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Özil und Khedira: Mourinho klagt, Löw widerspricht

01.09.2010, 13:36 Uhr

Sami Khedira (l) und Mesut Özil beim Training von Real Madrid.
Sami Khedira (l) und Mesut Özil beim Training von Real Madrid.

Madrid/Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira leiden nach Worten von Trainer José Mourinho bei ihrem neuen Verein Real Madrid unter Verständigungsschwierigkeiten.

«Die beiden Deutschen haben kein leichtes Leben», sagte der Coach dem spanischen Sportblatt «As». «Sie sprechen kein Wort spanisch. Sie sagen 'buenos días' und 'hola', aber das ist auch schon alles.»

Bei Bundestrainer Joachim Löw stieß Mourinho damit allerdings auf entschiedenen Widerspruch. «Wenn Spieler in ein anderes Land wechseln, kann niemand erwarten, dass man in drei, vier Wochen die Sprache spricht», sagte Löw in Frankfurt/Main. «Beide Spieler machen mir einen ausgesprochen zufriedenen, ich will fast schon sagen glücklichen Eindruck», unterstrich Löw. Özil und Khedira hätten bestätigt, dass sie hervorragend aufgenommen worden seien. Zwischen ihnen und Mourinho finde eine hervorragende Kommunikation statt.

Dagegen erklärte der neue Real-Coach, es sei schwierig, dem Ex-Bremer und dem Ex-Stuttgarter Anweisungen verständlich zu machen. «Sie beherrschen nicht einmal das Englische. Sie sprechen Englisch ein bisschen besser als Spanisch, aber es ist schwer (sich mit ihnen zu verständigen)», sagte Mourinho.

Der Portugiese bemängelte auch, dass Özil und Khedira in die Mannschaft nicht integriert seien. «Ihre Teilhabe am sozialen Leben des Kaders ist gleich null. Özil lebt mit Khedira und Khedira mit Özil.» Dabei habe Real eine Mannschaft von jungen und geselligen Spielern, mit denen einfach umzugehen sei. «Man muss Geduld haben und den beiden Deutschen Zeit geben», meinte der Coach.

Löw bekräftigte dagegen, es laufe für das Duo alles sehr gut. Sie hätten eine Wohnung gefunden und sich eingelebt. «Es ist für beide eine große Herausforderung in einem königlichen Club. Ich denke, dass sie davon profitieren werden. Wenn ich ihr Selbstbewusstsein sehe und ihre Fähigkeiten, bin ich sicher, dass ich sie das schaffen», sagte der Bundestrainer. Zudem benötige Real Madrid angesichts vieler Pflichtspiele nicht nur elf, sondern 16, 18 oder sogar 20 Top- Spieler.


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