Duchaussoy versprach, er werde eng mit Blanc zusammenarbeiten und sich schon in den kommenden Tagen mit dem neuen Nationaltrainer treffen, um das WM-Chaos sowie die Zukunftsplanungen zu erörtern. Seine Aufgabe sei es nun, «das Vertrauen in den Fußball, in den Verband und in die Menschen, die unsere Farben tragen» wiederherzustellen, sagte der 67-Jährige. Duchaussoy hatte sich bereits für einen vorläufigen Nationalelf- Ausschluss von Bayern-Star Ribéry und Real-Madrid-Stürmer Karim Benzema ausgesprochen. Gegen beide Stars leitete die Justiz in Frankreich ein Anklageverfahren wegen Sex mit einer minderjährigen Prostituierten ein. Wie Ex-Nationalspieler und Ratsmitglied Lilian Thuram, mehrere Funktionäre und Politiker befürwortete auch Duchaussoy eine Suspendierung der für das WM-Chaos verantwortlichen Profis. Der scheidende Verbandschef Escalettes eröffnete bereits eine Untersuchung des «Trainingsstreiks von Knysna». Verantwortliche sollen laut Escalettes zur Rechenschaft gezogen werden. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen laut FFF am 5. August vorliegen. Der FFF-Bundesrat wollte auch über einen Rauswurf von Domenech als Verbands-Trainerausbilder beraten. Domenech war nach der WM und dem Ende seines Vertrags als Nationalcoach von Blanc abgelöst worden. Der 58-Jährige, von Medien und Fans «verrückter Professor» genannt, ist aber für 12 000 Euro im Monat weiterhin bei der «Direction Technique Nationale» des FFF angestellt. Ratsmitglied Guy Chambily hatte diese Woche beklagt, Domenech habe sich als Angestellter des Verbandes in Südafrika dazu überreden lassen, den Journalisten einen Protestbrief und die Trainingsboykott- Ankündigung der Profis vorzulesen. «Das ist unverantwortlich. Man muss ihn feuern», meinte Chambily. Eine Entscheidung in dieser Sache wurde zwar zunächst nicht bekannt. Aber Duchaussoy meinte nach seiner Wahl vielsagend: «Wenn er (Domenech) gehen will, werde ich ihn nicht aufhalten».
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