Nach dem Verpassen des sicher geglaubten türkischen Meistertitels mit Fenerbahce Istanbul hat der in die Kritik geratene Trainer Christoph Daum Rückendeckung vom Verein erhalten.
Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim kritisierte in Istanbul scharf die Berichterstattung türkischer Medien. Sie hatten vor allem dem 56 Jahre alten deutschen Fußball-Lehrer die Schuld dafür gegeben, dass Fenerbahce am letzten Spieltag der Süper Lig den Titel noch an Bursaspor verloren hatte. Yildirim betonte allerdings zugleich, es müsse nun mit allen Beteiligten Diskussionen über die Verantwortlichkeiten und die weitere Zukunft geben.
Bisher habe es keine Gespräche darüber gegeben, wer bleibe und wer gehen müsse, sagte der Vereinsboss. «Wir haben niemanden beschuldigt, wir werden niemanden beschuldigen», fügte er mit Blick auf den enttäuschenden Ausgang im Titelrennen an. Er habe den Spielern, dem Trainer und den Mitarbeitern gedankt. «Das ist Sport. Wir haben die Meisterschaft versprochen, es hat jedoch nicht geklappt. Aber wir haben dafür gekämpft, unser Versprechen einzuhalten», sagte der Präsident, der zwei weitere Jahre im Amt bleiben will.
Zuvor hatte Daum-Anwalt Stefan Seitz bereits Berichte über eine bevorstehende Entlassung des deutschen Fußball-Lehrers dementiert. «Wir gehen davon aus, dass Christoph Daums Vertrag ganz normal erfüllt wird», sagte Seitz dem «Kölner Express». Der Kontrakt des ehemaligen Bundesliga-Coaches läuft noch bis Sommer 2012.