WM-Skandal: Doch kein Einspruch von Ribéry
Paris (dpa) - 25.08.2010, 15:01 Uhr
Franck Ribéry (l) und Patrice Evra (r) sind vom Verband gesperrt worden.
FC-Bayern-Star Franck Ribéry wird entgegen einer früheren Ankündigung seines Anwalts doch keinen Einspruch gegen die gegen ihn verhängte Sperre für drei Länderspiele einlegen. Ribéry betrachte die Sanktion des französischen Fußball-Verbandes FFF zwar als «fundamentlos und besonders ungerecht», habe aber beschlossen, keinen Rekurs zu präsentieren, teilte der Anwalt des Profis, Jean-Didier Lange gegenüber französische Medien mit. Im Interview mit der Zeitung «Le Parisien» war Lange zuvor mit den Worten zitiert worden, Ribéry orientiere sich in Richtung eines Einspruchs, falls der FFF die Sanktionen nicht revidiere. Als Strafe könne sich Ribéry mit einer «Arbeit von allgemeinem Interesse» anfreunden, so Lange. Diese Aussagen wurden vom Anwalt nun korrigiert, aber nicht dementiert.
Nach sportlich und disziplinarisch desaströsem Auftreten war Frankreich in Südafrika schon nach der Vorrunde sieglos ausgeschieden. Für besonders große Empörung sorgte daheim der Trainingsboykott, mit dem die «Bleus» gegen den Ausschluss von Nicolas Anelka protestierten. Anelka war vorzeitig nach Hause geschickt worden, weil er den WM-Trainer Raymond Domenech in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2) wüst beschimpft hatte. Neben Ribéry wurden nach der WM-Blamage auch Anelka (18 Spiele), WM-Kapitän Patrice Evra von Manchester United (5) sowie Olympique-Lyon-Profi Jérémy Toulalan (1) mit Sperren bestraft. Evra legte bereits Einspruch gegen die Sperre ein.
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