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Maradona stellt Bedingung: Nur mit meinen Assis

Buenos Aires (dpa) - 26.07.2010, 17:25 Uhr

Vor dem Spiel gegen Deutschland steht Maradona zwischen seinen Assistenten Enrique (r) und Mancusso (l).
Vor dem Spiel gegen Deutschland steht Maradona zwischen seinen Assistenten Enrique (r) und Mancusso (l).

Diego Maradona hat Verbandschef Julio Grondona klare Bedingungen für eine Fortsetzung seines Engagements als argentinischer Nationalcoach gestellt. «Wenn sie an den Zeugwart ran wollen, wenn sie an den Masseur ran wollen, bin ich weg», sagte die Fußball-Legende.

In dieser Woche werde er sich mit Grondona unterhalten und klären, ob er weitermache oder nicht, kündigte Maradona an. Lust, das Amt weiterzuführen und mit den Leuten zu arbeiten, die er möge, habe er.

Seit dem Ausscheiden bei der WM in Südafrika durch das 0:4 im Viertelfinale gegen Deutschland herrscht im Land des zweimaligen Weltmeisters Unklarheit: Bleibt Maradona oder geht er? Bei der Rückkehr nach Buenos Aires, wo Zehntausende ihn und seine Mannschaft feierten, sprach er von einem Kreis, der sich geschlossen habe. Doch schon bald wurde die Tendenz deutlich, dass er das Amt weiter ausüben möchte. Zumal der nationale Verband unter dem mächtigen Grondona seinen Wunsch zum Ausdruck brachte, mit Maradona die WM 2014 im Land des Erzrivalen Brasilien in Angriff nehmen zu wollen.

Eine Entscheidung gibt es aber immer noch nicht. Eine geplantes Treffen zwischen Grondona und dem exzentrisch-emotionalen Trainer war in der vergangenen Woche gescheitert. Maradona reiste mit einem seiner Assistenten - Alejandro Mancuso - auf Einladung zu Staatspräsident Hugo Chavez nach Venezuela. Am 26. Juli sollte die Begegnung dann nachgeholt werden. Maradona sprach nun aber von einer Entscheidung in dieser Woche.

«Es hängt davon ab, was Grondona sagt und ob er akzeptiert, was ich will», erklärte Maradona bei Sender «America TV». Neben Mancuso soll auch Hector Enrique weiter in seinem Trainerstab arbeiten. Beide standen Maradona bereits in Südafrika zur Seite. Mancuso ist ein alter Kumpel, mit Enrique gewann Maradona 1986 den WM-Titel. Er habe auch mit den Spielern gesprochen, betonte Maradona: Er habe deren Unterstützung.


Aus dem Umfeld Grondonas war wiederholt verlautet, Maradona könne auch weitermachen. Aber über die Bedingungen, vor allem die Zusammensetzung des Assistententeams, müsse gesprochen werden. Dem Vernehmen nach hat es Grondona eben auf die von Maradona protegierten Mancuso und Enrique abgesehen.

Zu der demütigenden 0:4-Niederlage Argentiniens gegen Deutschland bei der WM in Südafrika wollte Maradona übrigens nichts sagen. Auf die Frage, ob er sich inzwischen die Aufzeichnung des Spiels angesehen habe, antwortete er: «Ich habe es nicht gesehen, und ich werde es mir auch nicht ansehen».

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