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Benzema bestreitet Sex mit Minderjähriger

Paris (dpa) - 21.07.2010, 19:07 Uhr

Karim Benzemas Arbeitgeber Real Madrid glaubt an die Unschuld des Franzosen.
Karim Benzemas Arbeitgeber Real Madrid glaubt an die Unschuld des Franzosen.

Karim Benzema hat in der Rotlicht-Affäre um die französische Fußball-Nationalmannschaft dementiert, dass er Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gehabt habe.

«Er (Benzema) bestreitet das, was Zahia D. gesagt hat. Er hat keine sexuellen Beziehungen mit ihr gehabt. Es gibt keinen Grund dafür, dass das Wort des Spielers weniger Gewicht haben sollte als das von Zahia», sagte Benzemas Anwalt Sylvain Cormier in Paris französischen Medien.

Gegen Real-Stürmer Benzema und FC-Bayern-Star Franck Ribéry hatte die französische Justiz am 20. Juli Anklageverfahren eingeleitet. Beide sollen bezahlten Sex mit der zum Zeitpunkt der Ereignisse noch minderjährigen Prostituierten Zahia D. gehabt haben.

Die Einleitung des Verfahrens sei «schockierend». Die Folgen seien nicht einzuschätzen. Man fordere Strafen, bevor die Ermittlungen abgeschlossen seien, so der Anwalt in Anspielung auf Forderungen, Benzema und der 27 Jahre alte Ribéry vorerst nicht ins Nationalteam zu berufen.

In den Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Zuhälterring hatte die heute 18 Jahre alte Zahia im Polizeiverhör ausgesagt, dass sie 2008 mit Benzema und 2009 mit Ribéry bezahlten Sex gehabt habe. Beide hätten ihr Alter seinerzeit aber nicht gekannt. Anders als Benzema bestätigt Ribéry die ihn betreffenden Aussagen von Zahia.


Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Anklage muss aber beweisen, dass dem Kunden die Minderjährigkeit bekannt war.

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hält unterdessen trotz der Rotlicht-Affäre zu seinem Stürmer Benzema. «Wir glauben an seine Unschuld», sagte Real-Generaldirektor Jorge Valdano in Madrid. Der Verein vertraue darauf, dass Benzema dies auch vor Gericht werde beweisen können. «Wir werden ihn bis zur letzten Konsequenz unterstützen.»

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