Nach Cup-Sieg gegen Rom: Inter will das Triple
Rom (dpa) - 06.05.2010, 12:41 Uhr
Die Mannschaft von Inter Mailand feiert in Rom den Pokalsieg.
Inter Mailand hat im Triple-Duell mit dem FC Bayern ausgeglichen. Münchens Champions-League-Finalgegner besiegte im römischen Olympiastadion den AS Rom in einem hitzigen italienischen Fußball-Pokalfinale mit 1:0 und holte damit seinen ersten von drei möglichen Titeln. «Jetzt wollen wir auch die beiden anderen Titel», kündigte Torschütze Diego Milito forsch an. Vor dem Saisonfinale gegen den deutschen Rekordmeister wächst das Selbstbewusstsein ins Unermessliche. «Inter ist stärker als alle anderen», titelte «Tuttosport». Der Cup ist gewonnen, die Meisterschaft greifbar nah: Zwei Spieltage vor Ende der Serie A führt Inter mit zwei Punkten Vorsprung vor dem AS Rom. «Wir können und wollen jetzt alle drei Titel holen», betonte Inter-Coach José Mourinho mit Blick auf den ganz großen Triumph. Die einzige Sorge des Portugiesen scheint zu sein, dass seine Spieler verkrampfen: «Das Champions-League-Finale muss ein Traum bleiben und darf nicht zur Obsession werden», mahnte Mourinho. Gegen AS Rom ist dem 47-Jährigen die Gratwanderung zwischen voller Konzentration und selbstbewusster Gelassenheit geglückt: Während die Römer in der von der ersten Minute an hart geführten Partie mit einer Roten und sieben Gelben Karten die Nerven verloren, spulte Inter stoisch sein Erfolgs-Programm runter: So mussten sich Luca Tonis Römer der spielerischen Klasse, der taktischen Disziplin und der Kaltschnäuzigkeit der Mailänder geschlagen geben.
Inters Top-Torjäger Milito brachte die Gäste in Rom in der 40. Minute mit einem grandiosen Tor in Führung. «Danach haben wir das Spiel kontrolliert», meinte der rundum zufriedene Mourinho. Francesco Tottis 13. Platzverweis hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis. Roms Kapitän ließ sich zwei Minuten vor Ende der Partie zu einem brutalen Nachtreten gegen den am Boden liegenden Mario Balotelli verleiten. Der 19 Jahre alte Inter-Stürmer habe ihn systematisch provoziert, erklärte Totti seinen Ausraster. «Manchmal steckt man derart schwerwiegende Beleidigungen einfach nicht weg», sagte Totti. Der in der 62. Minute ausgewechselte Toni nahm Totti in Schutz und gab dem Schiedsrichter-Gespann die Mitschuld an Roms Schlappe: «Viele umstrittene Entscheidungen fielen zugunsten von Inter aus, nie wurde gegen die Mailänder gepfiffen», beklagte sich der vom FC Bayern ausgeliehene Mittelstürmer. |