Südafrikas Regierung ist nach der Ermordung des Rechtsextremisten Eugene Terreblanche besorgt über mögliche negative Auswirkungen auf die Werbung für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer im eigenen Land.
«Wir sind immer besorgt über die Wahrnehmung Südafrikas», sagte am Osterwochenende Südafrikas Polizeiminister Nathi Mthetwa beim Besuch des Tatorts in Ventersdorp (Provinz Nordwest). Die neuen Sicherheitskonzepte und der entschlossene Einsatz der Polizei zeigten aber bereits ihre Wirkung, betonte er. Zwar bereite die «gewalttätige Natur» der Kriminalität in Südafrika den politisch Verantwortlichen weiterhin große Sorge; dennoch werde die Sicherheit der WM-Touristen gewährleistet sein.
Die Rechtsextremisten in Südafrika nahmen den Vorfall zum Anlass, ihre Ablehnung gegenüber der WM in den Medien zu verbreiten. Terreblanche war der Führer der rechtsradikalen Organisation Afrikanische Widerstandsbewegung AWB.
Terreblanche war auf seiner Farm nahe Ventersdorp westlich von Johannesburg von zwei schwarzen Arbeitern mit einer Machete und einem Schlagstock getötet worden. Der AWB-Führer und die beiden jungen Arbeiter im Alter von 15 und 21 Jahren waren nach Polizei-Angaben wegen eines angeblich nicht bezahlten Lohns in Streit geraten. Nach der Tat warnte Südafrikas Präsident Jacob Zuma vor neuem Rassenhass. Die Chefin der oppositionellen Demokratischen Allianz (DA), Hellen Zille, meinte, der Mord werde die ohnehin angespannte Lage in Südafrika verschärfen.