Die mit einem 2:1-Sieg gegen Island gestarteten Hausherren rechnen sich gegen den Favoriten jedoch einiges aus. «Das wird das härteste Match seit langer Zeit. Aber ich glaube, wir holen drei Punkte», sagte Norwegens Angreifer John Carew. «Wir können Portugal schlagen und werden alles geben», versprach Kapitän Brede Hangeland. Trotz etlicher Probleme hofft Ottmar Hitzfeld mit der Schweiz auf einen Coup gegen England. «Es wäre natürlich ein Traum, diesen Gegner zum Start zu bezwingen», sagte der frühere Bayern-Coach vor dem Qualifikationsauftakt der Eidgenossen. Die Erwartungen sind groß, denn nach dem Vorrunden-Aus bei der WM hat die Hitzfeld-Truppe einiges gutzumachen. «Nach einem Jahr Rumpel-Fußball müssen Hitzfelds Jungs endlich Feuer zeigen», forderte das Boulevardblatt «Blick». Auf der Insel dreht sich derweil fast alles um das Privatleben von Stürmerstar Wayne Rooney. Mitten in den ersehnten sportlichen Aufwärtstrend der «Three Lions» beim 4:0-Aufgalopp gegen Bulgarien platzten die Nachrichten von Rooneys angeblichen außerehelichen Eskapaden. Wettbüros bieten gute Quoten für Zocker an, die weiter glauben, dass Rooneys Ehe mit Gattin Coleen, einer früheren Supermarktkassiererin, noch bis Weihnachten hält. Die Spieler wollen sich dadurch nicht ablenken lassen. «Wir sind hier, um ein Fußballspiel zu gewinnen», wischte Mannschaftskamerad James Milner die Berichte zur Seite. Auch Kapitän Steven Gerrard mahnte höchste Konzentration an. «Ich denke, die Schweiz hat mit dem Sieg bei der WM gegen Spanien eindrücklich ihre Stärke bewiesen.» In der deutschen Gruppe A will die Türkei gegen Belgien nachlegen, um am 8. Oktober als Tabellenführer zum Duell mit der DFB-Auswahl nach Berlin zu reisen. Trainer Guus Hiddink warnte nach dem Auftaktsieg in Kasachstan jedoch: «Es gab Konzentrationsschwächen, die wir schnell ablegen müssen.» Auf Italien um den gefeierten Rückkehrer Antonio Cassano wartet in Florenz gegen die Färöer Inseln nur eine Pflichtaufgabe. Für Trainer Cesare Prandelli ist die Partie dennoch etwas Besonderes: Er stand bis zum Sommer beim AC Florenz unter Vertrag und wurde nicht nur mit Beifall zur «Squadra Azzurra» verabschiedet.
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