WM-Qualispiel in Iran trotz nationalen Trauertags

Teheran (dpa) - 11.10.2016, 16:42 Uhr
WM-Qualispiel in Iran trotz nationalen Trauertags
Die Nationalmannschaft Südkoreas bereitet sich in Teheran auf das WM-Qualifikationsspiel am 11. Oktober gegen Iran vor. Foto: Yonhap

Der Fußball hat die Iraner vor immense Interessenskonflikte gestellt. Der Fußball-Weltverband FIFA setzte ausgerechnet an einem der beiden Trauertage für den dritten schiitischen Imam Hussein das WM-Qualifikationsspiel der iranischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Südkorea an.

Die FIFA löste damit schon im Vorfeld heftige Proteste aus und sorgte bei den Fans am Spieltag selbst für Gewissenskonflikte. Denn der Tod von Prophetenenkel Hussein in der Schlacht von Kerbala im Jahr 680 gilt in dem islamischen Land als heilig, überall finden Trauerzeremonien statt, Partys oder Feiern sind tabu. Doch der Vorstoß des iranischen Fußballverbandes, das Spiel zu verlegen oder in Südkorea austragen zu lassen, stieß auf internationaler Funktionärsebene auf Widerstand.