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Inter greift im Liga-Finale nach dem Double

Mailand (dpa) - 14.05.2010, 13:16 Uhr

Inters Trainer Jose Mourinho ist auf das Triple fixiert.
Inters Trainer Jose Mourinho ist auf das Triple fixiert.

Einen Tag nach dem FC Bayern greift auch Münchens Champions-League-Finalgegner Inter Mailand nach dem Double. Der Titelverteidiger geht mit zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger AS Rom ins Saisonfinale der italienischen Serie A.

Mit einem Sieg beim krassen Außenseiter in Siena könnte Inter den fünften Meistertitel in Folge einfahren und bis zum Endspiel in der Fußball-«Königsklasse» in Madrid weiter vom Triple träumen. Ihre erste Trophäe - den italienischen Pokal - hatten sich die «Nerazzurri» schon vor anderthalb Wochen geschnappt.

«Wir können und wollen alle drei Titel holen», kündigte Inter-Trainer José Mourinho gewohnt forsch an. Dass die Römer ihnen den 18. «Scudetto» noch aus der Hand reißen könnten, erscheint den selbstbewussten Mailändern unvorstellbar. Der Triumph über den FC Barcelona in der Champions League und der italienische Pokalsieg eben gegen den AS Rom haben Inter im Saisonendspurt Flügel verliehen.

Die Schwächephase im Winter ist überwunden, Inter fühlt sich stark wie nie und geht fast in Top-Besetzung ins letzte Serie-A-Spiel gegen den Absteiger. Nur Verteidiger Lucio wird wegen seiner Waden-Blessur voraussichtlich für das «Spiel der Spiele» gegen die Bayern geschont. Dafür meldete sich der angeschlagene Mittelfeldstar Wesley Sneijder wieder fit. Der niederländische Nationalspieler soll Stürmer Eto'o und Inters Top-Torjäger Diego Milito in Szene setzen.

Während Inter sein Schicksal selbst in der Hand hat, ist der Herausforderer aus Rom selbst im Falle eines eigenen Sieges bei Chievo Verona auf die Schützenhilfe aus Siena angewiesen. Dennoch glaubt Roms Kapitän Francesco Totti an die Minimal-Chance: «Wir werden bis zur letzten Sekunde kämpfen», versicherte der Sturmpartner von Luca Toni.

Für den vom FC Bayern ausgeliehenen Mittelstürmer könnte die Partie in Verona zum Abschiedsspiel im Dress des AS Rom werden. Der Stern des Weltmeisters von 2006 - der in diesem Jahr bei der WM in Südafrika nicht mehr dabei sein wird - verblasst in der Ewigen Stadt immer mehr. Der bald 33-jährige Modeneser sei zu alt, zu teuer und zu fordernd, berichteten die römischen Zeitungen zuletzt. Der AS Rom wolle ihn deshalb nicht mehr verpflichten.


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