Die FIFA hat Indonesien als Kandidaten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 ausgeschlossen. Das südostasiatische Land hätte die nötigen Garantien vonseiten der Regierung nicht gewährleisten können, teilte der Weltverband in Zürich mit.
Das hätte die Regierung in Jakarta der FIFA, die die Garantien bis Dezember 2009 vorliegen haben musste, verkündet, sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke auf einer Pressekonferenz im Anschluss an eine zweitägige Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees.
Bei dem Meeting wurde zudem entschieden, den Fußball-Verband von Brunei aus der FIFA auszuschließen. Dieser Schritt werde dem nächsten FIFA-Kongress im Juni vorgetragen, wo der Ausschluss des Königreichs endgültig beschlossen werden kann. Die FIFA hatte Brunei im September 2009 suspendiert, da der dortige Fußball-Verband von den Machthabern aufgelöst worden war. «Das wäre erst das zweite Mal in meiner FIFA-Zeit, dass solch eine Maßnahme angewandt wird», sagte Präsident Joseph Blatter. Letztmals war 1976 Südafrika wegen der Apartheids-Politik aus dem größten Sport-Weltverband ausgeschlossen worden.
Außerdem beschloss die FIFA-Exekutive, die Suspendierung des irakischen Verbandes (IFA) aufzuheben, nachdem dieser vom Nationalen Olympischen Komitee wieder die volle Handlungsfähigkeit erhalten hat. Der IFA war im November wegen staatlicher Einmischung suspendiert worden.