Capello: Werde Beckham nicht mehr nominieren
London (dpa) - 12.08.2010, 11:18 Uhr
Fabio Capello (l) glaubt nicht an eine Rückkehr von David Beckham.
Nach 115 Länderspielen und drei Weltmeisterschaften hat David Beckham unter Trainer Fabio Capello keine Zukunft mehr in der englischen Fußball-Nationalmannschaft. «Ich werde ihn nicht mehr für Pflichtspiele nominieren», sagte Capello nach dem 2:1-Sieg gegen Ungarn. «David ist ein fantastischer Spieler, er war sehr wichtig, aber wir müssen auf die neuen Spieler für die Zukunft schauen», betonte der italienische Coach der «Three Lions». Er hoffe, dass der 35 Jahre alte Mittelfeldakteur «noch ein Freundschaftsspiel bestreiten könne, um sich zu verabschieden», sagte Capello. In seinen Planungen auf dem Weg zur EM 2012 in Polen und der Ukraine spiele der ehemalige Kapitän aber keine Rolle mehr. Beckham war nach seinem Achillessehnenriss wieder in das Training bei seinem Verein Los Angeles Galaxy eingestiegen und hatte erst vor wenigen Tagen sein Comeback für September angekündigt. Mitte März hatte Beckham im Trikot des AC Mailand die schwere Verletzung erlitten und daher auch seine WM-Teilnahme absagen müssen. In Südafrika war er als Betreuer Mitglied der im Achtelfinale an Deutschland gescheiterten Engländer.
Noch Mitte Juli hatte Beckham erklärt, dass er bei den Olympischen Spielen 2012 in London und sogar noch bei der WM 2014 in Brasilien für sein Heimatland spielen wolle. Falls er gesund sei und der Mannschaft helfe könne, wäre er «sehr gern dabei», sagte er. Während sich von seinem Club niemand zu dem Vorgang äußerte, teilte Beckhams Sprecher Simon Oliveira mit: «Es gab keine Diskussion über einen Rücktritt. Er war immer für sein Land da und er wird es auch sein, wenn er fit ist und gebraucht wird.» Doch der in England heftig umstrittene Capello hat sich nun anders entschieden - dies aber seinem Superstar noch nicht persönlich mitgeteilt. «Habe ich ihn angerufen, bevor ich das Fernseh-Interview gab? Nein. Ich denke, ich werde mit ihm sprechen. Aber ich glaube, dass David weiß, dass er keine Zukunft im Nationalteam hat.»
|