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Palmeiras präsentiert Scolari als neuen Trainer

São Paulo (dpa) - 15.07.2010, 19:23 Uhr

Luiz Felipe Scolari wird den brasilianischen Erstligisten Palmeiras aus São Paulo trainieren.
Luiz Felipe Scolari wird den brasilianischen Erstligisten Palmeiras aus São Paulo trainieren.

Brasiliens Ex-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat einen neuen Job. Der 61-Jährige wurde vom brasilianischen Erstligisten Palmeiras (São Paulo) als neuer Coach präsentiert.

Zwar wird «Felipão» auch weiter als potenzieller Nachfolger von Carlos Dunga für das Amt des Fußball-Nationaltrainers gehandelt. Aber «heute ist Palmeiras mein Leben», beteuerte Scolari.

Beim Spiel seines Clubs gegen Santos wollte er am 15. Juli noch nicht auf der Trainerbank sitzen. Er kenne die Spieler noch zu wenig, deshalb werde dies sein Assistent Murtosa tun. Scolari hatte Palmeiras bereits von 1997 bis 2000 trainiert. Mit der Rückkehr zu dem Club sind die Chancen, ihn im Amt des Nationaltrainers zu sehen, deutlich gesunken.

Der nationale Fußballverband Brasiliens (CBF) hatte vorige Woche schon klar gemacht, dass es für diesen Posten keine Arbeitsteilung mit einem anderen Club geben könne. Scolari holte mit der Seleção 2002 den fünften Weltmeistertitel. Vor kurzem war er beim usbekischen Meisterclub Bunyodkor Taschkent ausgestiegen und hatte während der Fußball-WM in Südafrika als TV-Kommentator gearbeitet.

Der CBF will noch in diesem Monat den Namen des neuen Nationaltrainers verkünden. Auch Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva äußerte in einem lokalen Radiosender seine Vorstellungen. Brasilien brauche einen Trainer, der wisse, wie's geht. «Felipão hat alles Voraussetzungen, Luxemburgo ist sehr kompetent, und Mano (Menezes) ist ein Stratege, der Corinthians (São Paulo) aus der Zweiten Liga gezogen hat.»

Allerdings sei das Problem Brasiliens nicht, einen Trainer zu finden - sondern Spieler. Die besten Spieler verließen das Land sehr früh, bedauerte Lula. «Wir brauchen eine neue Ernte von Spielern (...), wir haben viele, die am Ende der Karriere sind.» Damit liegt der Präsident auf gleicher Wellenlänge mit dem CBF, der in einer Kader-Verjüngung einen wichtigen Baustein für eine «neue Seleção» sieht. Brasilien war in Südafrika im WM-Viertelfinale ausgeschieden.


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