Erleichterung bei den Großen des französischen Fußballs: Die Titelfavoriten Olympique Marseille und Olympique Lyon fuhren am dritten Spieltag der Ligue 1 vor eigenem Publikum ihre ersten Siege ein.
Meister Marseille bezwang nach zwei Niederlagen in Folge den FC Lorient mit 2:0. «OM atmet auf», titelte die Sportzeitung «L'Équipe» auf Seite eins. Lyon setzte sich gegen Stade Brest mit 1:0 durch. Team der Stunde ist aber der FC Toulouse, der nach dem 2:1 über den AC Arles-Avignon auf die Maximalpunktzahl von neun Zählern kommt.
Vor 54 000 Zuschauern im Stade Vélodrome von Marseille trafen der Argentinier Gabriel Heinze (6. Minute) und der Nigerianer Taye Taiwo (72.) für die Hausherren. «Das war nicht einfach, aber aufgrund der Situation gebe ich mich mit dem Sieg zufrieden. Der war dringend nötig», räumte OM-Trainer Didier Deschamps ein. Auch Lyon hatte gegen Aufsteiger Brest im heimischen Stade Gerland größte Mühe. Ein Treffer von Jean Makoun (19.) genügte dem Serienmeister der Jahre 2002 bis 2008 aber, um sich mit vier Punkten in der Tabelle weiter vor Rivale Marseille zu platzieren.
Der FC Toulouse feiert einen Bilderbuchstart. Der Norweger Daniel Braaten (36.) mit seinem dritten Saisontreffer und Etienne Didot (62.) sorgten bei einem Gegentor von Arles-Stürmer Franck Dja Djedje (64.) für den Erfolg des Spitzenreiters. «Der Sieg bestätigt unsere gute Vorbereitung, aber der Weg ist noch lang», sagte Clubchef Olivier Sadran, der mit Toulouse den ersten Ligue-Titel holen will.