Hamann, der zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde, ist noch heute voll des Lobes für den damaligen Trainer Rafael Benitez, der nun Champions-League-Sieger Inter Mailand betreut. «Er gehört zu den wenigen Trainern, bei denen man eine Handschrift erkennen kann. Er arbeitet sehr akribisch», analysiert Hamann. Einen Meilenstein hatte Hamann, der im bayerischen Waldsassen geboren wurde, am 7. Oktober 2000 gesetzt. Damals erzielte er beim 1:0 des deutschen Nationalteams gegen England das letzte Tor im altehrwürdigen Wembley-Stadion. Aus 32 Metern hämmerte Hamann im WM- Qualifikationsspiel einen Freistoß ins Netz. Damals soll er Mehmet Scholl, der den Freistoß schießen wollte, angeherrscht haben: «Schleich dich! Das ist nicht deine Entfernung.» Das sei schon so lange her, meint Hamann schmunzelnd. «Daran kann ich mich nicht mehr genau erinnern.» Nach dem Treffer stand sogar kurz im Raum, dass die Brücke zum neu gebauten Stadion seinen Namen tragen sollte - doch daraus wurde nichts. Hamanns Name ist aber nicht nur im Gedächtnis der Fußball-Fans auf der Insel verankert. Er hat es auch in die legendäre Wut-Rede seines früheren Bayern-Coaches Giovanni Trapattoni geschafft. «Was erlauben Strunz? Letzte Jahre Meister geworden mit Hamann eh... Nerlinger. Diese Spieler waren Spieler und waren Meister geworden», polterte der «Maestro» am 10. März 1998 gegen den aufmüpfigen Thomas Strunz - und unterstrich nebenbei den Wert des unermüdlichen Hamann. Nun will dieser die MK Dons als Sprungbrett ins Trainergeschäft nutzen.
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