Slomka ist dennoch guten Mutes, zumal Rafinha, Ernst und Krstajic wieder dabei sind. Das letzte Bundesliga-Duell in Aachen gewann Schalke am 7. März 1970 mit 2:1. (Heimbilanz: 2-0-1, 7:4 Tore)

Energie Cottbus – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Nach über drei Jahren kehrt der Erstliga-Fußball in die Lausitz zurück. Die Chancen auf einen Sieg zum Heimauftakt stehen nicht einmal schlecht, denn der HSV holte in Cottbus bisher nur einen Punkt aus drei Spielen. Neben Atouba droht auch Abwehrchef Kompany (Zerrung) auszufallen. HSV-Trainer Doll verspricht nach dem schwachen Start mehr Engagement: «Wir werden die Ärmel hochkrempeln.» Energie- Coach Sander stellt seine Elf nach dem 0:2 in Mönchengladbach um. Die zuletzt gesperrten Mitreski und da Silva verstärken die Abwehr. (Heimbilanz: 2-1-0, 5:2 Tore)

Arminia Bielefeld – VfB Stuttgart (Sonntag, 17.00 Uhr)

Veh kann wieder auf Kapitän Fernando Meira zurückgreifen. Der Portugiese sei nach seiner Oberschenkelverletzung wieder fit. Stürmer Für Mario Gomez wird Cacau neben Jon Dahl Tomasson stürmen. Ailton bleibt in Stuttgart ein Kandidat, aber in Bielefeld müssen die Schwaben ihre Torflaute auch ohne den Brasilianer beenden. Sonst ist nach dem 0:3 gegen Nürnberg der Fehlstart perfekt und die Diskussion um Trainer Veh geht weiter. Doch darauf wollen die Arminen keine Rücksicht nehmen. Nach dem beachtlichen 1:1 in Hamburg will Trainer von Heesen daheim drei Punkte. Zuma, Vata und Vacek fallen weiter aus. Ahanfouf drängt in die Startelf und könnte für Wichniarek neben dem in Hamburg erfolgreichen Eigler stürmen. (Heimbilanz: 7-3-4, 16:17 Tore)

VfL Bochum – Bayern München (Sonntag, 17.00 Uhr)

Wie Cottbus und Aachen ging der dritte Aufsteiger zum Saisonstart leer aus. Dennoch freut sich ganz Bochum auf das Top-Spiel gegen die Bayern. Magath erwartet in seinem 300. Erstligaspiel als Trainer einen «heißen Tanz». Der Schock um die Verletzung von Ismael scheint verdaut. Mit dem zuletzt gesperrten Ex-Münchner Misimovic hofft VfL- Trainer Koller auf mehr Spielkultur und die Überraschung. Die Statistik spricht klar für die Bayern: Von den letzten 15 Heimspielen konnte Bochum nur eins (1:0 am 14. Februar 2004) gewinnen. (Heimbilanz: 7-7-16, 37:52 Tore)

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