Neun Monate Dopingsperre für Adrian Mutu
Rom (dpa) - 19.04.2010, 18:32 Uhr
Adrian Mutu nach der Verhandlung in Rom.
Der rumänische Nationalspieler Adrian Mutu ist vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens zu einer Dopingsperre von neun Monaten verurteilt worden. Der Ankläger der italienischen Anti-Doping-Kommission hatte eine zwölfmonatige Sperre für den Stürmer des AC Florenz gefordert. Mutu war nach dem Serie-A-Spiel am 10. Januar gegen AS Bari und am 20. Januar nach dem Cup-Duell mit Lazio Rom positiv auf die verbotene Appetitzügler-Substanz Sibutramin getestet worden. Diese wird als leistungsfördernd eingestuft. «Ich bin nicht glücklich über diese Sperre, sie erscheint mir übertrieben», sagte der 31-Jährige. Er hatte die Einnahme eines Abführmittels während der Weihnachtsferien zugegeben. Zugleich versicherte Mutu, dass er nicht gewusst hat, dass dies verboten ist.
Der Rumäne war 2004 nach einem positiven Kokain-Test in England schon einmal für sieben Monate gesperrt worden. Die Kontrolle war damals von seinem Club FC Chelsea veranlasst worden. Da es kein offizieller Dopingtest war, wurde Mutu vom Weltverband FIFA nur zu einer Disziplinar-, nicht jedoch zu einer Dopingstrafe verurteilt. Wegen der Kokain-Affäre befindet sich Mutu immer noch im Rechtsstreit mit seinem Ex-Club Chelsea. Der internationale Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) hatte den Fußballer zu einer Schadenersatzzahlung an den Premier-League-Club in Höhe von 17 Millionen Euro verurteilt. Der Rumäne hat dagegen vor dem Schweizer Bundesgericht Einspruch eingelegt.
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