Mourinho flirtet weiter mit Real Madrid
Madrid/Mailand (dpa) - 19.05.2010, 13:37 Uhr
Jose Mourinho ist noch der Trainer von Inter Mailand.
Der Trainer des italienischen Fußball- Meisters Inter Mailand, José Mourinho, flirtet weiter mit Real Madrid. «Ich möchte Real Madrid auf jeden Fall trainieren, hundertprozentig», sagte der Portugiese dem spanischen Sportblatt «Marca». «Ob dies in der kommenden Saison sein wird oder später, kann ich nicht sagen.» Falls er Inter verlassen werde, käme für ihn allein Real infrage. «Meine einzigen Optionen sind Inter und Madrid.» Der Coach beklagte sich erneut darüber, dass er in Italien nicht geschätzt werde. «Das Problem bei Inter ist nicht das Geld», sagte Mourinho nach spanischen Medienberichten. Es gehe ihm darum, dass seine Arbeit respektiert werde. Mit Inter Mailand bestreitet er am Samstag in Madrid das Champions-League-Finale gegen Bayern München. «Danach werde ich zwei oder drei Tage in Ruhe über meine Zukunft nachdenken», kündigte Mourinho noch einmal an. Es stimme nicht, dass er sich mit Real bereits über einen Wechsel einig sei. Dennoch geht man in Italien fest von einem Abschied des Portugiesen aus: «Mou packt die Koffer», titelte «La Gazzetta dello Sport». «Mourinho hat mit Florentino Perez bereits die Liste der Verstärkungen abgestimmt», schrieb Italiens größte Sporttageszeitung.
Demnach wolle der 47-Jährige den Inter-Abwehrspieler Douglas Maicon mit nach Madrid nehmen. Real-Präsident Perez sei bereit, 25 Millionen Euro für den brasilianischen Abwehrstar zu bezahlen. Neben Maicon habe Mourinho die Verpflichtung von Aleksandar Kolarov von Lazio Rom gefordert. Den serbischen Verteidiger hatte «Mou» schon in der vergangenen Saison in sein Team holen wollen. Damals sei Inter der serbische Nationalspieler zu teuer gewesen. Perez sei nun bereit, die von Lazio geforderten 25 Millionen Euro hinzublättern. Als möglicher Nachfolger für Mourinho bei Inter wurde in Italien am Mittwoch vor allem Sinisa Mihajlovic gehandelt. Der frühere Inter- Star arbeitete von 2006 bis 2008 als Co-Trainer bei den Mailändern. Am 15. Spieltag der zu Ende gegangenen Saison übernahm der 41-Jährige den Serie-A-Club Catania Calcio. Der Serbe führte die Sizilianer vom letzten Tabellenplatz auf Rang 13 und beeindruckte mit 36 Punkten aus 23 Spielen. In Madrid gilt es unterdessen als praktisch sicher, dass Manuel Pellegrini in der kommenden Saison nicht mehr im Amt sein wird. Der Trainer hat mit den «Königlichen» keinen Titel gewonnen, obwohl der Club 250 Millionen Euro für die Verstärkung des Teams ausgegeben hat.
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