Barça gegen Barça: Der Ex-Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, will eine Anklage wegen angeblicher Misswirtschaft mit einer Gegenklage abwenden. Wie der frühere Clubchef mitteilte, lässt er den Beschluss einer Mitgliederversammlung zu einer Klageerhebung vor Gericht anfechten.
Die Barça-Delegierten hatten in einer beispiellosen Entscheidung mit knapper Mehrheit dafür votiert, den Ex-Präsidenten des spanischen Fußballmeisters wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten zu verklagen. Dabei geht es um nicht deklarierte Verluste von knapp 48 Millionen Euro. Laporta soll in seiner Amtszeit Vereinsgelder unter anderem für Luxusrestaurants oder Flüge in Privatjets ausgegeben haben.
Der Ex-Barça-Chef begründete seine Gegenklage damit, dass er auf der Delegiertenversammlung nicht die Gelegenheit gehabt habe, seine Bilanzen zu rechtfertigen. Der Beschluss, ihn vor Gericht zur Rechenschaft zu ziehen, sei daher illegal. Er wolle erreichen, dass die Abstimmung für ungültig erklärt werde und die Versammlung wiederholt werden müsse, sagte Laporta. «Wenn ich meine Zahlen hätte erläutern dürfen, hätten die Mitglieder meine Bilanzen gebilligt.»