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Thierry Henry nie wieder für die «Bleus»

New York/Paris (dpa) - 15.07.2010, 17:47 Uhr

Thierry Henry wird das Trikot der französischen Nationalmannschaft nicht mehr tragen.
Thierry Henry wird das Trikot der französischen Nationalmannschaft nicht mehr tragen.

Rekordtorjäger Thierry Henry sagt den «Bleus» adieu: Der 32 Jahre alte Stürmer erklärte seinen Rücktritt aus der französischen Fußball-Nationalmannschaft.

«Das ist das Ende für mich im Nationalteam», teilte Henry in New York mit, wo er am 15. Juli als neuer Star der NY Red Bulls präsentiert werden sollte. Nach seinem Debüt 1997 gegen Südafrika (2:1) traf «Titi» in 123 Länderspielen 51 Mal für die «Équipe Tricolore». 1998 wurde er vor eigenem Publikum Weltmeister, gewann zudem mit Frankreich die EM 2000 sowie den Confederations Cup 2003.

In seiner neuen Wahlheimat New York erklärte Henry nun, er wolle es nicht wie der Engländer David Beckham machen, der als Profi von Los Angeles Galaxy zwischen den USA und Europa «gependelt» sei. Der langjährige Nationalelf-Kapitän galt zu Hause lange Zeit nicht nur als einer der besten und erfolgreichsten Fußballer, sondern auch als einer der beliebtesten Sportler überhaupt. Sein letztes Jahr im Nationalteam wurde jedoch von schlimmen Skandalen überschattet.

Henrys berühmt-berüchtigtem Handspiel war es zu verdanken, dass Frankreich sich im Playoff gegen Irland durchsetzte und für die WM qualifizierte. Während Henry die meiste Zeit auf der Bank saß, blamierte sich das Team um Bayern-Star Franck Ribéry in Südafrika auf dem Rasen und auch abseits der Plätze. Man schied nach der Vorrunde sieglos aus, machte aber vor allem durch Querelen Schlagzeilen. Durch seine Einwechslungen in den Spielen gegen Uruguay (0:0) und Südafrika (1:2) avancierte Henry aber immerhin zum ersten französischen Spieler, der bei vier Weltmeisterschaften zum Einsatz kam.

Die Zeitung «Le Figaro» würdigte nach der Rücktrittsnachricht Henrys internationale Karriere. Er und die französische Nationalelf seien zusammen groß geworden, schrieb das Blatt in der Onlineausgabe. Henry wolle sich wohl nun in New York von Streß und Strapazen erholen, stellt die Traditions-Zeitung fest. Henry versprach allerdings den amerikanischen Fußballfans, dass er in den USA Ambitionen habe und nicht «den Fußball-Rentner» spielen wolle. «Ich will gewinnen», sagte der frühere Profi von Barcelona und Arsenal.


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