Brasilien setzt nach dem jähen Viertelfinal-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika auf einen Neustart. Es müsse eine neue «Seleção» (Nationalmannschaft) geformt werden.
«Wir haben keine andere Option», sagte der Präsident des Nationalen Fußballverbandes CBF, Ricardo Teixeira, in einem Interview des brasilianischen Senders SporTV. Auch die Aufgabe für den künftigen neuen Nationalcoach umriss der Verbandschef schon: Verjüngung des Teams, heißt das Motto. «Deutschland hat neun Spieler unter 23 Jahren. Ghana hat elf, Spanien sechs. Wir haben einen (Ramires)», sagte Teixeira unter Verweis auf eine FIFA-Statistik. «Wir müssen eine Seleção formen, um 2014 zu spielen und heute sind diese Spieler 18, 19 oder 20 Jahre alt.»
Der bisherige Nationaltrainer Carlos Dunga war zwei Tage nach der 1:2 Niederlage gegen die Niederlande im Viertelfinale entlassen worden. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren. Im Gespräch ist auch der Weltmeistertrainer von 2002, Luiz Felipe Scolari, der aber beim Erstliga-Club Palmeiras (São Paulo) als künftiger Trainer im Wort steht.
Teixeira machte klar, dass der künftige Coach seine Aufgabe nicht mit einem Club teilen könne. Er habe noch mit keinem Kandidaten gesprochen. Die Entscheidung solle aber noch in diesem Monat fallen. Am 10. August tritt die Seleção im ersten Freundschaftsspiel nach der WM in New York gegen die USA an.