WM-Kandidaten reichen Bewerbungen ein
Zürich (dpa) - 14.05.2010, 14:28 Uhr
David Beckham (l) überreicht für England die Bewerbung an FIFA-Präsident Joseph Blatter.
Im Rennen um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 hat die heiße Bewerbungsphase begonnen. FIFA-Chef Joseph Blatter nahm in Zürich die Bewerbungsunterlagen von insgesamt neun Ländern entgegen. Für beide Turniere kandidieren England, Russland, die USA, Australien sowie die Doppel-Ausrichter Niederlande/Belgien und Spanien/Portugal. Nur für 2022 bewerben sich Katar, Südkorea und Japan. Den Anfang machten die Australier, die in einem 750 Seiten umfassenden Buch dokumentieren, wie sie das Fußball- Spektakel «Down Under» organisieren wollen. Für England war Superstar David Beckham höchstpersönlich in die Schweiz gereist, um Blatter die Unterlagen zu überreichen. Die Leidenschaft für Fußball fließe in Englands Adern, sagte der 35-Jährige. Der neue britische Premierminister David Cameron hatte bereits telefonisch bei Blatter dafür geworben, die WM ins «Mutterland des Fußballs» zu vergeben.
Unterdessen zeigt sich Russland optimistisch, erstmals eine WM- Endrunde ausrichten zu dürfen: «Wir haben gute Chancen, die WM übertragen zu bekommen», behauptete Sportminister Witali Mutko nach Angaben der Agentur Interfax. Die FIFA werde voraussichtlich ein europäisches Land auswählen, erklärte Mutko, der gemeinsam mit Vizeregierungschef Igor Schuwalow die russische Delegation anführte. Zudem sei es einfacher, nur einem Land den Zuschlag zu geben, sagte er mit Blick auf die Doppel-Ausrichter Niederlande/Belgien und Spanien/Portugal. Die Entscheidung fällt am 2. Dezember. Dann werden die 24 Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees die Gastgeber für die Endrunden 2018 und 2022 bestimmen. Nach der WM in Südafrika in diesem Sommer findet das Turnier 2014 in Brasilien statt.
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