Reals Sorgenkind Kaká droht neue Zwangspause
Madrid (dpa) - 05.08.2010, 12:03 Uhr
Dem Brasilianer Kaka droht eine monatelange Pause.
Kaká bleibt das Sorgenkind von Real Madrid. Nach seiner Serie von Verletzungen in der vorigen Saison droht dem brasilianischen Fußball-Star gleich zu Beginn der neuen Spielzeit erneut eine längere Zwangspause. Reals Mannschaftsärzte stellten bei dem Mittelfeldstrategen im Trainingslager der «Königlichen» in Los Angeles eine Knieverletzung mit Verdacht auf Meniskusschaden fest. Kaká muss sich wahrscheinlich operieren lassen und Real zwei Monate auf den Spieler verzichten. Der Brasilianer verließ bereits das Trainingslager und flog von den USA nach Belgien. Dort soll der renommierte Experte Marc Martens ihn untersuchen und gegebenenfalls gleich an Ort und Stelle operieren. Kaká hatte sich bei seiner Ankunft im Trainingscamp verletzt gemeldet und nicht ein einziges Mal an den Übungseinheiten unter dem neuen Coach José Mourinho teilnehmen können.
Dabei hatte sich der Weltfußballer des Jahres 2007 nach seiner Pechsträhne in der Saison 2009/2010 für diese Spielzeit besonders viel vorgenommen. Ricardo Izecson dos Santos Leite, wie der Fußballer mit vollständigem Namen heißt, war im vorigen Sommer der erste Weltstar gewesen, den Real-Präsident Florentino Pérez bei seiner Einkaufstour auf dem Transfermarkt für 65 Millionen Euro erstand. Damit ist er nach Cristiano Ronaldo (94 Millionen Euro) und Zinédine Zidane (75) der drittteuerste Spieler der Fußball-Historie. Aber dann litt Kaká mal an einer Adduktorenzerrung, mal an einer Pubalgie (Schambeinentzündung). Er bestritt für Real nur zwölf Spiele über 90 Minuten. Wochenlang war er aufgrund seiner Verletzungen wie von der Bildfläche verschwunden. Manche Real-Fans sahen in dem Brasilianer einen «gigantischen Fehleinkauf». Einige argwöhnten gar, Kaká hätte sich bei Real geschont, um dann bei der Weltmeisterschaft umso mehr glänzen zu können. Dieser Verdacht bestätigte sich jedoch nicht: Bei der WM agierte der 28-Jährige im Nationaltrikot der Brasilianer genauso enttäuschend wie zuvor im Real-Dress. |