Im wochenlangen Nervenkrieg um den Posten des argentinischen Fußballnationaltrainers hat Diego Maradona erstmals öffentlich Bedingungen gestellt. Er wolle auch weiterhin Trainer der Nationalelf bleiben, aber nur wenn auch seine Assistenten bestätigt würden.
«Wenn sie an meine Mitarbeiter ran wollen, bin ich weg», sagte der 49-Jährige in einem Telefoninterview der TV-Sportsendung «Show del Fútbol». Für den 26. Juli ist ein Treffen mit dem mächtigen Präsidenten des nationalen Fußballverbandes AFA, Julio Grondona, vorgesehen, bei dem die Entscheidung über die Zukunft Maradonas fallen soll.
Aus dem Umfeld Grondonas war wiederholt verlautet, Maradona könne weitermachen. Aber über die Bedingungen, vor allem die Zusammensetzung des Assistententeams, müsse gesprochen werden. Dem Vernehmen nach hat es Grondona vor allem auf Maradonas Assistenten Alejandro Mancuso und Héctor Enrique abgesehen. Eigentlich hätte das Treffen Maradona-Grondona schon vergangene Woche stattfinden sollen, aber Maradona war statt dessen einer Einladung von Venezuelas Präsidenten Hugo Chávez nach Caracas gefolgt und hatte Grondona sitzen lassen.
Zu der demütigenden 0:4-Niederlage Argentiniens gegen Deutschland bei der WM in Südafrika wollte Maradona nichts sagen. Auf die Frage, ob er sich inzwischen die Aufzeichnung des Spiels angesehen habe, antwortete er: «Ich habe es nicht gesehen, und ich werde es mir auch nicht ansehen».