Ganz Portugal hofft auf «Retter» Mourinho
Lissabon (dpa) - 17.09.2010, 13:46 Uhr
Jose Mourinho macht immerhin schon Reklame für die portugiesische WM-Bewerbung.
Ganz Portugal hofft auf den «Retter». Star-Trainer José Mourinho soll «fremdgehen» und neben seinem Arbeitgeber Real Madrid auch dem Fußball seines Heimatlandes Portugal auf die Beine helfen. «Der (Verhandlungs-)Prozess ist in vollem Gange», versicherte der Präsident des FPF-Verbandes Gilberto Madail. Er versprach «baldige Neuigkeiten, spätestens nächste Woche». Die Zeitung «Jornal da Madeira» schrieb: «Portugal sehnt sich nach Mourinho.» Portugal hat seit der fristlosen Kündigung von Carlos Queiroz vergangene Woche keinen Nationaltrainer. Die «Lusos» hatten Anfang des Monats zudem einen miserablen Start in die EM-Qualifikation hingelegt. Ohne den angeschlagenen Superstar Cristiano Ronaldo schaffte man daheim gegen Fußball-Zwerg Zypern nur ein peinliches 4:4, verlor dann in Norwegen mit 0:1. «Es gab einen Rekord an Eseleien», klagte seinerzeit das Massenblatt «Correio da Manha».
Mourinho soll nun nach dem Wunsch des FPF die «Selecção» bei den beiden nächsten EM-Spielen im Oktober gegen Dänemark und Island als Interimstrainer betreuen und eventuell sogar einen längerfristigen Job als Nationalelf-Koordinator übernehmen. Madail traf sich deshalb in Madrid mit dem 47-Jährigen und dessen Manager Jorge Mendes. Einige portugiesische Medien schrieben am Freitag, der Coach habe «im Prinzip sein O.k. gegeben». Die Sportzeitung «Record» wusset allerdings, dass Real-Madrid-Boss Florentino Pérez noch «eine wahrscheinlich negative Antwort» geben wollte. Auch Real-Torwart Iker Casillas meinte, er halte den Deal für unwahrscheinlich. «Mourinho würde gern die Nationalelf betreuen, aber er konzentriert derzeit ausschließlich auf Real», sagte der Weltmeister. |