Johannesburg (dpa) - 29.06.2010, 13:54 Uhr
FIFA-Präsident Joseph Blatter hält eine Debatte über die Verteilung der WM-Startplätze 2014 für verfrüht. «Die Diskussion hat hinter den Kulissen schon begonnen, aber lasst uns dieses Turnier zu Ende spielen», sagte der Schweizer in Johannesburg.
Angesichts des historisch schlechten Abschneidens der 13 europäischen Teams beim Turnier in Südafrika und den guten Leistungen der Mannschaften aus Südamerika und Asien wird offenbar auch in FIFA-Gremien schon über eine Neuverteilung für das Turnier in vier Jahren in Brasilien diskutiert.
Blatter schloss eine Umschichtung der Startplätze nicht grundsätzlich aus. «Das wird eine interessante Debatte. Ich freue mich darauf», sagte der FIFA-Chef mit einem Lächeln. Das enttäuschende Abschneiden der afrikanischen Teams wollte Blatter nicht überbewerten. «Es kommt auch immer darauf an, in was für eine Gruppe man gelost wird», sagte er. Der Viertelfinaleinzug Ghanas sei ein wichtiger Erfolg. Gastgeber Südafrika, Algerien, Nigeria, Kamerun und die Elfenbeinküste waren in der Vorrunde gescheitert.
Für die WM 2014 wird damit gerechnet, dass ein Platz von Afrika zum Gastgeber-Kontinent Südamerika wechselt. Mehr WM-Starter dürfte es für Südamerika trotz des Achtelfinal-Einzugs aller fünf Teams in Südafrika nicht geben. «Sie haben ja nur zehn Verbände», sagte Blatter über die kleinste, aber sehr erfolgreiche FIFA-Konföderation. Aus Asien waren zuletzt Stimmen laut geworden, dass trotz des Achtelfinaleinzugs von Japan und Südkorea die vier fixen Startplätze in Gefahr seien.