Fußballfans in Brasilien müssen künftig mit drakonischen Strafen rechnen, wenn sie in Stadien oder im Umkreis von fünf Kilometern Entfernung von Sportstätten gewalttätig werden.
Ein neues Gesetz, das vor allem auch einen friedlichen Verlauf der WM 2014 in Brasilien garantieren soll, sieht in solchen Fällen hohe Geldstrafen und sogar Gefängnis von bis zu zwei Jahren und Stadionverbot von bis zu drei Jahren vor. Das von Präsident Luiz Inacio Lula da Silva unterzeichnete Gesetz stellt auch den Schwarzmarkthandel mit Tickets unter Strafe.
«Ziel des Gesetzes ist es, dass die Menschen auf den Rängen feiern und nicht zur Gewalt beitragen», sagte Sportminister Orlando Silva. «Der Fußball-Weltverband FIFA verbietet solche Ausschreitungen, und wir wollen im Hinblick auf die WM 2014 günstige Voraussetzungen schaffen», betonte der Minister. Einer Untersuchung zufolge starben zwischen 1999 und 2009 in und um die Fußballstadien Brasiliens mehr als 40 Menschen.