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Real-Coach Mourinho soll für Portugal arbeiten

Lissabon (dpa) - 16.09.2010, 13:29 Uhr

Real Madrids Coach José Mourinho soll auch Portugal trainieren.
Real Madrids Coach José Mourinho soll auch Portugal trainieren.

Portugals Star-Trainer José Mourinho soll der Fußball-Nationalelf seines Landes aus der Patsche helfen.

Wie verschiedene portugiesische Medien unter Berufung auf Quellen des FPF-Verbandes in Lissabon berichteten, wollte Verbands-Präsident Gilberto Madail mit dem Coach von Real Madrid und dessen Manager Jorge Mendes noch im Laufe des Tages in der spanischen Hauptstadt zusammenkommen, um über eine eventuelle Zusammenarbeit zu sprechen. Portugal hat zur Zeit keinen National-Trainer, da Carlos Queiroz vergangene Woche fristlos entlassen worden war.

Nach einem Bericht der Onlineausgabe der Sportzeitung «Record» soll Mourinho die «Lusos» bei den beiden nächsten EM-Spielen im Oktober gegen Dänemark und Island als Interimstrainer betreuen. Der Fernsehsender «SIC» berichtete unterdessen sogar, Madail wolle Mourinho zu einer längeren Zusammenarbeit mit dem FPF überreden. Demnach soll der Portugiese neben seinem Job bei Real auch den Posten eines mächtigen «Nationalelf-Koordinators» übernehmen, der auch bei Taktik und Nominierungen ein «Wörtchen» mitreden soll.

Der 47 Jahre alte Mourinho, der mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) die Champions League gewann, hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, er wolle irgendwann einmal auf jeden Fall die Nationalelf seines Landes coachen. Er sei außerdem jederzeit bereit, dem Fußball seines Heimatlandes in einer Krisensituation zu helfen, beteuerte er mehrfach.

Portugiesische Medien schreiben jetzt, es sei nicht ausgeschlossen, dass alle Seiten einer Tätigkeit von Mourinho als Trainer von Real und der portugieischen Nationalelf in Personalunion zustimmten. Der FPF habe beste Beziehungen zum spanischen Fußballverband FEF und dessen Präsident Angel Villar sowie auch zu Real Madrid, heißt es.


Argentiniens nach der WM entlassener Nationaltrainer Diego Maradona hatte sich in den vergangenen Tagen ebenfalls als Kandidat ins Gespräch gebracht. Für die portugiesischen Medien galt bisher allerdings der frühere Sporting-Coach Paulo Bento als aussichtsreichster Anwärter auf den Posten des «Selecção»-Chefs. Bento sagte jetzt allerdings, er sei vom FPF noch nicht kontaktiert worden. Auch der ehemalige Mexiko-Trainer Javier Aguirre soll Chancen haben.

Queiroz war vergangene Woche entlassen worden, nachdem er zuvor von der portugiesischen Anti-Doping-Agentur (ADoP) für sechs Monate gesperrt worden war. Er war bestraft worden, weil er im Trainingslager vor der WM in Südafrika eine Doping-Kontrolle der ADoP behindert haben soll. Dabei soll er die Kontrolleure zudem wüst beschimpft haben.

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