Fußball-EM 2016 in Frankreich
Genf (dpa) - 28.05.2010, 14:02 Uhr
UEFA-Präsident Michel Platini verkündet Frankreich als Gewinner.
Frankreich ist Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft 2016. Der EM-Champion von 1984 und 2000 bekam in Genf den Zuschlag für die Ausrichtung des übernächsten Kontinentalturniers. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA um DFB-Präsident Theo Zwanziger gab den Franzosen den Vorzug vor den Bewerbern aus Italien und der Türkei. Das Turnier in sechs Jahren findet erstmals mit 24 Mannschaften statt. Frankreich hatte bisher die WM 1938 und 1998 ausgerichtet. EM-Gastgeber war man im Jahr 1960 und 1984. Die EM 2012 findet in Polen und der Ukraine statt. 2016 soll in neun Städten gespielt werden, neue Stadien entstehen in Bordeaux, Lyon, Lille und Nizza. Frankreich, das mit dem Slogan «Fußball, wie wir ihn lieben» Erfolg hatte, war auch Favorit des Deutschen Fußball-Bundes. Das Heimatland von UEFA-Präsident Michel Platini hatte im Gegenzug die erfolgreiche deutsche Bewerbung um die Ausrichtung der Frauen-WM 2011 unterstützt.
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Durch das Votum für die Franzosen erlitt Weltmeister Italien eine erneute, bittere Niederlage. Die Azzurri hatten bereits mit ihrer Bewerbung für das Turnier 2012 eine unerwartete Schlappe erlitten und im April 2007 gegen Außenseiter Polen/Ukraine verloren. Für die Türken ist es bereits die dritte gescheiterte Bewerbung um ein Fußball-Großereignis. Frankreich hat sich bei der Wahl denkbar knapp durchgesetzt. Im zweiten Wahlgang votierten die 13 Mitglieder des Exekutivkomitees der UEFA um DFB-Präsident Theo Zwanziger mit 7:6 Stimmen pro Frankreich und gegen die Türkei. Der dritte Kandidat Italien war nach dem ersten Wahlgang ausgeschieden. Im ersten Wahlgang hatte Frankreich 43, die Türkei 38 und Italien 23 Stimmanteile erhalten. Die Exekutivmitglieder konnten hier ihre Stimmen unterschiedlich gewichten.
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