Serie A: Inter hängt Milan vor Top-Duell ab
Rom (dpa) - 25.03.2010, 09:18 Uhr
Samuel Eto'o von Inter Mailand jubelt über sein Tor gegen Livorno.
Nach vier Spielen ohne Sieg hat Inter Mailand in die Erfolgsspur zurückgefunden und Verfolger Milan abgehängt. Während Titelverteidiger Inter (63) Tabellenschlusslicht Livorno klar mit 3:0 besiegte, unterlag Lokalrivale AC Mailand (59) mit 0:1 in Parma. Damit fiel Milan auf Rang drei hinter den punktgleichen AS Rom (59) zurück. Luca Tonis Team setzte sich am 30. Spieltag der Serie A beim FC Bologna mit 2:0 durch und bläst vor dem Spitzenspiel am Wochenende gegen Inter zum Angriff auf den Serienmeister. «Gegen die Supermacht Inter werden wir das Spiel des Jahres erleben», versprach Roms Trainer Claudio Ranieri. Vor dem Topmatch des 31. Spieltages ist bei den Römern auch Ex-Bundesliga-Star Luca Toni in prima Form: Der Mittelstürmer erarbeitete sich gegen Bologna einige Chancen, ging diesmal aber leer aus. Die Tore für die Römer erzielten John Arne Riise in der 48. sowie Julio Baptista in der 82. Spielminute.
Für das ebenso souveräne Inter trafen zweimal Eto'o in der ersten und der Brasilianer Maicon in der zweiten Halbzeit. Obwohl Inters schwarze Ligaserie riss, ließ sich Trainer José Mourinho bei der Pressekonferenz nach dem Spiel wieder nicht blicken. Über das gelungene Comeback von Christian Chivu wird sich der Portugiese aber sicherlich gefreut haben. Nach dem Schädelbruch, den sich der Rumäne am 6. Januar bei einem Zweikampf im Spiel gegen Chievo Verona zugezogen hatte, stand er erstmals wieder auf dem Platz. «Ich war so aufgeregt. Jetzt bin ich müde, aber glücklich», sagte Chivu nach dem Spiel, das er mit einem Kopfschutz absolviert hatte. «Nach der Negativserie war dieser Sieg für uns enorm wichtig», betonte Chivu. Während man bei Inter erleichtert durchatmete, herrschte bei Milan trübe Stimmung. Der AC präsentierte sich in Parma vor allem in der ersten Halbzeit extrem schwach. «Milan bricht zusammen», titelte «Tuttosport» am Donnerstag. Das entscheidende 0:1 durch den Bulgaren Waleri Bojinow kassierten die «Rossoneri» in der Nachspielzeit. Als kurz danach auch noch Andrea Pirlo die Rote Karte sah, war die Partie für den Favoriten endgültig gelaufen. |