Madrid (dpa) - 14.04.2010, 11:24 Uhr
Die Gefahr eines Streiks im spanischen Profi-Fußball ist gebannt. Die Spieler-Gewerkschaft AFE sagte einen für dieses Wochenende geplanten Ausstand in den spanischen Profi-Ligen ab.
Sie hatte sich zuvor mit dem spanischen Fußball-Verband (RFEF) und dem Verband der Profi-Ligen (LFP) auf Hilfen für diejenigen Spieler verständigt, die in der vergangenen Saison von ihren Clubs nicht die anstehenden Gehaltszahlungen erhalten hatten.
In der Spielzeit 2008/2009 waren acht zahlungsunfähige Drittliga-Vereine ihren mehr als 200 Fußballern Gehälter in Höhe von insgesamt 4,1 Millionen Euro schuldig geblieben. Diese Summe sollen die Betroffenen nach Presseberichten nun aus einem Hilfsfonds des RFEF und aus Toto-Einnahmen erhalten.
Der geplante Streik, es wäre der erste im spanischen Profi-Fußball seit mehr als 25 Jahren gewesen, hätte auch den Spielbetrieb in der Primera División lahmlegen sollen. Davon wären unter anderem auch die Begegnungen des 33. Spieltags wie Espanyol gegen FC Barcelona oder Real Madrid gegen FC Valencia betroffen gewesen.