«Schwer zu sagen, wann er wieder fit ist», erklärte Ferguson zu Rooney. «Um ehrlich zu sein, wird es wohl zwei bis drei Wochen dauern. Wir werden versuchen, ihn wieder hinzubekommen, und er ist natürlich wild darauf, wieder zu spielen.» Auch ohne Rooney - mit 34 Pflichtspiel-Treffern Englands bester Torschütze - war Manchester nach mäßiger erster Halbzeit überlegen. Dabei war Tottenham mit der Empfehlung von Siegen gegen den FC Arsenal und Chelsea ins Stadion Old Trafford angereist. Doch gegen United, das den vierten Titel in Serie und damit die historische 19. Meisterschaft ansteuert, fehlte den Spurs der inspirierende Funke. Mittelfeld-Routinier Ryan Giggs mit zwei cool verwandelten Foulelfmetern (58./86.) und Nani mit einem schönen Lupfer (81.) entschieden das Spiel für den Meister. Ledley King gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (70.). «Nani war früher der 'Cristiano Ronaldo light', aber nun sieht er wie ein Original aus», lobte die «Sunday Times» den Portugiesen, während der «Sunday Telegraph» eine Hymne auf den 36 Jahre alten Giggs anstimmte: «Anderswo mögen die Nerven blankliegen, aber er blieb völlig unbeeindruckt.» Auch Ferguson hob die Abgeklärtheit seiner Elf hervor: «Wir haben keinerlei Nervosität gezeigt. Die Erfahrung hilft uns.» Der Dritte Arsenal und der Fünfte Manchester City trennten sich 0:0, womit das ManU-Lokalrivale im Kampf um die Champions-League-Qualifikation hinter Tottenham blieb. Für den Rest der Saison müssen die «Citizens» zudem auf Stammtorhüter Shay Given verzichten, der sich in Arsenals Emirates-Stadion eine schwere Schulterverletzung zuzog. Der Verein, der in den vergangen eineinhalb Jahren umgerechnet fast eine halbe Milliarde Euro investierte, ist nun auf seine Nummer vier, den in der Premier League ungeprüften Gunnar Nielson von der Färöer-Inseln angewiesen.
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