«Entweder alle sind schuldig, oder niemand. Meiner Meinung nach ist niemand schuldig», zitierte die «Gazzetta dello Sport» Moggi. Galliani schwieg dazu, Moratti reagierte wütend: «Das ist eine Schande und eine hässliche Sache», sagte der Inter-Boss. Um sich zu verteidigen, verdrehe Moggi die Tatsachen. Er könne die mitgeschnittenen Gespräche ruhig zum Prozessgegenstand machen, gab sich Moratti gelassen. Inter habe nichts zu befürchten. Auch die Anklage wertete den Vorstoß der Moggi-Verteidiger als sinnloses Ablenkungsmanöver. Die in den Medien veröffentlichten Gesprächsfetzen aus dem Jahr 2005 klingen ohnehin recht harmlos. Außerdem wurden die Gespräche über normale Telefonnummern geführt, während Bergamo mit Moggi über eigens dafür in der Schweiz abgeschlossene Handyanschlüsse telefonierte, die vermeintlich abhörsicher waren. Ob die abgehörten Gespräche von Moratti und Galliani mit Bergamo Gegenstand des Verfahrens in Neapel werden, soll das Gericht am 13. April entscheiden. Die Juve-Fans forderten unterdessen bereits die Rückgabe des Meistertitels 2006. Der war dem damals zum Zwangsabstieg in die Serie A verurteilten Rekordmeister aberkannt und Inter zuerkannt worden.
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