Sein Vereinstrainer Sir Alex Ferguson hat den zu großen Erwartungsdruck für den schwachen WM-Auftritt von Englands Stürmerstar Wayne Rooney verantwortlich gemacht.
«Vorher wurde so viel darüber geredet, dass er der Spieler des Turniers werden würde», zitierte der britische Rundfunksender BBC den Manchester-United-Coach. «Das war das Vorspiel zu dem Ganzen. Warten Sie es ab: In vier Jahren werden Sie einen ganz anderen Spieler sehen.»
Unterdessen will Englands Kapitän Steven Gerrard trotz der WM-Ernüchterung mit dem Achtelfinal-K.o. gegen Deutschland in der Nationalelf weitermachen. «Ich will nicht, dass das enttäuschende Deutschland-Spiel mein letztes war», sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldstar vom FC Liverpool der Vereins-Website. Gerard wolle so für den schwachen Auftritt der «Three Lions» in Südafrika «Abbitte leisten». Mit der Ankündigung, die Elf brauche «neue Energie», hatte Englands Fußball-Nationaltrainer Fabio Capello zuletzt einen Generationswechsel angedeutet.
Sir Alex Ferguson, einer der erfolgreichsten Fußball-Lehrer der Welt, zeigte sich «verblüfft» von Englands schlechtem Abschneiden und zollte der deutschen Mannschaft Respekt. «Ihre historische WM-Bilanz ist unglaublich. Diese Organisationsmentalität, dieser Glaube an sich selbst trägt sie weit. Die deutsche Mentalität besagt: 'Wir kommen immer ins Halbfinale'», erklärte der Schotte. Zum Erfolg trage aber auch die Winterpause der Bundesliga bei. Dennoch tippte Ferguson auf die Niederlande als Weltmeister. «Sie haben bislang noch nicht annähernd ihre Bestform erreicht.»