Insgesamt müssen die südafrikanischen Organisatoren noch rund 500 000 Eintrittskarten an den Mann bringen. Schmidt setzt dabei auf die Einrichtung von Ticket-Countern, an denen sich die Südafrikaner persönlich ihre Karten abholen können. «Das System über das Internet ist den Südafrikanern fremd. Wir glauben, dass über die Counter in den Städten jetzt noch einmal ein Run auf die Tickets einsetzt.» Außer dem bereits ausverkauften Endspiel am 11. Juli in Johannesburg sind noch Tickets für alle weiteren 63 WM-Partien erhältlich. «Alle sollen die Möglichkeit haben, bei dieser WM dabei zu sein. Mit dem Schalterverkauf kommen wir nun einem wichtigen Bedürfnis der Fans nach», erklärte OK-Chef Danny Jordaan. Auch die Tatsache, dass weitere Eintrittskarten in die billigste Kategorie 4 gelangen, weil Sponsoren diese zurückgegeben haben, soll den Verkauf noch einmal ankurbeln. Ob die WM-Endrunde dann tatsächlich vor vollen Rängen stattfindet, vermag auch Schmidt nicht zu sagen: «Manchmal muss man einfach auch an etwas glauben.» Trainer-Weltenbummler Otto Pfister rät den deutschen Fans auf jeden Fall zu einer Reise nach Südafrika. «Sie sollten unbedingt kommen. Denn das wird ein unvergessliches Erlebnis», sagte er. Der 72-Jährige war in seiner langen Karriere in elf afrikanischen Ländern tätig, bei der WM in Deutschland saß er auf Togos Bank. «Mir ist in Afrika noch nie etwas passiert. Die Panikmache ist unvorstellbar», meinte Pfister auch mit Blick auf Uli Hoeneß. Der Präsident des FC Bayern München hatte unlängst erklärt, er würde nicht nach Südafrika reisen, weil dort die Sicherheitsstandards unzureichend seien.
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