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Nachfolger schon gehandelt - Diego-Daumen runter?

Buenos Aires (dpa) - 27.07.2010, 13:38 Uhr

Maradona steht bei der WM zwischen seinen Assistenten Enrique (r) und Mancusso (l).
Maradona steht bei der WM zwischen seinen Assistenten Enrique (r) und Mancusso (l).

Die Hängepartie um Diego Maradona ist noch immer nicht beendet. Namen von potenziellen Nachfolgern tauchen schon auf.

Das Sportblatt «Olé» fragte bereits: «Trainiert (Sergio) Batista am 11. August gegen Irland?» Dieser hatte die «Albiceleste» schon vor Maradonas Amtsübernahme vor knapp zwei Jahren betreut - damals interimsweise.

Doch räumt die argentinische Fußball-Legende überhaupt seinen Stuhl? «Viele Zweifel nach dem Treffen zwischen Maradona und Grondona», titelte der Sender «TyCSports» auf seiner Homepage. Nach dem Gespräch, zu dessen Inhalten sich die beiden Hauptdarsteller des fortdauernden Schauspiels um den Posten des Nationalcoaches nicht äußerten, wollte der Verbandsboss am Dienstag das Exekutivkomitee der AFA über den Ausgang des Gespräches informieren.

Laut der Zeitung «La Nacion» soll mittlerweile auch die Rückendeckung der argentinischen Regierung für Maradona schwächer geworden sein. «Die Regierung nimmt Abstand», titelte das Blatt und zitierte den Stabschef, der vergeblich versucht haben will, Maradona nach der Rückkehr zu erreichen.

«Herzlich» soll das Gespräch zwischen dem Weltmeister von 1986, dessen WM-Trainermission in Südafrika im Viertelfinale durch das deprimierende 0:4 gegen Deutschland bitter beendet worden war, und Grondona gewesen sein. Der AFA-Chef, zugleich Vizepräsident des Fußball-Weltverbandes FIFA, hatte Maradona zu dessen 48. Geburtstag im Oktober 2008 eingestellt. Seitdem testete «El Diez» mehr als 100 Spieler, bei der WM avancierte er erstmals zum erfolgreichen Coach - ehe Joachim Löw und seine Schützlinge den charismatischen Ex-Kicker und dessen Starensemble stoppten.


Verbandssprecher Ernesto Cherquis Bialo betonte, dass Grondonas Bedingungen für eine Verlängerung des Maradona-Engagements detaillierte Vertragsverpflichtungen beinhalten, die Personen und Posten betreffen würden. Präzisieren wollte er die Konditionen aber nicht. Er erklärte, dass es nun von Grondonas Bericht und dem «Spirit» des Exekutivkomitees abhänge, ob Maradona den zweimaligen Weltmeister zur WM 2014 im Land des Erzrivalen Brasilien führen soll.

Maradona selbst hatte vor dem Treffen mit dem mächtigen AFA-Boss erklärt, dass er gehen werde, wenn man sein Personal anrühren wolle. Dem Vernehmen nach soll es der Verbandschef vor allem auf Maradonas Assistenten Alejandro Mancuso und Héctor Enrique abgesehen haben. Doch die will Maradona schon gar nicht ziehen lassen. Es sei denn, er geht gleich mit...

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