Türkei obenauf: «Deutsche müssen sich fürchten»
Istanbul (dpa) - 05.09.2010, 12:26 Uhr
Trainer Guus Hiddink hat mit seinem türkischen Ensemble überzeugt.
Die Türken wollen sich nach dem 3:0 gegen Kasachstan nun gegen Belgien weiter warm schießen - für das heiße Duell am 8. Oktober gegen Deutschland. Verbandspräsident Mahmut Özgener ist sich sicher, dass seine Fußball-Nationalmannschaft bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine dabei ist. «Nicht wir sorgen uns, die Deutschen müssen sich sorgen», meinte er vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien. Auch Joachim Löw schätzt den EM-Halbfinalisten von 2008, der den Sprung zur WM-Endrunde in Südafrika verpasst hatte, als «sehr, sehr stark» ein. «Die Türken sind vielleicht nicht mehr ganz so euphorisch, aber vielleicht besser organisiert», meinte der Bundestrainer zum erfolgreichen Einstand seines Kollegen Guus Hiddink.
Der niederländische Coach, der zuvor schon die Auswahl seines Heimatlandes, von Südkorea, Australien und Russland betreut hat, zeigte sich zufrieden: «Wir wollten einen guten Start. Den haben wir erreicht», sagte der 63-Jährige nach dem Auftaktsieg in Kasachstan und dem Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe A. Auch Hiddink blickte schon über das Belgien-Spiel hinaus auf die Deutschland- Partie im Berliner Olympiastadion: «Wir erwarten ein schweres Spiel.» In Astana ließen die Türken keine Zweifel am verdienten Sieg aufkommen. Gegen das vom früheren Bundesliga-Profi Bernd Storck trainierte Team glänzte vor allem Hamit Altintop vom FC Bayern München mit einem herrlichen Volleyschuss in der 28. Minute zum 2:0 genau in den Winkel. «Gratulation, das war ein Weltklasse-Tor», lobte Hiddink. Altintops Zwillingsbruder Halil von Eintracht Frankfurt wurde erst in der Schlussphase eingewechselt, der Dortmunder Nuri Sahin stand nicht im 18er Kader. Neben Altintop trafen Arda Turan (26.) und Nihat Kahveci (76.). |