Spekulationen um Rooney-Abschied - ManU nur 2:2
London (dpa) - 17.10.2010, 16:57 Uhr
Wayne Rooney wurde gegen West Bromwich Albion erst in der 71. Minute eingewechselt.
Nach dem drohenden Zerwürfnis mit seinem formschwachen Stürmerstar Wayne Rooney muss sich Erfolgstrainer Sir Alex Ferguson bei Manchester United unangenehme Fragen vom Boulevard stellen lassen. «Was zum Teufel tust Du, Fergie?», wollte Großbritanniens auflagenstärkstes Boulevardblatt «News of the World» wissen. 70 Minuten lang hatte Ferguson den englischen Fußball-Nationalstürmer beim 2:2 gegen West Bromwich Albion in der Premier League auf der Bank schmoren lassen und erst eingewechselt, als die Gäste die 2:0-Führung von United schon ausgeglichen hatten. Der «Sunday Mirror» berichtete, das Tischtuch zwischen Trainer und Stürmer sei bereits zerschnitten. «Nach einer Reihe explosiver Streits mit Ferguson wird Rooney Manchester verlassen», sagte die Boulevardzeitung eine Trennung im Winter voraus und nannte Barcelona, Real Madrid, Chelsea und Manchester City als mögliche Ziele.
Der angeschlagene FC Liverpool konnte derweil auch mit neuem Besitzer und stark reduzierten Schulden beim 214. «Merseyside-Derby» gegen den Stadtrivalen FC Everton nicht gewinnen. Tim Cahill (34. Minute) und Mikel Arteta (50.) machten die Hoffnung der «Reds» beim 0:2 auf eine schnelle sportliche Genesung zunichte und sicherten den ersten Derby-Sieg der «Toffees» seit 2006. Liverpool rutschte auf den vorletzten Tabellenrang. «Unerklärlich» und «frustrierend» nannte derweil Manchester Uniteds-Trainer Ferguson die bereits fünfte Punkteteilung der Saison. Rooney-Fragen wich er aus und beklagte dagegen die mangelnde Konsequenz seiner Elf, die sich nach der Führung durch Javier Hernandez (5.) und Nani (25.) durch ein Eigentor von Patrice Evra (50.) und einen Treffer von Somen Tchoyi (55.) mit tatkräftiger Hilfe von United-Keeper Edwin van der Sar das Heft aus der Hand nehmen ließ. «Von Wayne Rooneys Fehlen zum Punkte-Wegwerfen: Das Bizarre wird bei Manchesters zunehmend schädlichem Start immer mehr die Routine», kommentierte der «Sunday Telegraph». |