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FCK-Profi Zandi will mit Iran zur WM 2006

Kaiserslautern (dpa) - 19.01.2005, 14:25 Uhr

Der Lauterer Ferydoon Zandi (l) und Bremens Christian Schulz im Zweikampf.
Der Lauterer Ferydoon Zandi (l) und Bremens Christian Schulz im Zweikampf.

Ferydoon Zandi vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern will künftig für die iranische Nationalmannschaft spielen. Er betrachte es als eine Herausforderung, auch mit Blick auf die WM 2006.

«Die Endrunde in Deutschland möchte ich mit der Mannschaft des Iran unbedingt erreichen», sagte der Mittelfeldakteur. Der iranische Verband hatte dem 25-Jährigen, der auch schon Einsätze für die U-21-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestritt, ein entsprechendes Angebot gemacht.

Der in Ostfriesland geborene Zandi, dessen Vater Perser und Mutter Deutsche ist, besitzt sowohl die deutsche als auch die iranische Staatsbürgerschaft und hätte sich daher auch für die DFB-Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klinsmann entscheiden können. «Das Für und Wider habe ich sehr sorgfältig geprüft und dafür persönlich auch eine gewisse Zeit benötigt», sagte der im vergangenen Sommer vom VfB Lübeck zum FCK gewechselte Zandi.

Im Heimatland seines persischen Vaters war Zandi selbst bislang erst einmal. «Ich bin sehr gespannt auf dieses sportliche Abenteuer», meinte der Bundesliga-Profi, dem bereits eine Einladung für das Test-Länderspiel am 2. Februar gegen Bosnien-Herzegowina in Teheran vorliegt. Eine Woche später kommt es zur WM-Qualifikationspartie gegen Bahrain.

«Ausländer in vielen Staaten werden wegen der Nationalmannschaft eingebürgert, und nun haben wir einen Halbiraner, der uns auf dem Weg zur WM 2006 enorm weiterhelfen kann, daher haben wir auch alles unternommen, um ihn für uns zu gewinnen», sagte der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mohammad Dadkan, dem Nachrichtensender Chabar. Er wies zugleich Stimmen in Iran zurück, die den Einsatz von Zandi in der Nationalmannschaft wegen fehlender Begeisterung für die Nationalelf kritisiert hatten. Außerdem würde der Linksfuß nicht - wie von der hiesigen Sportspresse befürchtet - den Platz von Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV) einnehmen.


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